So ist der FC Bayern in Dortmund nicht Favorit
FC Bayern: Präsident Uli Hoeneß kündigt Rückzug an und nennt Zeitpunkt
Uli Hoeneß (66) hat sich beim Ex-Münchner Juan Bernat (25) für seine Aussagen auf der legendären Pressekonferenz des Rekordmeisters entschuldigt.

Das ein oder andere Wort, das ich gebraucht habe, würde ich nicht noch einmal machen. Das hat mir sehr leid getan. Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen, sagte Hoeneß nach dem 2:0 (1:0) in der Champions League gegen AEK Athen.

“Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen. Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat und aus dem Fußball kommen. Das wird schwer. Wenn ich einen wüsste, würde ich nächstes Jahr aufhören”, sagte Hoeneß vor etwa 100 geladenen Gästen.

FC Bayern: Uli Hoeneß spricht vom Rückzug als Bayern-Präsident und Mbappe

Am Dienstag hatte Bernat seinen neuen Klub Paris Saint-Germain gegen den SSC Neapel (1:1) mit 1:0 in Führung geschossen. Hoeneß dazu: Ich habe das gesehen. Ich habe mit großer Freude festgestellt, dass er auch noch Tore schießen kann.

Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte er im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt.

Auf der Wut-PK der Bayern-Bosse waren die harten Worte gegen Bernat waren wohl die einprägendsten. Hoeneß hatte den im Sommer zu PSG transferierten Spanier scharf angegriffen und diesem bescheinigt, im Champions-League-Spiel beim FC Sevilla (2:1) in der vergangenen Saison einen Scheißdreck gespielt zu haben, er sei alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden sind.

Im November 2019 steht seine Wiederwahl an. Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner.

Danach sei die Entscheidung gefallen, den Iberer am Ende der Spielzeit abzugeben, weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hat. Bernat war in diesem Match der Königsklasse zur Halbzeit ausgewechselt worden.

München – Uli Hoeneß spricht bei einem Event in Dresden erstmals vom Rückzug als Bayern-Präsident und sagt für welchen Star er "finanziell viele Grenzen" sprengen würde.

Bayern rumpelt zum Pflichtsieg gegen AEK Athen. Jetzt geht es zum Spitzenspiel in der Liga nach Dortmund – als Außenseiter?

Dennoch stimmte er plötzlich ungewohnt leise Töne an, als er sich nach dem Spiel am Mittwoch erstmals seit der PK wieder öffentlich zu Wort meldete.

Als “Außenseiter” fahre sein FC Bayern München zum Bundesliga-Kracher nach Dortmund. Aber damit nicht genug, plötzlich spricht Hoeneß auch vom Rückzug als Bayern-Präsident.

Zur Meisterschaft, die in dieser Saison erstmals seit sechs Jahren kein Spaziergang zu werden scheint, meint er: Die würden wir immer gerne haben. Aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen. Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt.

Außerdem nannte er seinen absoluten Wunschspieler: “Für Mbappe aus Paris würde ich finanziell viele Grenzen sprengen. Aber der will nicht zu uns.”

Selbst ein Jahr ohne Titel wäre für Hoeneß also kein Problem – auch auch nicht für die Zukunft von Niko Kovac. Hoeneß hatte auf der PK verlauten lassen, er werde den Trainer bis aufs Blut verteidigen. Am Mittwoch legte er nach: Daran hat sich nix geändert. Meine Aussagen gelten nicht immer nur für zwei, drei Wochen.

Community Alle Themen rund um den FC Bayern Jetzt mitdiskutieren! Für seinen neuen Klub PSG hat Bernat am Dienstag in der „Königsklasse“ beim 1:1 in Neapel den Führungstreffer erzielt. „Ich habe mit großer Freude festgestellt, dass er auch noch Tore schießen kann“, sagte Hoeneß. Nach der scharfen Kritik an seiner Person hatte sich Bernat respektvoll gegenüber seinem alten Arbeitgeber geäußert: „Ja, ich habe davon gehört, aber ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein.“ Sein Berater José Tarraga meinte dagegen noch am gleichen Tag des Vorfalls: „Ich glaube, dass die Aussagen des Präsidenten Hoeneß alles andere als glücklich sind und einem Präsidenten von einem großen Klub nicht gerecht werden.“

Präsident Uli Hoeneß wechselte 1970 als Spieler zum FC Bayern und ist seither in verschiedensten Funktionen für den FCB tätig. (Quelle: Christian Schroedter/imago)

Hoeneß hatte dem im Sommer für 5 Millionen Euro abgegebenen Linksverteidiger Bernat in einer denkwürdigen Pressekonferenz der Münchner Vereinsführung vor rund drei Wochen bescheinigt, im Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla in der vergangenen Saison „einen Scheißdreck“ gespielt zu haben. Danach sei klar gewesen, dass man sich von dem 25-Jährigen trennen wolle. „Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden sind. Das Wohl und Wehe hängt nicht von Juan Bernat ab. Wir haben nach wie vor einen Kader von 16 bis 17 Weltklasse-Spielern“, sagte der Klub-Boss.

Überraschung in München: Präsident Uli Hoeneß wird den FC Bayern verlassen. Das kündigte er auf einem Event in Dresden an und nannte einen konkreten Ablaufplan. 

Präsident Uli Hoeneß vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat den mittelfristigen Rückzug von seinen Ämtern angekündigt. “Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen”, sagte Hoeneß einem Bericht der “Bild”-Zeitung zufolge beim sächsischen Wirtschaftsdialog “saxxess” in Dresden.

Die viel kritisierte Pressekonferenz würde er „im Wesentlichen wieder so machen“, sagte der 66-jährige Hoeneß nun: „Die Geschichte letztes Wochenende im Spiegel hat bewiesen, dass die dringend notwendig war.“ Das Nachrichtenmagazin hatte über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. Die Münchner bekennen sich nach eigenen Angaben jedoch zur Bundesliga und zu den bestehenden Europapokal-Wettbewerben unter dem Dach der UEFA.

Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner.

Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte der 66-Jährige im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien des deutschen Branchenführers aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt. Seine aktuelle Amtszeit läuft bis 2019.

Für seinen Nachfolger hat Hoeneß ein konkretes Profil vor Augen. “Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt. Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören”, sagte er.

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