So ist der FC Bayern in Dortmund nicht Favorit
FC Bayern: Präsident Uli Hoeneß kündigt Rückzug an und nennt Zeitpunkt
Uli Hoeneß (66) hat sich beim Ex-Münchner Juan Bernat (25) für seine Aussagen auf der legendären Pressekonferenz des Rekordmeisters entschuldigt.

Das ein oder andere Wort, das ich gebraucht habe, würde ich nicht noch einmal machen. Das hat mir sehr leid getan. Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen, sagte Hoeneß nach dem 2:0 (1:0) in der Champions League gegen AEK Athen.

Die Erdung währte nicht lange. Kurz gab sich Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, tatsächlich kleinlaut, als er sich nach dem schmeichelhaften 2:0 gegen Athen für seine Kritik an Juan Bernat entschuldigte und den BVB zum Favoriten für das Ligaspiel erklärte. Dann aber redete er so seltsam weiter wie schon in den vergangenen Wochen.Er sprach von einem Umbruch, der in München im Gange sei, obwohl Niko Kovac jede Woche die Elf mit dem höchsten Durchschnittsalter der Bundesliga aufstellt. Schließlich stritt er sich mit einem Journalisten, der ihn danach fragte, ob er Platz drei in der Liga nicht als kritisch für die Bayern sähe. Hoeneß behauptete frech, Bayern sei doch Zweiter. Den dezenten Hinweis, in der Tabelle stünde Gladbach auf Platz zwei, fegte Hoeneß mit der Bemerkung weg: Das Torverhältnis interessiert mich nicht.Auch die eigenen Fans wenden sich abAuch dieser Satz weist auf einen Realitätsverlust hin. Hat Hoeneß, haben die Bayern komplett die Bodenhaftung verloren? Auch die Superliga-Pläne sprechen dafür.Es ist alarmierend, dass sich immer mehr Bayern-Fans immer weniger mit dem Treiben ihrer Klub-Oberen identifizieren können. Hoeneß täte nicht nur sich einen Gefallen, wenn er künftig mehr darüber nachdenken würde, was er sagt.Autor: Francois Duchateau

Am Dienstag hatte Bernat seinen neuen Klub Paris Saint-Germain gegen den SSC Neapel (1:1) mit 1:0 in Führung geschossen. Hoeneß dazu: Ich habe das gesehen. Ich habe mit großer Freude festgestellt, dass er auch noch Tore schießen kann.

@Francois Duchateau:"Realitätsverlust" wenn nicht medizinisch begründet, ist m.E. extrem beleidigend. War dies Ihre Absicht ? @RevierSport:Ich schließe mich der Forderung "Rote Karte für den Autor" an !

Auf der Wut-PK der Bayern-Bosse waren die harten Worte gegen Bernat waren wohl die einprägendsten. Hoeneß hatte den im Sommer zu PSG transferierten Spanier scharf angegriffen und diesem bescheinigt, im Champions-League-Spiel beim FC Sevilla (2:1) in der vergangenen Saison einen Scheißdreck gespielt zu haben, er sei alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden sind.

Echt jetzt? Hat der Autor und Reviersport sonst nichts zu kommentieren? Was wurde hier eigentlich kommentiert?War das überhaupt ein Kommentar oder vielleicht doch wieder die obligatorische Hetze.Rote Karte für den Autor.

Danach sei die Entscheidung gefallen, den Iberer am Ende der Spielzeit abzugeben, weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hat. Bernat war in diesem Match der Königsklasse zur Halbzeit ausgewechselt worden.

Nach dem 2:0 des FC Bayern München gegen AEK Athen irritiert Präsident Uli Hoeneß mit neuen seltsamen Äußerungen. Ein Kommentar.

Bayern rumpelt zum Pflichtsieg gegen AEK Athen. Jetzt geht es zum Spitzenspiel in der Liga nach Dortmund – als Außenseiter?

Alarmierend ist der Artikel des autors,er würde sich und anderen einen gefallen tun,wenn er erst denkt und dann schreibt.

Dennoch stimmte er plötzlich ungewohnt leise Töne an, als er sich nach dem Spiel am Mittwoch erstmals seit der PK wieder öffentlich zu Wort meldete.

Zur Meisterschaft, die in dieser Saison erstmals seit sechs Jahren kein Spaziergang zu werden scheint, meint er: Die würden wir immer gerne haben. Aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen. Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt.

Der Druck auf die um spielerische Lösungen ringende Mannschaft und Trainer Niko Kovac ist ohnehin am Limit. Hoeneß nahm also Dampf raus. Auch der Trainer darf weiterhin mit seiner schützenden Hand rechnen. "Die Saison hat gerade erst angefangen. Wir haben eine Mannschaft, die im Umbruch ist. Wir haben einen jungen Trainer, der sich hier reinarbeiten muss. Da muss man ein bisschen Geduld haben." An seiner Aussage, er werde bis aufs Blut für Kovac kämpfen, habe sich "nichts geändert". Das wird Kovac freuen, der nach so gut wie sicheren Einzug ins Achtelfinale der Champions League sagte: "Jetzt fahren wir nach Dortmund und werden zeigen, was wir können."

Selbst ein Jahr ohne Titel wäre für Hoeneß also kein Problem – auch auch nicht für die Zukunft von Niko Kovac. Hoeneß hatte auf der PK verlauten lassen, er werde den Trainer bis aufs Blut verteidigen. Am Mittwoch legte er nach: Daran hat sich nix geändert. Meine Aussagen gelten nicht immer nur für zwei, drei Wochen.

Mit einem rot-weißen Fanschal um den Hals stand Uli Hoeneß im Münchner Stadion und war gegen Mitternacht offenbar sehr milde gestimmt. Der Präsident des FC Bayern sagte: "Es hat mir sehr leid getan, Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise, das würde ich so nicht mehr machen." Er hatte dem ehemaligen Münchner Fußballprofi vorgeworfen, im Rückspiel des Viertelfinales beim FC Sevilla im Frühjahr "einen Scheißdreck" gespielt zu haben. Der Spanier sei "fast alleine dafür verantwortlich" gewesen, dass der Klub um ein Haar aus der Champions League ausgeschieden sei. "Da wurde entschieden, dass er verkauft wird."

Präsident Uli Hoeneß wechselte 1970 als Spieler zum FC Bayern und ist seither in verschiedensten Funktionen für den FCB tätig. (Quelle: Christian Schroedter/imago)

Bei den jüngsten zwölf Ligaduellen war der FC Bayern Tabellenführer. Fast gönnerhaft sagte Hoeneß: "Die Dortmunder haben jetzt sechs Jahre lang diese Distanz zu uns gehabt, da dürfen sie jetzt auch mal vorne sein." Am Samstag könnte der Rückstand der Bayern von vier auf sieben Punkte wachsen. Das würde erst einmal eine Wachablösung bedeuten. Hoeneß baute vor: "Die Meisterschaft würden wir immer gerne haben, aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen." Der Präsident spürte, dass es sinnvoller erschien, die Kraftprobe mit dem jungen, frischen BVB-Express nicht noch aufzuladen.

Überraschung in München: Präsident Uli Hoeneß wird den FC Bayern verlassen. Das kündigte er auf einem Event in Dresden an und nannte einen konkreten Ablaufplan. 

Bernat erzielte am Dienstag beim 1:1 mit Paris St. Germain in der Champions League beim SSC Neapel einen Treffer. "Ich habe das gesehen und mit großer Freude festgestellt, dass er auch noch Tore schießen kann", sagte Hoeneß nun, der insgesamt eine für den FC Bayern etwas ungewöhnliche Taktik wählte. Die "Auf-die-Fressekonferenz", wie die "Süddeutsche Zeitung" "Journalistenbeschimpfungsveranstaltung" der Bosse nannte, war gestern. Zurzeit orientieren sie sich beim erfolgreichsten deutschen Fußballverein eher an den Fakten. Und so versuchte es Hoeneß mit Demut.

Präsident Uli Hoeneß vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat den mittelfristigen Rückzug von seinen Ämtern angekündigt. “Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen”, sagte Hoeneß einem Bericht der “Bild”-Zeitung zufolge beim sächsischen Wirtschaftsdialog “saxxess” in Dresden.

Und Hoeneß? Wäre nicht Hoeneß, würde er es mit der Demut übertreiben. Er würde die Pressekonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und dem Sportdirektor Hasan Salihamidzic am 19. Oktober "im Wesentlichen wieder so machen." Schließlich hätten die Veröffentlichungen des "Spiegel" "bewiesen, dass sie dringend notwendig war". Er würde aber "das eine oder andere Wort, das ich gebraucht habe" so nicht mehr gebrauchen. "Aber die Kritik an gewissen Medien, natürlich nicht alle, schon."

Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner.

Uli Hoeneß erkennt die Zeichen der Zeit, hält sich ungewohnt zurück. Es müsse ja nicht immer die Meisterschaft sein. Natürlich sei sein FC Bayern beim Topspiel in Dortmund nicht der Favorit, sagt er Präsident. Und er stehe zu Trainer Niko Kovac. Nur eine Sache tue ihm leid.

Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte der 66-Jährige im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien des deutschen Branchenführers aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt. Seine aktuelle Amtszeit läuft bis 2019.

Für seinen Nachfolger hat Hoeneß ein konkretes Profil vor Augen. “Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt. Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören”, sagte er.

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