4:2 nach 0:2 - Dortmund dreht das Spiel
Wahnsinn in Leverkusen: BVB dreht ein 0:2 in ein 4:2!
Freudentaumel beim BVB: in der zweiten Halbzeit dreht die Mannschaft das Spiel zu ihren Gunsten (Quelle: Perform/ePlayer)

Mit einer furiosen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit hat Borussia Dortmund das Spiel gegen Bayer Leverkusen gedreht. Den entscheidenden Treffer erzielte ein prominenter Neuzugang. 

"dem Ball habhaft zu werden" – lol!! Wenn man schon ausgerechnet "habhaft werden" verwenden will, bitte erst mal nachschauen, wie es konstruiert wird, wenn man es selbst nicht weiß nämlich mit Genitiv, also: des Balles habhaft zu werden … Man gewöhnt sich an allem, sogar am Dativ?!? Mit einem herzlich lachenden "Gib mich die Kirsche" grüßt Webcam …

Borussia Dortmund hat die Gunst der Stunde genutzt und zum zweiten Mal in dieser Saison die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Drei Tage nach dem 7:0-Schützenfest gegen den 1. FC Nürnberg gewann das Team von Trainer Lucien Favre dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte 4:2 (0:2) bei Bayer Leverkusen und blieb dadurch in dieser Saison ungeschlagen. Leverkusen kassierte dagegen seine zweite Heimniederlage in dieser Spielzeit und bleibt im unteren Tabellendrittel.

Bundesliga: Leverkusen – BVB 2:4, Dortmund stößt Bayern von Platz 1

Jacob Bruun Larsen (65.), Marco Reus (69.) und Paco Alcacer (85. und 90.+4) machten Dortmunds ersten Auswärtssieg seit dem vergangenen Februar perfekt. Zuvor hatten Mitchell Weiser (9.) und Jonathan Tah (39.) bis zur Pause für eine komfortable Führung der Gastgeber gesorgt.

Den Westfalen, bei denen Mario Götze diesmal infolge einer Erkältung fehlte, fiel in der Folge nicht allzu viel ein. Und bei den wenigen guten Gelegenheiten des BVB war bei Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky Endstation: Der Finne entschärfte zunächst einen Schuss von Christian Pulisic (11.) und war anschließend (36.) bei einem platzierten Freistoß von Dortmunds Reus aus 20 Metern zur Stelle. Drei Minuten später nutzte Tah eine Verwirrung in der BVB-Hintermannschaft, die zuvor den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum befördern konnte.

BVB-Trainer Lucien Favre sagte bei “Sky”: “Es waren am Ende viele Emotionen. Das war super. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit aber kontrolliert und gut Fußball gespielt. Die Tabellenführung ist sehr schön. Das ist ein guter Start.”

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich mochte seiner Elf nur bedingt Vorwürfe machen. “Das Abwehrverhalten von dem einen oder anderen Spieler war nicht gut. Da fehlt die Intensität. Insgesamt war es eine gute Leistung, aber in den entscheidenden Situationen waren wir nicht da”, meinte der Ex-Profi. 

Dortmund war vor dem Champions-League-Duell am Mittwoch mit AS Monaco deutlich aktiver, hatte aber Glück, dass Bayer durch Kevin Volland (54.) nur den Pfosten traf. Zuvor hatten bereits Reus für Dortmund und Brandt für Bayer jeweils eine gute Möglichkeit vergeben. Der starke Hradecky bewies zudem in der 63. Minute gegen Larsen erneut seine Klasse, ehe er wenig später gegen gegen den BVB-Youngster machtlos war.

Der BVB trat im Gegensatz zum vergangenen Mittwoch zunächst äußerst gehemmt auf und fand gegen die gut organisierte Abwehr der Werkself lange kein Mittel. Vor allem der taktische Schachzug von Bayer-Trainer Herrlich, der von 1995 bis 2004 für Dortmund gespielt hat, seine beiden Offensivkräfte Kevin Volland und Julian Brandt stark in die Defensive einzubinden, machte sich vor der Pause bezahlt.

Der BVB trat im Gegensatz zum vergangenen Mittwoch zunächst äußerst gehemmt auf und fand gegen die gut organisierte Abwehr der Werkself lange kein Mittel. Vor allem der taktische Schachzug von Bayer-Trainer Heiko Herrlich, der von 1995 bis 2004 für Dortmund gespielt hat, seine beiden Offensivkräfte Kevin Volland und Julian Brandt stark in die Defensive einzubinden, machte sich vor der Pause bezahlt.

Dortmunds Diallo (l.) und Volland im Kopfball-Duell: Beide Teams lieferten sich erbitterte Zweikämpfe. (Quelle: Revierfoto/imago)

Auch im Spiel nach vorne boten die Hausherren in den ersten 45 Minuten ihre bislang beste Saisonleistung und setzten die BVB-Defensive durch ein konzentriertes Pressing von Beginn an unter Druck. Neuzugang Weiser sorgte dann mit einem herrlichen Distanzschuss für die verdiente Führung, nachdem die Situation aus Dortmunder Sicht schon geklärt schien.

Auch im Spiel nach vorne boten die Hausherren in den ersten 45 Minuten ihre bislang beste Saisonleistung und setzten die BVB-Defensive durch ein konzentriertes Pressing von Beginn an unter Druck. Neuzugang Weiser sorgte dann mit einem herrlichen Distanzschuss für die verdiente Führung, nachdem die Situation aus Dortmunder Sicht schon geklärt schien.

Den Westfalen, bei denen Mario Götze diesmal infolge einer Erkältung fehlte, fiel in der Folge nicht allzu viel ein. Und bei den wenigen guten Gelegenheiten des BVB war bei Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky Endstation: Der Finne entschärfte zunächst einen Schuss von Christian Pulisic (11.) und war anschließend (36.) bei einem platzierten Freistoß von Dortmunds Reus aus 20 Metern zur Stelle. Drei Minuten später nutzte Tah eine Verwirrung in der BVB-Hintermannschaft, die zuvor den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum befördern konnte.

Nach der Pause entwickelte sich vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Dortmund war vor dem Champions-League-Duell am Mittwoch mit AS Monaco deutlich aktiver, hatte aber Glück, dass Bayer durch Kevin Volland (54.) nur den Pfosten traf. Zuvor hatten bereits Reus für Dortmund und Brandt für Bayer jeweils eine gute Möglichkeit vergeben.

Bruun Larsen (65.), der überragende Reus (69.) und Edeljoker Paco Alcacer (85. und 90.+4) machten Dortmunds ersten Auswärtssieg seit dem vergangenen Februar perfekt. Zuvor hatten Mitchell Weiser (9.) und Jonathan Tah (39.) bis zur Pause für eine komfortable Führung der Gastgeber gesorgt. 

Der starke Hradecky bewies zudem in der 63. Minute gegen Larsen erneut seine Klasse, ehe er wenig später gegen gegen den BVB-Youngster machtlos war. Reus ebnete anschließend mit seinem vierten Saisontreffer sogar noch den Weg zum Erfolg, den der eingewechselte Paco Alcacer nach einer ersten Großchance (73.) letztlich mit einem “Doppelpack” perfekt machte.

“Es waren am Ende viele Emotionen. Das war super. Wir haben gut gespielt. Leverkusen hätte das 3:0 machen können. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit aber kontrolliert und gut Fußball gespielt. Die Tabellenführung ist sehr schön. Das ist ein guter Start”, sagte Favre bei Sky.

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Ausgelassen feierten die Stars von Borussia Dortmund um 20.30 Uhr die Tabellenführung mit den mitgereisten Fans. Für Kapitän Marco Reus hatte sich diese Spontan-Party knapp zwei Stunden vorher noch nicht unbedingt abgezeichnet.

Es wäre ein Statement-Sieg gewesen. Wäre! Denn Bayer Leverkusen legte nach holprigem Saisonstart beim Topspiel gegen Borussia Dortmund furios los, führt nach überlegener Vorstellung verdient mit 2:0 – und hätte das 3:0 nachlegen müssen. Am Ende aber stand ein 2:4 zu Buche – und zwar nach einer Leistungssteigerung der Gäste, die nun als neuer Tabellenführer von ganz oben grüßen.

Leverkusens Heiko Herrlich hatte mit seinem Team nach holprigem Saisonstart zuletzt mit zwei Ligasiegen in Folge für die ersten Punkte gesorgt. Für das Topspiel gegen den BVB nahm der Trainer im Vergleich zum 2:1 im rheinischen Duell mit Düsseldorf drei Wechsel vor: Weiser, Brandt und Alario rückten für Jedvaj, Bailey und Kiese Thelin (allesamt auf der Bank) rein.

Dortmunds Coach Lucien Favre beließ es indes nach dem 7:0-Kantersieg gegen Nürnberg, der nach zuvor recht harmlosen Offensivvorstellungen den Knoten löste, bei einer Veränderung: Lediglich Diallo (zurück nach Rotsperre) kam wieder zum Zug, Schmelzer (geschont und erst gar nicht im Kader) fehlte deswegen. Außerdem gehörte abermals auch Weltmeister Götze der westfälischen Truppe nicht an, der 26-Jährige war im Vorfeld grippal angeschlagen gewesen.

“Wir wollen auch dort gewinnen”, hatte Favre außerdem im Vorfeld verkündet. Taten ließen seine Schützlinge in der gesamten ersten Hälfte aber nicht folgen – ganz im Gegenteil: Die Schwarz-Gelben kamen gegen eine defensiv überragend stehende Bayer-Hintermannschaft spielerisch gar nicht zum Zug. Bis auf einen Reus-Freistoß kam sogar in 45 Minuten nichts Gefährliches auf das Tor von Hradecky (36.).

Ganz anders indes die Leistung einer sichtlich selbstbewussten Werkself: Weiser, Havertz, Brandt schoben immer wieder frech an, ließen den Ball laufen und schnürten die Gäste sogar hinten ein.

Auch zwei Treffer sollten sich die Hausherren vom Rhein ebenfalls verdienen – mitten drin dabei einmal mehr ein zur Zeit überragender Shooting-Star Havertz (19). Los ging es dabei in der 9. Minute: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld von Lars Bender ging es ganz schnell. Zunächst lässt Havertz einen Gegenspieler aussteigen, spielte dann links raus zu Alario. Der Stürmer legte zurück an den Strafraumrand – und von dort schloss Weiser perfekt links unten ein. Nach einer Ecke und etwas Tohuwabohu im BVB-Strafraum – Diallo & Co. konnten einfach den Ball nicht klären – spielte kurz vor der Pause Havertz quer für Tah. Der Innenverteidiger schoss humorlos zur 2:0-Halbzeitführung ein (39.).

Aus der Pause kam Dortmund indes mit Dahoud – und mit richtig Offensivdrang: Reus, Pulisic & Co. wirbelten nun deutlich besser vorne, überspielten auch mal die Bayer-Abwehr. Gute Chancen für Reus (48.) oder Bruun Larsen sprangen so heraus (52. und 62.).

Das war aber auch nur die halbe Wahrheit: Denn das mit mehr Risiko agierende Dortmund öffnete natürlich auch Räume für pfeilschnelle Bayer-Konter. Doch Brandt (starke Bürki-Parade, 50.), Alario (Pfosten, 54.) und Havertz (gute Bürki-Parade, 57.) ließen beste Möglichkeiten liegen.

Selbst die Chancen nicht genutzt, die Quittung kassiert. Ein altes Lied im Fußball – und eines, das sich auch Leverkusen anhören musste: Denn nach Reus-Abschluss aus spitzem Winkel, den nach Hradecky-Parade entweder Joker Paco Alcacer oder Bruun Larsen zum 1:2 über die Linie drückte (65.) und nach einem tollen Doppelpass zwischen Joker Sancho und Reus, an dessen Ende der deutsche Nationalspieler unter die Latte traf (69.), stand es plötzlich 2:2. Der Schock saß tief bei der Werkself, die im Anschluss nicht mehr so recht ins Spiel fand.

Doch damit war noch lange nicht Schluss: Die Hausherren wirkten angeschlagen, kamen kaum mehr ins Spiel – und fingen sich am Ende sogar noch weitere Gegentore ein. Zunächst bereitete Joker Paco Alcacer sein 3:2 mit einer beherzten Aktion selbst vor (85.), ehe der Spanier nach einer finalen Ecke der Leverkusener, die nichts einbrachte, auf und davon war und ins leerstehende Tor einschob (90.+4). Während Bayer damit ein 2:0, einen sichergeglaubten Sieg, aus der Hand gab, sprang der weiterhin ungeschlagene BVB mit diesem Dreier gar doch noch an die Tabellenspitze.

Leverkusen empfängt am Donnerstag (18.55 Uhr) AEK Larnaka in der Europa League – und will mit Sicherheit im Anschluss den dritten Bundesliga-Dreier erreichen, am Sonntag (13.30 Uhr) in Freiburg. Dortmund indes erwartet am Mittwoch (21 Uhr) die AS Monaco in der Champions League – und bekommt es am Samstag (15.30 Uhr) mit Augsburg zu tun.

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