Massenschlägerei vor BVB-Spiel
Reus macht für Dortmund den Unterschied
nNach viel Hin und Her ist die Stürmerfrage beim BVB endlich gelöst – zumindest vorerst. Der Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal wurde am Mittwoch finalisiert. Dafür wechselt der 24-jährige Belgier Michy Batshuayi bis zum Sommer auf Leihbasis vom FC Chelsea zum BVB. Eine feste Kaufoption bekommen die Dortmunder laut „Sky Sports“ nicht – aber durchaus die Möglichkeit, ein Angebot abzugeben, wenn Chelsea seinen Stürmer komplett ziehen lässt.

Mit Batshuayi holen die Dortmunder einen beidfüßigen und schnellen Stürmer, der seinem Vorgänger in erstaunlich vielen Dingen ähnelt – nicht nur was die Treffsicherheit angeht. Wie Aubameyang fährt auch Batshuayi einen extravaganten Lamborghini, in knalligem Orange. Beide teilen auch die Vorliebe für extravagante Kleidung, beim Jubel sind ebenfalls klare Parallelen zu erkennen: „Batshu“ führt gerne artistische Salti vor. Und während Aubameyang sich nach wichtigen Toren gerne mal in Spiderman verwandelt, wurde Batshuayi in England als Chelseas Batman bezeichnet, inklusive charmanter Fotomontagen.

Zudem ist die Balance im Kader nicht optimal. Zorc und Watzke haben erkannt, dass es an Führungspersonal mangelt. Gesucht werden Spieler, die sich nicht verstecken, wenn es schwierig wird. "Wir benötigen im Sommer eine Kader-Justierung", sagt Watzke, "je nach Verlauf der Rückrunde auch eine deutlichere." Der Verein benötige "zwingend noch zwei, drei Spieler, die extreme Siegermentalität ausstrahlen, die gierig sind und auch mal böse werden können". Zudem läuft auch der Vertrag mit Stöger aus. Es könnte also durchaus sein, dass das börsenorientierte Fußballunternehmen in wenigen Monaten auch noch einen Trainer suchen muss. Das Gesamtkonstrukt Borussia macht derzeit keinen wirklich gefestigten Eindruck. Viel eher gleicht der BVB trotz des Erfolgserlebnisses gegen Hamburg einer Baustelle.

Aufgewachsen ist Batshuayi in Brüssel-Molenbeek, bekannt und berüchtigt als trostlose Islamisten-Hochburg. Hier lebte und wirkte Hassan El Haski, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Madrid 2004, hier wurde der Bataclan-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen, von hier kamen auch Waffen für den Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“.

Die Stimmung in der gelben Wand erreichte erstmals orkanartige Lautstärke, als der Ball noch gar nicht rollte: "259 Tage mussten wir warten", brüllte Stadionsprecher Norbert Dickel in sein Mikrofon, "jetzt ist er wieder da: Marco Reus." Auf der weltweit größten Stehplatztribüne flippten sie kollektiv aus. Während der 90 Minuten gegen den Hamburger Sportverein wurde die Atmosphäre nur ähnlich explosiv, als die beiden Tore fielen und als Reus nach 70 Minuten seinen Arbeitstag beendete. Da erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen, um dem so schmerzlich vermissten Rückkehrer die Ehre zu erweisen. Nach dem Abpfiff teilte der Nationalspieler den wartenden Reportern mit einem breiten Grinsen mit, es sei "ein geiles Gefühl, wieder dabei zu sein".

Doch Molenbeek ist ebenso die Heimat vieler erfolgreicher Fußballer. Vincent Kompany ist hier aufgewachsen, heute Kapitän von Manchester City und der belgischen Nationalmannschaft und seit Kurzem auch Master of Business Administration. Auch Nationalstürmer Romelu Lukaku von Manchester United stammt aus Molenbeek. „Molenbeek ist ein Getto. Aber ein Getto mit unglaublichen Fußballern“, sagte einst der Nachwuchschef des RSC Anderlecht, Jean Kindermans. Batshuayi fühlte sich in Molenbeek wohl, spielte regelmäßig Fußball in den Parks – wenn auch auf etwas andere Weise als im Verein.

„Es gab natürlich keine Schiedsrichter. Wenn es Unstimmigkeiten gab, haben wir uns einfach geprügelt“, erinnerte er sich vor ein paar Jahren im Gespräch mit „So Foot“. Batshuayis Eltern stammen aus der Demokratischen Republik Kongo, einstige belgische Kolonie, kamen in den 1980er-Jahren nach Brüssel. Seine Zwillingsschwester Verlaine trat einst bei der Wahl zur Miss Belgien an.

Batshuayi war kein einfacher Jugendlicher. Der RSC Anderlecht schmiss ihn mit 14 Jahren aus Disziplinargründen raus, er hatte Schulprobleme, prügelte sich regelmäßig. „Ich war damals kein Engel, um es freundlich auszudrücken“, sagt er selbst. Bei Standard Lüttich bekam er eine zweite und auch dritte Chance. „Es war zum Haare raufen mit ihm. Er war sicher einer der kompliziertesten Spieler die wir jemals hatten. Er war immer total auf den Fußball fokussiert, der Rest lief aber nicht so“, erinnert sich Christophe Dessy, damals Leiter der Jugendakademie in Lüttich, bei TF1.

Um ihn zu erziehen, schickten die Trainer Batshuayi regelmäßig als Aushilfe zum Zeugwart. Er sollte den Rasen pflegen, Kabinen putzen. „Im Kern ist er ein guter Junge. Wir sind stolz auf ihn“, betont Dessy. Doch in der belgischen U21 gab es ebenfalls Ärger. 2013 wurde er auch hier suspendiert – weil er und ein Mitspieler sich am Abend vor einem Qualifikationsspiel Callgirls aufs Zimmer bestellt hatten, wie belgische Medien damals berichteten. Er bekam den Spitznamen „Belgischer Balotelli“.

Heute hat Batshuayi sich aber gebessert, trägt öfter ein verschmitztes Lächeln im Gesicht, scherzt gerne. Auch in der belgischen Nationalmannschaft ist er Stammgast. Ein bisschen Kind ist er trotzdem geblieben – zu seiner Zeit bei Olympique Marseille outete er sich als großer SpongeBob-Fan, trug einen großen Rucksack und selbst Unterhosen mit dem Konterfei des Schwamms. „Ich kann oft nicht so gut einschlafen, dann schaue ich abends Zeichentrickserien“, sagte er damals. Die gibt es ja zum Glück auch im deutschen TV.

Im Vorfeld des Bundesligaspiels zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV (2:0) sind in der Dortmunder Innenstadt am Samstag Fangruppen beider Lager aneinandergeraten.

Borussia Dortmund sucht nach einem Ersatz für Pierre-Emerick Aubameyang und hat diesen in Michy Batshuayi gefunden. Für den FC Chelsea war der Belgier meist Edeljoker.

Update Vor dem Duell zwischen dem BVB und Hamburg kommt es in der Dortmunder Innenstadt zu schweren Fan-Ausschreitungen. Fast 100 HSV-Anhänger werden festgesetzt.

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Artikel der Süddeutschen Zeitung lizenziert durch DIZ München GmbH. Weitere Lizenzierungen exklusiv über www.diz-muenchen.de
Reus macht für Dortmund den Unterschied
Reus macht für Dortmund den Unterschied

Mit Batshuayi holen die Dortmunder einen beidfüßigen und schnellen Stürmer, der seinem Vorgänger in erstaunlich vielen Dingen ähnelt – nicht nur was die Treffsicherheit angeht. Wie Aubameyang fährt auch Batshuayi einen extravaganten Lamborghini, in knalligem Orange. Beide teilen auch die Vorliebe für extravagante Kleidung, beim Jubel sind ebenfalls klare Parallelen zu erkennen: „Batshu“ führt gerne artistische Salti vor. Und während Aubameyang sich nach wichtigen Toren gerne mal in Spiderman verwandelt, wurde Batshuayi in England als Chelseas Batman bezeichnet, inklusive charmanter Fotomontagen.

Nach dem Spiel wurde ein Polizeibeamter durch einen Faustschlag am Auge verletzt, blieb aber dienstfähig. Nach Polizeiangaben wurden insgesamt 21 Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt.

Aufgewachsen ist Batshuayi in Brüssel-Molenbeek, bekannt und berüchtigt als trostlose Islamisten-Hochburg. Hier lebte und wirkte Hassan El Haski, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Madrid 2004, hier wurde der Bataclan-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen, von hier kamen auch Waffen für den Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“.

Die Polizei nahm die Personalien von 93 HSV-Problemfans auf und schickte diese noch vor Beginn der Begegnung auf die Heimreise. Es wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Dies teilte die Polizei Dortmund mit.

Molenbeek „Wir haben uns unsere eigene Hölle geschaffen“ Anzeige Doch Molenbeek ist ebenso die Heimat vieler erfolgreicher Fußballer. Vincent Kompany ist hier aufgewachsen, heute Kapitän von Manchester City und der belgischen Nationalmannschaft und seit Kurzem auch Master of Business Administration. Auch Nationalstürmer Romelu Lukaku von Manchester United stammt aus Molenbeek. „Molenbeek ist ein Getto. Aber ein Getto mit unglaublichen Fußballern“, sagte einst der Nachwuchschef des RSC Anderlecht, Jean Kindermans. Batshuayi fühlte sich in Molenbeek wohl, spielte regelmäßig Fußball in den Parks – wenn auch auf etwas andere Weise als im Verein.

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„Es gab natürlich keine Schiedsrichter. Wenn es Unstimmigkeiten gab, haben wir uns einfach geprügelt“, erinnerte er sich vor ein paar Jahren im Gespräch mit „So Foot“. Batshuayis Eltern stammen aus der Demokratischen Republik Kongo, einstige belgische Kolonie, kamen in den 1980er-Jahren nach Brüssel. Seine Zwillingsschwester Verlaine trat einst bei der Wahl zur Miss Belgien an.

Batshuayi war kein einfacher Jugendlicher. Der RSC Anderlecht schmiss ihn mit 14 Jahren aus Disziplinargründen raus, er hatte Schulprobleme, prügelte sich regelmäßig. „Ich war damals kein Engel, um es freundlich auszudrücken“, sagt er selbst. Bei Standard Lüttich bekam er eine zweite und auch dritte Chance. „Es war zum Haare raufen mit ihm. Er war sicher einer der kompliziertesten Spieler die wir jemals hatten. Er war immer total auf den Fußball fokussiert, der Rest lief aber nicht so“, erinnert sich Christophe Dessy, damals Leiter der Jugendakademie in Lüttich, bei TF1.

In Hoffenheim war die Stimmung vor dem Samstag-Spiel gegen Mainz nicht so gut. Während die Zukunft mancher Spieler noch ungeklärt ist (Demirbay) oder woanders liegt (Uth, Gnabry), steht nach den Dauer-Diskussionen um Trainer Nagelsmann jetzt auch noch Geschäftsführer Flick im Fokus – angeblich sogar vor dem Aus. Unruhige Zeiten im Kraichgau, und so war der 4:2-Heimsieg über den Südwest-Rivalen dementsprechend ein Stimmungsaufheller. Szalai (21 BL-Tore für Mainz zwischen 2010 und 2013) prägte das Spiel mit einem Doppelpack für die TSG. Berggreens Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 hatte bis zur 67. Minute Bestand. Dann trafen Kramaric (ebenfalls “Doppelpacker”) und Szalai vorübergehend zum 3:1 für Sieger Hoffenheim, das den Platz in der oberen Tabellenhälfte untermauerte. Mainz kam erneut durch Berggreen nur zum 2:3-Anschlusstor, kassierte in der Endphase einen Kramaric-Freistoß und bleibt Drittletzter.
Reus brilliert, die BVB-Probleme bleiben
Reus brilliert, die BVB-Probleme bleiben

Um ihn zu erziehen, schickten die Trainer Batshuayi regelmäßig als Aushilfe zum Zeugwart. Er sollte den Rasen pflegen, Kabinen putzen. „Im Kern ist er ein guter Junge. Wir sind stolz auf ihn“, betont Dessy. Doch in der belgischen U21 gab es ebenfalls Ärger. 2013 wurde er auch hier suspendiert – weil er und ein Mitspieler sich am Abend vor einem Qualifikationsspiel Callgirls aufs Zimmer bestellt hatten, wie belgische Medien damals berichteten. Er bekam den Spitznamen „Belgischer Balotelli“.

Heute hat Batshuayi sich aber gebessert, trägt öfter ein verschmitztes Lächeln im Gesicht, scherzt gerne. Auch in der belgischen Nationalmannschaft ist er Stammgast. Ein bisschen Kind ist er trotzdem geblieben – zu seiner Zeit bei Olympique Marseille outete er sich als großer SpongeBob-Fan, trug einen großen Rucksack und selbst Unterhosen mit dem Konterfei des Schwamms. „Ich kann oft nicht so gut einschlafen, dann schaue ich abends Zeichentrickserien“, sagte er damals. Die gibt es ja zum Glück auch im deutschen TV.

Einen Tag mehr hat Werder Bremen vor dem abschließenden Duell des Spieltags, die Norddeutschen waren bereits am Dienstag in Leverkusen dran, Wolfsburg unterlag am Mittwoch in einem intensiven Pokalspiel mit 0:1 gegen Schalke. Für beide ist es ein Spiel von immens hoher Bedeutung im Abstiegskampf. Bei einem Bremer Sieg würde Wolfsburg wieder mitten rein geraten, andersrum könnten die Wölfe Werder auf sieben Punkte distanzieren. Bremen hat durch den Last-Minute-Sieg auf Schalke frischen Mut getankt, da dürfte das Pokalaus nicht groß stören.

BVB nach biederem Sieg gegen den HSV: Die gute Nachricht heißt Reus

Marco Reus (links) ist wieder da, Neuzugang Michy Batshuayi trifft wieder. Bild: AP

120 kräftezehrende Minuten steckten Bayer Leverkusen nach dem Pokalfight gegen Bremen (4:2 n.V.) in den Beinen – und die Hertha wusste dies zu nutzen. Die Dardai-Elf siegte durch Treffer von Lazaro (1. Bundesliga-Tor) und Kalou mit 2:0 und gewann erstmals seit zehn Jahren wieder in der BayArena. Der Haupstadtklub darf somit wieder nach oben schielen, während Bayer einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitt und vor dem Abendspiel auf Platz fünf abrutschte.

Mehr als acht Monate war er verletzt. Nun ist der Nationalspieler wieder da und liefert gleich die Lichtblicke beim Sieg des BVB über Hamburg. Ein anderer Dortmunder hebt eindrucksvoll ab.

Einem Händedruck für seinen Freund Mario Götze folgte noch eine Umarmung, dann ging Marco Reus vom Feld. Der Kapitän von Borussia Dortmund wurde nach 71 Minuten mit viel Applaus verabschiedet. Der Beifall drückte zum einen die Freude über die Rückkehr aus, er war aber auch angemessen. Reus war gleich wieder die bestimmende Figur im Offensivspiel eines weiterhin biederen BVB, dem ein sehr mühevoller 2:0-Sieg über den HSV gelang. Der Hamburger Trainer Bernd Hollerbach musste damit die erste Niederlage nach zuvor zwei Unentschieden hinnehmen. Der Abstiegskandidat scheiterte abermals daran, zu selten gefährlich zum Torabschluss zu kommen. Dortmund gewann das zweite Spiel nacheinander und bleibt unter Trainer Peter Stöger ohne Niederlage in der Bundesliga. Spielerisch blieben aber viele Wünsche offen.

In Hoffenheim konnte Mainz die desolate Leistung im DFB-Pokal nicht wettmachen: Die TSG ging durch ein Tor von Adam Szalai verdient in Führung (27.). Der Ausgleich fiel nur 100 Sekunden später, als Emil Berggreen nach Daniel Brosinkskis Freistoßflanke per Kopf traf (28.). In der zweiten Hälfte machte Hoffenheim weiter Druck und erhöhte durch das zweite Tor von Szalai (27.) sowie durch einen Doppelpack von Andrej Kramaric (67., 74.). Im Anschluss konnte Hoffenheims Keeper Oliver Baumann zwar ein Eigentor von Serge Gnabry verhindern, nicht aber den Abstauber von Emil Berggreen (80.). Mainz bleibt damit auf Tabellenplatz 16.
Massenschlägerei vor Bundesliga-Spiel Dortmund gegen Hamburg
Massenschlägerei vor Bundesliga-Spiel Dortmund gegen Hamburg

Mehr als acht Monate waren vergangen, seitdem Marco Reus zuletzt in einem Wettkampf Fußball spielte. Am 27. Mai 2017 gewann er mit dem BVB den DFB-Pokal und damit den ersten Titel in seiner Karriere. Während des Endspiels zog er sich allerdings auch den Anriss des hinteren Kreuzbandes zu, der ihn wieder mal zu einer langen Pause zwang. „Wenn ein Junge dieser Qualität bereit ist, habe ich ihn gerne von Anfang an auf dem Platz. Er kann den Unterschied ausmachen“, sagte Stöger über das Comeback des Nationalspielers, der nach zwei verpassten Turnieren mit aller Macht bei der WM dabei sein möchte.

Hannover 96 hat sein Heimspiel gegen den SC Freiburg gewonnen. Die Gastgeber nutzten ihre starke Anfangsphase und gingen durch Waldemar Anton (28.) in Führung. Nach der Pause besorgte Felix Klaus (54.) das 2:0. Danach wurden die Niedersachsen nachlässig und Freiburg kam in der 88. Minute durch das Tor von Manuel Gulde noch mal ran. Es reichte aber nicht für mehr und so konnten sich die Breisgauer nicht weiter von den Abstiegsrängen absetzen. Hannover hingegen kann in Richtung der europäischen Plätze schauen.

Am Samstag waren gerade 50 Sekunden gespielt, als Reus zum ersten Mal auffiel. Nach seinem Steilpass kam André Schürrle zum Schuss, der am vergangenen Spieltag beim 3:2-Sieg in Köln den entscheidenden Treffer erzielt hatte. Zwei Verteidiger blockten den Ball ab. Die Fans des BVB mussten zur Pause ernüchtert feststellen, dass sie die rasanteste Szene ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit damit schon ganz am Anfang gesehen hatten. Den Dortmundern fehlte es wieder mal an Tempo und Präzision im Offensivspiel. Gab es lichte Momente, war stets Reus beteiligt.

Der Hamburger SV, bei dem Gideon Jung den gesperrten Kyriakos Papadopoulos in der Mitte der Dreierkette ersetzte, zeigte eine stabile Abwehrleistung und suchte auch den Weg nach vorne. Die Abwehr des BVB bekam vor allem dann Probleme, wenn Filip Kostic mit Tempo auf sie zudribbelte. Manuel Akanji, der vom FC Basel in der Wintertransferperiode geholt worden war und erstmals in der Startelf stand, machte allerdings einen guten Eindruck als BVB-Innenverteidiger neben Ömer Toprak. Die Probleme lagen außen bei Lukasz Piszczek und Jeremy Toljan, die auch nach vorne Schwächen zeigten. Auf dem Weg in die Kabine gab es Pfiffe für den harmlosen BVB, der nur eines der vorangegangenen sieben Heimspiele in der Bundesliga gewonnen hatte.

Dortmund verstärkt Hamburger Krise

Vier Minuten nach der Pause hellte sich die Stimmung bei der Borussia allerdings auf. Michy Batshuayi grätschte in einen missratenen Schuss von Christian Pulisic und erzielte mit seinem schon dritten Tor im zweiten Spiel das 1:0. Wie angekündigt, feierte er den Treffer vor der Südtribüne mit einem sauber gestandenen Salto. Reus wirkte auch mit fortschreitender Spielzeit immer noch spritzig und ideenreich. Schürrle erhielt von ihm eine zweite gute Chance serviert, dieses Mal wehrte der Hamburger Torwart Christian Mathenia ab (63.). Im Nachschuss vergaben Mahmoud Dahoud, der für den angeschlagenen Shinji Kagawa eingewechselt worden war, und Pulisic, der seit Wochen in einem Tief steckt.

Hollerbach versuchte, mit personellen Wechseln Schwung in die Offensive zu bringen. Aber das Bemühen war vergebens, die Chancen blieben aus. Dortmund erzielte durch Götze in der Nachspielzeit noch das 2:0. Der Tabellensiebzehnte reiste ohne Punkt nach Hause, auch wenn die Dortmunder außer Marco Reus kaum etwas zu bieten hatten.

Beim 2:0-Erfolg vor heimischer Kulisse drückt Marco Reus dem Dortmunder Spiel nach langer Verletzung gleich seinen Stempel auf. Der HSV hadert unterdessen mit der Pleite.

BVB: Die große Leichtigkeit fehlte bei der Reus-Rückkehr

Real Madrid – Real Sociedad : Ronaldo macht mit drei Treffern den Unterschied

Beim 5:2 gegen Real Sociedad haben die Königlichen keine Probleme. Cristiano Ronaldo trifft gleich dreimal, Toni Kroos und Lucas Vazquez vollenden den Torreigen.

Der Trainer fehlt beim Topspiel. Und die Münchner tun sich gegen mutige Schalker schwer. Am Ende gelingt doch ein Sieg – weil Lewandowski ein besonderes Tor erzielt und Müller seine Schlitzohrigkeit beweist.

Feierlaune bei den deutschen Olympia-Sportlern in Pyeongchang. Skispringer Andreas Wellinger freute sich über die am Samstag „erflogene“ Goldmedaille. Bereits Biathletin Laura Dahlmeier hatte Gold geholt.

Koalitionsverhandlungen : Schulz drohte mit Abbruch, Seehofer mit Rückzug

BVB siegt mit Reus, Bayer patzt gegen Berlin

Jim Rogers : „Der nächste Kurssturz wird der schlimmste unseres Lebens“

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Mehr als acht Monate war er verletzt. Nun ist der Nationalspieler wieder da und liefert gleich die Lichtblicke beim Sieg des BVB über Hamburg. Ein anderer Dortmunder hebt eindrucksvoll ab.