Deutliche Darmstadt-Pleite in Dresden
Mit Rückenwind: Dynamo Dresden ist auf Erfolgskurs
Wichtiger Dreier für Dynamo. Nach der Pleite unter der Woche gegen den HSV (0:1) feiert Dresden ein klares 4:1 gegen Darmstadt. Der entscheidende Mann: Ex-Hertha-Profi Patrick Ebert (31), der das 2:1 selbst erzielt (54.) und vor dem 3:1 einen wichtigen Zweikampf gewinnt und so den Treffer einleitet. Das Tor schießt dann etwas glücklich Philip Heise (60.). Den Schlusspunkt macht Moussa Koné (90.+1).

Darmstadt kann nur die zwischenzeitliche Führung durch Dresdens Koné (3., Foulelfmeter) dank Marcel Heller (18.) ausgleichen. Der zweite Sieg im dritten Spiel für Trainer Maik Walpurgis (44).

Nur mit einem Foul weiß sich Marcel Franke (rechts) in dieser Szene gegen Dresdens Moussa Koné zu helfen. Koné steuerte am Samstag zwei Treffer zum 4:1-Sieg von Dresden bei. Foto: dpa

Der VfL hätte Tabellenführer werden können – zumindest bis zu den Sonntagsspielen. Das Team von Trainer Robin Dutt spielt bei Holstein Kiel aber nur 2:2.

Marcel Heller und Marcel Franke redeten nicht lange um den heißen Brei herum: Die Lilien-Spieler gaben zu, dass Dynamo Dresden nicht nur wegen glücklicher Treffer gewonnen hatte.

Union patzt, Dynamo siegt

Lukas Hinterseer (38.) und Tom Weilandt (65.) treffen für den VfL. Ein Eigentor von Danilo (57.) sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Den verdienten Endstand schafft Serra in der Nachspielzeit (90.+1).

Vier Tage nach dem 0:1 im Nachholspiel der 2. Fußball-Bundesliga in Dresden gegen den Hamburger SV brachte Moussa Koné die Gastgeber per Foulelfmeter in der dritten Minute in Führung. Vor 26 530 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erhöhten Patrick Ebert (54.) und Philip Heise (60.), ehe in der Nachspielzeit erneut Koné (90.+1) traf.Der zwischenzeitige Ausgleich war Marcel Heller (18.) gelungen. Für die Darmstädter von Trainer Dirk Schuster war es saisonübergreifend die zweite Niederlage in 18 Spielen. In der Tabelle verbesserte sich Dynamo mit neun Punkten ins vordere Mittelfeld. Die Südhessen holten bisher einen Zähler mehr aus sechs Spielen.Es dauerte nur zwei Minuten, bis Philip Heise im Darmstädter Strafraum gefoult wurde und Koné den Elfmeter verwandelte. Nach dem SV-Ausgleich verflachte die Partie etwas. Nach der Halbzeitpause startete Dynamo ähnlich schwungvoll und sorgte mit den beiden Toren bis zur 60. Minute für die Vorentscheidung.Union Berlin verpasst Sprung in die Top drei der 2. Liga Union Berlin hat den Sprung in die Top drei der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer kam am Samstag trotz einer Führung nicht über ein 1:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld hinaus. Die noch ungeschlagenen Berliner gingen vor 18 114 Zuschauern in der Bielefelder Arena kurz vor der Pause durch den Olympia-Zweiten Grischa Prömel in Führung (44. Minute). Andreas Voglsammer gelang nach einer Bielefelder Leistungssteigerung im zweiten Durchgang der Ausgleich (65.).Bielefeld liegt mit neun Zählern im Tabellenmittelfeld, Union mit einem Punkt mehr vorerst in der dichten Spitzengruppe. Die Gastgeber hatten den besseren Start in einem an Höhepunkten armen Spiel. Aber Union übernahm dann die Kontrolle und ging auch zurecht in Führung. Dabei bediente Cedric Brunner Prömel, der den Ball einschoss. Bielefeld übernahm nach dem Wechsel das Kommando und belohnte sich mit dem Ausgleich, Voglsammer traf per Kopfball. dpa

Die Berliner gehen dank eines Treffers von Prömel und eines vorausgehenden Fehlers von Bielefelds Brunner in Führung (44.). Der Armine macht seinen Fehler aber wieder gut, indem er beim Ausgleich auf den Schädel von Voglsammer flankt (65.).

Torschütze Grischa Prömel (23) bei Sky: Bielefeld bekommt nicht allzu viele Chancen und macht dann das Tor. Bei meinem Treffer habe ich darauf spekuliert, da haben sich die weiten Wege in den letzten Spielen bezahlt gemacht.

Der 1. FC Union weist damit in dieser Saison zwei Siege und vier Unentschieden auf. Saisonübergreifend haben die Berliner sogar neun Pflichtspiele nicht verloren.

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Innerhalb von zwei Wochen hat Maik Walpurgis die Schwarz-Gelben auf Kurs gebracht. Mit zwei Siegen aus drei Spielen im Rücken geht die Mannschaft jetzt in die englische Woche.

In nicht mal zwei Wochen hat Maik Walpurgis der SG Dynamo Dresden eine Erfolgskur verpasst. So wie es sich im Moment anfühlt, ist es gut, sagte Kapitän Marco Hartmann nach dem 4:1 der Sachsen gegen den SV Darmstadt 98 am Samstag vor heimischer Kulisse. Es war der zweite Sieg im dritten Spiel unter dem neuen Trainer. Wir haben sehr viel Theorie, diese in die Praxis umzusetzen, bedarf intensiver Vorbereitung. Das machen wir vielleicht besser als im letzten Jahr, erklärte Hartmann.

Beeindruckend war vor allem die die Art und Weise, wie die Mannschaft von Walpurgis trotz der Anstrengung von drei Spielen in acht Tagen aufgetreten war. Im zweiten Durchgang konnten die Sachsen noch mal zulegen und zeigten die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor, die sie vier Tage zuvor bei der knappen Niederlage gegen den Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga vermissen ließen.

Dresden scheint gefestigt, nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Das erstaunt etwas, denn Training ist aufgrund der Spiel-Belastung kaum möglich, die Regeneration steht Tag für Tag im Mittelpunkt des Trainings-Alltags. Jeder Spieler will gewinnen, egal ob Englische Woche. Wir werden von Spiel zu Spiel besser und setzen einfach das um, was der Trainer will. Und deswegen klappt das auch alles, erklärte Aias Aosman.

Der 23 Jahre alte Deutsch-Syrer steht sinnbildlich für den Aufschwung unter Walpurgis, weil er die entscheidenden Prozentpunkte aus der Mannschaft herauskitzelt. Deswegen können die Sachsen nun mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die zweite Englische Woche starten.

Leichter wird die nicht, denn im VfL Bochum und in der SpVgg Greuther Fürth warten zwei weitere schwere Gegner. Wenn du als Mannschaft immer wieder gegen Widerstände angehen musste, dann kannst du entweder aufgeben oder du setzt dich durch. Das wird uns vor allem in der zweiten Liga jede Woche begegnen. Wir brauchen als Mannschaft die richtige Einstellung und den richtigen Geist, sagte Walpurgis und lebt es vor. Zeit um seinen ersten Heimsieg gehörig zu feiern, blieb dem Nachfolger von Uwe Neuhaus nicht. Zuerst müssen die eigene Partie und der kommende Gegner analysiert werden.

Zwei Tage haben er seine Mannschaft zur Vorbereitung auf das Spiel gegen Bochum. Dabei würden ihm der Teamgeist und eine klare Führungshierarchie in der Mannschaft helfen, sagte er und stellte klar: Die zweite Liga ist brutal, Kleinigkeiten werden entscheidend sein. Da nehmen wir jeden in die Pflicht und ich bin mir sicher, dass jeder in diesem Kader alles dafür tun wird.