Holstein Kiel - Darmstadt 98: Ruhiger Einsatzverlauf einer ereignisreichen ...
Kinsombis Schlusspunkt nach wildem Ritt in Kiel
Mit nur einem Sieg in den letzten sechs Partien sind die Kieler in die zweite Tabellenhälfte abgerutscht. Die seit drei Begegnungen sieglosen Darmstädter haben ihre vergangenen beiden Spiele verloren. 

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Die auf einer Position veränderten Lilien – Sandro Sirigu startete für Joevin Jones – wurden danach stärker, vor allem Marcel Heller agierte auffälliger. Sein Torschuss wurde mit der Hand abgewehrt, Tobias Kempe verwandelte sicher (29.). Der nächste Rückschlag folgte jedoch im Gegenzug, Kiel stellte durch Janni Serra den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (31.). Die Partie blieb weiterhin temporeich und spannend, Kempe kam per Kopf nach Heller-Flanke erneut zum Anschluss (39.). Serdar Dursun hätte vor dem Pausenpfiff gar noch ausgleichen können, doch er vergab kläglich (42.).

Holstein Kiel hat sich zum Auftakt des 8. Spieltages in einem vor allem in der ersten Hälfte spektakulären Spiel gegen den SV Darmstadt 98 mit 4:2 durchgesetzt. Die Störche zeigten sich vor dem Tor sehr effizient und ließen in Unterzahl letztlich nichts anbrennen. Darmstadt hingegen verkürzte zwar zweimal, verlor aber zum dritten Mal in Folge.

Kiels Trainer Tim Walter musste im Vergleich zur bitteren 0:2-Pleite bei Union Berlin eine Änderung vornehmen: Honsak fehlte mit einem Armbruch, für ihn feierte Girth sein Startelfdebüt.

Der zweite Durchgang startete mit einem Paukenschlag, Holstein-Außenverteidiger Jannik Dehm sah die Ampelkarte (51.) und weckte Hoffnungen bei den Lilien. Die Darmstädter taten sich in Überzahl aber sehr schwer, gegen geschickt verteidigende Kieler weitere Chancen zu kreieren. Im Gegenteil: Die Störche zeigten eine reife Leistung und entschieden die Begegnung nach einem schönen Spielzug durch David Kinsombi (70.). Nach elf Gegentoren in den vergangenen vier Partien müssen die Lilien ab sofort den Blick nach unten richten.

Auch Darmstadts Coach Dirk Schuster veränderte seine Startelf gegenüber der späten 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld auf einer Position: Sirigu kam für Jones (Bank) in die Mannschaft.

Kiel war von Beginn an die aktivere Mannschaft und ging direkt mit dem ersten Schuss aufs Tor in Führung: Nach einer Ecke wehrte Heuer Fernandes einen Kopfball von Serra genau vor die Füße von Girth ab, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie stocherte (12.). Darmstadt tat sich im Spiel nach vorne zunächst schwer und hatte erst nach 22 Minuten eine erste gute Chance: Dursun bediente Wurtz, der die Kugel aber knapp neben den Kasten setzte (22.).

Vor 8.527 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine wilde Partie im Holstein-Stadion. Die Gastgeber gingen frühzeitig durch Treffer von Benjamin Girth (12.) und Lukas Mühling (23.) mit 2:0 in Führung.

Im Gegenzug schlug erneut Kiel zu. Serra leitete im Sechzehner auf Mühling weiter, der den Ball aus spitzem Winkel über Heuer Fernandes hinweg zum 2:0 für die Störche ins lange Ecke hob (23.). Der Vorsprung hielt jedoch nicht lange. Dehm bekam im Sechzehner einen Schuss von Heller an den Oberarm, Schiedsrichter Timo Gerach zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kempe sicher zum 1:2 (29.). Nur drei Minuten später zappelte der Ball allerdings erneut im Netz der Lilien: Lee flankte von der Grundlinie auf Serra, der sich gegen Sulu durchsetzte und zum 3:1 einköpfte.

Erneut bewies Darmstadt aber Moral und kam noch vor der Pause wieder auf einen Treffer heran. Hellers Hereingabe landete bei Kempe, der am Elfmeterpunkt ungestört zum 2:3 einnicken konnte (39.). Kurz vor der Pause wäre den Gästen fast der Ausgleich gelungen, Dursun schloss allein vor Kronholm jedoch überhastet ab (42.).

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hat. Janni Serra scheiterte nach einer Flanke von Jannik Dehm knapp mit dem Kopf. Eine Minute später verzog KSV-Kapitän Kinsombi einen Schuss knapp. In der 51. Minute dann die Gelb-Rote Karte für Jannik Dehm, der Fabian Holland kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall brachte. Holstein-Coach Tim Walter reagierte und brachte Patrick Herrmann für Mittelstürmer Benjamin Girth. Darmstadt entwickelte nach dem Platzverweis mächtig Druck, ohne jedoch das Tor von Kenneth Kronholm ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der 70. Spielminute dann das 4:2 in Unterzahl. David Kinsombi traf für die Störche.

Darmstadt kam schwungvoll aus der Kabine, die erste Chance nach der Pause bot sich jedoch Kiel: Kinsombi kam nach einer Ecke zum Abschluss, verzog aber (50.). Kurz darauf waren die Störche nur noch zu zehnt: Der bereits verwarnte Dehm ließ gegen Holland das Bein stehen und musste mit Gelb-Rot vom Platz (51.). Damit mussten die Störche fast die komplette zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten. Auf dem Platz ergab sich damit ein deutlich verändertes Bild: Darmstadt drückte nun, Kiel zog sich zunächst zurück.

Vor 8527 Zuschauern im Holstein-Stadion schlägt Holstein Kiel am Freitagabend die Lilien aus Darmstadt mit 4:2. Die Treffer für die Störche erzielten Benjamin Girth (12.), Alexander Mühling (23.), Janni Serra (32.) und David Kinsombi (70.). Die Tore für die Lilien besorgte Tobias Kempe (HE, 29.,39.).

Mit der Überzahl konnten die Gäste jedoch wenig anfangen, im Spiel nach vorne leisteten sich die Lilien immer wieder Ungenauigkeiten. Die Störche verteidigten hingegen clever – und legten gar ein viertes Tor nach: Kinsombi spielte Doppelpass mit Mühling und wuchtete den Ball ins kurze Eck zum 4:2 für Kiel (70.). Dieser Rückschlag war einer zu viel für Darmstadt, denn von diesem erholten sich die Gäste nicht mehr. Bis auf einen Kopfball von Dursun (82.) kamen die Lilien nicht mehr gefährlich in Tornähe und mussten die Heimreise damit ohne Punkte antreten.

Benjamin Girth, Alexander Mühling, Janni Serra und David Kinsombi treffen für die Störche. Gelb/Rot für Jannik Dehm.

Kiel feierte am Ende nach zuvor drei Spielen ohne Sieg (0/1/2) wieder einen Dreier und gastiert am kommenden Samstag (13 Uhr) bei Erzgebirge Aue. Darmstadt verlor derweil zum dritten Mal in Folge und empfängt am Freitag (18.30 Uhr) den Hamburger SV.

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