Niederlage im Kellerduell: Cottbus unterliegt in Zwickau mit 1:2 - rbb|24
Trotz Lauberbachs Treffer wird es nochmal spannend
Diese Niederlage tut besonders weh: Im Duell der abstiegsbedrohten Drittligisten unterlag Energie Cottbus beim FSV Zwickau mit 1:2. Für die Lausitzer ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.  

Eigentlich liegen dem FC Energie Cottbus Gegner aus dem Osten. Von sechs Ost-Derbys haben die Lausitzer in dieser Saison bereits fünf gewonnen. Da sollte es ihnen gerade recht sein, dass der Gegner in dieser wichtigen Phase um den Klassenerhalt FSV Zwickau hieß. Doch das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz unterlag den Sachsen am Montagabend mit 1:2 (0:1) – und muss weiter um den Verbleib in der 3. Liga bangen.

José-Junior Matuwila (Energie Cottbus): Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir konnten unsere fußballerischen Qualitäten nicht auf den Platz bringen. Wir haben uns das Spiel der Zwickauer mit langen Bällen aufzwingen lassen. In der 2. Halbzeit hat es besser geklappt. Zwickauer war effizienter. Dass der Schiri in der Nachspielzeit so früh abgepfiffen hat, war abenteuerlich.

In Zwickau fühlte sich die erste Viertelstunde für die Cottbuser an wie ein Heimspiel. Weil die Fans der Sachsen gegen die Montagsspiele protestierten, waren ausschließlich die Energie-Anhänger zu hören. Das schien auch bei der Mannschaft anzukommen, denn gleich zu Beginn der Partie hatten die Gäste die erste gefährliche Aktion. Nach einer Flanke in den Strafraum lauerte bereits Streli Mamba vor dem Tor, doch Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies konnte vor ihm klären.

Den zwei abstiegsbedrohten Teams war deutlich anzumerken, dass ihnen die Bedeutung dieser Partie bewusst war. Durch viele Fehlpässe und aggressiv geführte Zweikämpfe fand das Spiel in der ersten Halbzeit überwiegend im Mittelfeld statt. Und so verwundert es kaum, dass es eine Standardsituation für den ersten Treffer brauchte. Nach einer Ecke köpfte Toni Wachsmuth (39.) den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für Zwickau ein.

Toni Wachsmuth (Kapitän FSV Zwickau): Der Sieg war ungemein wichtig, wir haben alle die Tabelle gesehen vor dem Spiel. Cottbus war spielerisch überlegen und wir waren brutal effektiv, haben in den entscheidenden Situationen zugeschlagen. Ich glaube, das man das 1:0 nicht abpfeifen muss, weil ich Rauhut nicht behindere.

Energie-Keeper Rauhut war danach außer sich vor Wut und monierte den Armeinsatz des Zwickauers gegen ihn. Schiedsrichter Julius Zorn bewertete die Aktion aber als fair und zeigte stattdessen dem Torwart die gelbe Karte.

Nils Miatke (FSV Zwickau): Cottbus ist trotzdem nicht weg. Es sind noch acht Spiele zu absolvieren. Unser Plus waren die Standardsituationen. Das trainieren wir, heute hat es mal wieder geklappt. Nach dem 2:0 haben wir uns das Leben allerdings selbst schwer gemacht. Da hatte Cottbus richtig gute Chancen.

In der zweiten Halbzeit vergab Streli Mamba (63./64.) zunächst gleich zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Trainer Claus-Dieter Wollitz tobte an der Seitenlinie. Und seine Laune wurde nicht besser: Nach einem Freistoß erhöhte Lion Lauberbach (69.) mit einem traumhaften Schuss aus 18 Metern auf 2:0 und ließ dabei Energie-Keeper Kevin Rauhut keine Chance.

Jürgen Gjasula (Energie Cottbus): Ich habe noch nie in meiner gesamten Karriere so einen arroganten Schiedsrichter gesehen. Aber ich will es nicht auf den Schiri schieben. Wir hatten die klar besseren Möglichkeiten. Wir müssen einfach Tore schießen. Und wir haben wieder sehr dumme Gegentore kassiert.

Die nächste Niederlage schien besiegelt. Doch vor allem in der letzten Viertelstunde ist das Team von Wollitz traditionell treffsicher. Der eingewechselte Ex-Zwickauer Felix Geisler scheiterte zunächst noch. Er tauchte allein vor Torwart Brinkies auf, schoss den Ball jedoch links am Pfosten vorbei. Wenig später durften die mitgereisten Cottbuser Fans aber doch noch jubeln. Nach einer Ecke lenkte Kevin Weidlich (89.) den Ball per Kopf ins Tor. Mehr als der Anschlusstreffer war an diesem Abend aber nicht mehr drin für die Lausitzer, die damit auf dem 18. Tabellenplatz bleiben.

Frank Eulberg (Co-Trainer Energie Cottbus): Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir wussten, dass sich Zwickau nur über lange Bälle und Standards definiert und dort gefährlich ist. Da haben wir zu viel zugelassen.

"Wir hatten genug klare Chancen", analysierte Trainer Wollitz selbstkritisch. "Das 1:0 dürfen wir so nicht kriegen. Wir haben zu viele Chancen liegen lassen und zwei dumme Gegentore bekommen", urteilte der 53-Jährige.

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Auch sein Stürmer Dimitar Rangelov haderte mit der knappen Niederlage. "Die bessere Mannschaft hat heute verloren", fand er und ergänzte: "Am Ende müssen wir das schnellstmöglich vergessen und uns auf das nächste Heimspiel konzentrieren, denn wir brauchen die Punkte." Schon am kommenden Samstag (14 Uhr)  wartet mit dem Duell gegen Fortuna Köln das nächste wegweisende Spiel um den Klassenerhalt auf die Lausitzer.

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Nach dem Wechsel vergibt Streli Mamba die Riesenchance zum Ausgleich (64.), dann hämmert Lion Lauberbach die Kugel volley zum 2:0 ins Netz – ein Traumtor des Stürmers, der damit für die Entscheidung sorgt. Weidlichs 2:1 (89.) kommt zu spät.

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Cottbus Trainer Claus-Dieter Wollitz veränderte seine erste Elf im Vergleich zum 0:0 im Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching ebenfalls auf zwei Positionen: Anstelle von Geisler und Freitas (beide Bank) starteten Viteritti und Rangelov.

Beide Teams wussten offensichtlich um die Bedeutung der Partie und lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch. Reinhardt hatte die erste Chance für die Hausherren (7., geblockt), Viterittis Schlenzer ging auf der Gegenseite über den Kasten (12.). Dann erarbeiteten sich die Hausherren mehr vom Spiel und verzeichneten entsprechend ein kleines Chancenplus: Lauberbach konnte eine Kopfballablage von Frick nicht nutzen (20.), Königs Schuss nach einer cleveren Freistoßvariante wurde geblockt (24.). Den Aufschwung der Hausherren belohnte schließlich Wachsmuth in der 39. Minute: Nach einer Miatke-Ecke tauchte der Verteidiger frei vor dem Tor auf und lenkte die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen.

3. Liga, 30. Spieltag F. Köln – Aalen 1:1 (0:0)   Jena – Uerdingen 0:0 (0:0)   TSV 1860 – Meppen 1:0 (1:0)   Karlsruhe – Rostock 1:1 (1:0)   Münster – Haching 3:0 (1:0)   Halle – Wehen 1:4 (0:2)   Großaspach – Würzburg 2:1 (0:0)   Klautern – Osnabrück 1:3 (0:2)   Lotte – Braunschweig 0:1 (0:0)   Zwickau – Cottbus 2:1 (1:0) Die aktuelle Tabelle Nach dem Seitenwechsel versuchte Cottbus, das mehrmals und teils vehement mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Justus Zorn haderte, zurück in die Partie zu finden. Die erste Möglichkeit hatten aber wieder die Gastgeber: Reinhardt visierte das Tor mit einem Aufsetzer an, schoss aber daneben (49.). In der Folge taten sich beide Mannschaften schwer, in Abschlussposition zu kommen, auch weil beide Abwehrreihen konzentriert verteidigten. Mamba hatte nach rund einer Stunde den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Brinkies (63.). Eine Minute schoss er links am Kasten vorbei (64.).

Vier Minuten später lag der Ball im Netz – allerdings erneut im Cottbuser Kasten. König legte einen weiten Pass nach vorne per Kopf ab. Lauberbach ließ die Kugel kurz aufprallen und versenkte sie dann mit einem Volleyschuss im Tor – sein erster Saisontreffer (68.).

Cottbus wirkte zunächst geschockt. Der FSV zog sich weit zurück, stand aber um den Strafraum kompakt. Allerdings hielten die Sachsen dem zunehmenden Druck der Gäste kurz vor Schluss nicht mehr Stand: Mamba (84.) und Geisler (86.) ließen Großchancen aus, dann traf Weidlich per Kopfball zum Anschlusstor (89.). Danach ging es hektisch zur Sache – der Ausgleich fiel aber nicht mehr.

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