FC Energie Cottbus trifft am 25. März 2019 auf FSV Zwickau - Märkischer Bote
Keine FCE-Spionage beim Test von Zwickau
Im Montagsspiel beim FSV Zwickau geht es für Energie Cottbus weiter gegen den Abstieg. Trainer Wollitz gibt sich kämpferisch, weiß aber auch um die Stärke des Gegners. Nötigen Schwung könnten zwei neue Optionen im Kader bringen. Von Andreas Friebel

Vor Fußball-Drittligist Energie Cottbus liegt jetzt eine entscheidende Saisonphase. Nachdem sich die Lausitzer wieder an die Nichtabstiegsplätze herangekämpft haben – es fehlt nur noch ein Punkt zu Rang 16 – folgen jetzt drei Partien gegen Mannschaften aus der Abstiegszone. Spiel eins gibt es am Montagabend (Anpfiff 19 Uhr) in Zwickau.

Weiter in die Zukunft blicken wollte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz bei der Pressekonferenz am Freitagmittag noch nicht. "Ich rede nur über das nächste Spiel. Und das ist am Montag in Zwickau", so der Cottbuser Coach. Und auch auf die Frage, ob dies jetzt ein Endspiel sei, bemerkte Wollitz nur, dass "es für uns Endspiel Nummer 30 ist. Seit dem ersten Spieltag kämpfen wir gegen den Abstieg."

Es scheint fast so, als ob Wollitz ein wenig Druck von der Mannschaft nehmen will. Denn natürlich ist vor diesem Kellerduell beim Tabellen-15. klar, dass Cottbus nicht verlieren darf, sogar gewinnen muss, um punktemäßig mit dem FSV Zwickau gleichzuziehen. "Klar würde uns ein Sieg weiter bringen als ein anderes Ergebnis. Aber der Weg zum Klassenerhalt ist trotzdem noch sehr lang", betont Wollitz.

Dass die Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der dritten Liga zuletzt wieder gestiegen ist, zeigt die Punkteausbeute im Monat März: In fünf Spielen wurden acht Zähler gesammelt. Ein Wert, den nicht viele Mannschaften im Abstiegskampf aufweisen können. Zwickau kam auf fünf Punkte. Die beiden nächsten Energie-Gegner Köln und Jena kamen in dieser Zeit auf acht, beziehungsweise zwei Zähler. "Die Konkurrenten punkten derzeit nicht außergewöhnlich gut, wir immerhin regelmäßig", sagt Wollitz.

Auffällig bei den Zwickauern ist die Tatsache, dass sie wenig konstant auftreten. Gute und schlechte Spiele wechseln sich ab. Dem Heimerfolg über Uerdingen (2:0) folgte ein schwaches 1:1 in Aalen. "Trotzdem machen sie das bisher sehr gut für ihre Verhältnisse. Sie haben viele erfahrene Spieler in ihren Reihen und sind Mentalitätsmonster", beschrieb Claus-Dieter Wollitz am Freitag den kommenden Gegner.

Nach einer kurzen Pause kehrt gegen die Sachsen Fabio Viteritti in den Kader zurück. Er klagte zuletzt über Adduktorenprobleme. "Fabio kann mit einer Aktion dem Spiel eine neue Richtung geben." Vielleicht rutscht auch Tim Kruse in den Kader. Nach einem Achillessehnenanriss fehlte der Routinier monatelang. Ein Ende seiner sportlichen Karriere stand im Raum. Inzwischen ist der 36-Jährige wieder im Mannschaftstraining. Ob er als Art Überraschungsgast sein Comeback gegen Zwickau gibt, wollte Wollitz weder bestätigen noch dementieren. "Er wird noch seine Einsätze bekommen", so die knappe Antwort des Trainers, der mit seiner Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison ein Montagabendspiel bestreitet.

Zuletzt gab es bei den Montagsspielen in der 3. Liga immer wieder Proteste gegen solche Terminierungen. "Wenn wir wenigstens richtig viel Fernsehgeld für diese unlukrative Anstoßzeit bekommen würden, würde ich in den sauren Apfel beißen", sagt Wollitz. "Aber das ist ja nicht der Fall." Er weist aber auch darauf hin, dass es unter Flutlicht für die Lausitzer zuletzt nicht so schlecht lief. Am Mittwoch gab es ein 0:0 in Unterhaching und ein paar Tage zuvor einen 3:2-Auswärtssieg in Halle.

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Großer Jubel bei Alba: Die Berliner haben in der Basketball-Festung Andorra gewonnen und stehen zum zweiten Mal nach 2010 im Finale des Eurocups. Die Albatrosse lagen teils deutlich in Führung – am Ende wurde es aber noch einmal ganz eng.

Es wird eng für die Eisbären Berlin: Spiel vier im Playoff-Viertelfinale haben sie deutlich gegen München verloren. Bereits der Start in die Partie missglückte völlig. In der Serie liegen sie nun mit 1:3 zurück – und stehen damit am Sonntag auswärts mit dem Rücken zur Wand.

Darts zieht mittlerweile viele tausend Zuschauer in die größten Hallen Europas. Gerade in England genießt der Sport große Popularität, doch auch in Deutschland wächst das Interesse. Am Donnerstag war die Premier League Darts zu Gast in Berlin.

Während sich Energie Cottbus nach dem 0:0 im Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching möglichst schnell erholen will, bestreitet der nächste Gegner an diesem Donnerstag ein Benefizspiel. Der FSV Zwickau trifft auf den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Beim Aufgalopp für die Partie gegen den FCE hofft man in Westsachen auf eine möglichst große Einnahme. Im Vorfeld des Mönchengladbach-Spiels (Beginn um 18.30 Uhr) waren allerdings erst 4000 Karten verkauft. Im Rahmen der Nachlizenzierung musste der FSV eine Etatlücke von 670 000 Euro stopfen. Das Benefizspiel gegen Mönchengladbach soll das Finanzloch stopfen.

Energie verzichtet übrigens auf eine Spielbeobachtung vor Ort im Stadion. Wir haben Zwickau so oft gesehen – da kann uns nichts mehr überraschen, begründet Trainer Claus-Dieter Wollitz den Verzicht. Außerdem ist es im Moment so, dass wir uns gar nicht so groß nach dem Gegner richten. Wir wollen unser Spiel durchziehen. Ich denke, das sieht man auch.

Der Ex-Cottbuser Toni Wachsmuth verzichtet übrigens auf das Benefizspiel gegen Mönchengladbach – wegen Energie. Absolute Priorität hat für uns das kommende Punktspiel am Montag gegen Cottbus. Wir wollen keine unnötigen Verletzungen riskieren. Ich habe kein Problem damit, mir die Partie gegen Gladbach von draußen anzuschauen, sagte Wachmuth gegenüber der Bild-Zeitung.

Mit Christian Bickel feierte dagegen ein anderer ehemaliger Cottbuser am vergangenen Wochenende ein Blitz-Comeback. Nur einen Monat nach einem Meniskus-Einriss sowie anschließender Operation kam Bickel bei 1:1 in Aalen schon wieder zu einem Kurzeinsatz.

Mit einer Hiobsbotschaft ist Energie Cottbus zum Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Unterhaching gereist. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann sagt, wie Fabio Viteritti ersetzt werden sollte.mehr