Energie Cottbus: Gegen Unterhaching von Beginn an wach? - Liga-Drei.de
Gjasula, der Kühlschrank für die heiße Phase
Im heutigen Spiel der 3. Liga trifft die SpVgg Unterhaching auf Energie Cottbus. Was ihr alles über diese Partie wissen müsst und wo ihr das Spiel im TV und Livestream verfolgen könnt, erfahrt ihr hier bei SPOX.

Die Partie wurde Anfang Februar wetterbedingt abgesagt. Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte dafür zwar Verständnis, aber nicht dafür, dass das Spiel erst am Spieltag abgesagt wurde. “Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass man uns überhaupt anreisen lässt. Das ist eine eklatante Fehlentscheidung durch den DFB”, sagte Wollitz der Lausitzer Rundschau.

Die SpVgg Unterhaching empfängt Energie Cottbus am heutigen Mittwoch um 19 Uhr im Alpenbauer Sportpark zu Unterhaching.

Wie jedes Spiel der 3. Liga könnt ihr auch diese Partie bei Magenta Sport, dem Streamingdienst der Telekom verfolgen. Für Kunden der Telekom ist das Angebot drei Monate lang kostenlos, danach kostet es 9,95 Euro im Monat. Die heutige Übertragung beginnt um 18.45 Uhr mit folgendem Personal:

Wenn ihr kein Magenta-Sport-Abo besitzt und dennoch das Spiel verfolgen wollt, dann ist der Liveticker von SPOX eure Adresse.

Bei der SpVgg Unterhaching fallen Josef Welzmüller (Trainingsrückstand) und Luca Maseiler (muskuläre Probleme) aus.

Cottbus-Trainer Pele Wollitz muss auf Daniel Stanese (Mittelfußbruch), Philipp Knechtel (Muskelfaserriss) und Maximilian Zimmer (Kreuzbandriss) verzichten.

Lange-Unterhosen-Wetter im Hachinger Sportpark: Wenn Energie Cottbus am Mittwochabend zum Nachholspiel bei der Spielvereinigung Unterhaching (19 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker) antritt, dann sind Temperaturen knapp über dem Nullpunkt prognostiziert. Es wird also frostig, wenngleich für den FC Energie die heiße Phase im Drittliga-Abstiegskampf weitergeht.

Kalt oder heiß? Einen Energie-­Profi dürften diese Temperaturschwankungen kaum anheben: ­Jürgen Gjasula. Trainer Claus-Dieter Wollitz nennt den neuen FCE-Spielmacher unseren Kühlschrank.

Tatsächlich wirkt der 33-Jährige auf dem Rasen kalt bis ins Herz. Jede noch so bedrohliche Situation versucht Gjasula spielerisch zu lösen, am liebsten mit einem Kurzpass. Befreiungsschläge? In seinen bisher sieben Spielen für Energie waren die von Gjasula nicht zu sehen.

Mit Ballsicherheit und Überblick eröffnet der Albaner dem FCE ganz neue Möglichkeiten. Das Aufbauspiel läuft nahezu ausnahmslos über den ehemaligen Champions-League-Teilnehmer. Es scheint fast so, als habe Gjasula einen Magneten im Fuß: Fast alle Cottbuser Bälle landen bei ihm. Zuletzt gegen Karlsruhe kurbelte der 33-Jährige ­einen ziemlichen Kurzpass-Wirbel an. KSC-Trainer Alois Schwartz konstatierte: Cottbus hat mit Gjasula eine sehr hohe Qualität.

Dass es trotz der dominanten Spielweise eine Niederlage gab, nahm Gjasula mit der ihm eigenen Coolness hin: Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber die Spielanlage hat gestimmt – die Mannschaft hat weiter Selbstvertrauen getankt.

Das soll sich nun in Unterhaching auszahlen. Die Partie ist für die Lausitzer so etwas wie ein Zusatzjoker: Mit einem Auswärtssieg könnte Energie erstmals seit fünf Wochen wieder auf einen Nichtabstiegsplatz rücken. Der Spielmacher ist zuversichtlich: Wir haben gegen Halle gezeigt, dass wir gegen eine Topmannschaft auswärts gewinnen können.

Dabei ist Gjasula längst nicht nur kühl, sondern kann auch heiß­blütig sein. Das musste sein Mittelfeldpartner Daniel Bohl schon leidlich erfahren, als er vor dem zweiten Gegentor in Halle eine unglückliche Figur abgab. Die Ansage von Gjasula danach hatte es in sich. Der 33-Jährige ist längst Führungsfigur beim FCE,  für Trainer Wollitz hat sich die Verpflichtung jetzt schon gelohnt. Er betont: Gjasula ist bisher immer auch einer der laufstärksten ­Spieler gewesen.

Der in Freiburg aufgewachsene Profi war im Winter vom Viertligisten Viktoria Berlin gekommen. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Wollitz in den Vertragsverhand­lungen dem Vernehmen nach auch die langen Unterhosen anziehen musste, um nicht zu erfrieren. ­Dabei hat Wollitz aber eine sehr wichtige Klausel für Energie Cottbus ausgehandelt: Im Fall des Klassenerhalts verlängern sich Gjasulas Arbeits­papiere automatisch. Und der 33-Jährige ist einem längeren Aufenthalt in der Lausitz nicht abgeneigt. Er sagte gegenüber der RUNDSCHAU: Ich fühle mich wohl in der Mannschaft. Ich glaube, ich werde von den Jungs akzeptiert.

Mit einer Hiobsbotschaft ist Energie Cottbus zum Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Unterhaching gereist. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann sagt, wie Fabio Viteritti ersetzt werden sollte.mehr