Chemnitz und Berliner AK stolpern
Chemnitzer FC kassiert beim BFV nächsten Dämpfer
Chemnitz – Viktoria wirft die Chemnitzer nicht um! Die erste Saison-Niederlage des CFC ist durch das erfolgreiche Zwischenspiel im Landespokal fast schon in Vergessenheit geraten.

Beim Bischofswerdaer FV wollen die Himmelblauen am Sonntag zeigen, dass die 0:1-Niederlage gegen den FC Viktoria 89 Berlin nur ein Ausrutscher war.

“Uns war klar, dass wir nicht mit 34 Siegen durch die Saison gehen werden. Wir sind froh, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits 45 Punkte eingesammelt haben. Das hätte im Sommer keiner erwartet”, betont Kapitän Dennis Grote und ergänzt:

“15 Siege in Folge – das ist außergewöhnlich. Doch hinter dieser Serie steckt harte Arbeit. Selbst in den Spielen, die wir letztlich klar gewonnen haben, wurde uns nichts geschenkt.”

Geschenkt wird dem Spitzenreiter auch in Schiebock nichts. Der Aufsteiger, der in der Sonntag zu Ende gehenden Hinrunde bislang 18 Punkte geholt hat, zeigte im Landespokal, dass er dem CFC Paroli bieten kann.

Erst als Hannes Graf in der Schlussviertelstunde vom Platz flog und bei den Gästen die Kräfte schwanden, konnte sich der Favorit durchsetzen. Tobias Müller traf aus gut 20 Metern mit einem Sonntagsschuss zum entscheidenden 2:1.

Auf die Dienste von Müller (Muskelfaserriss) muss der CFC in Bischofswerda verzichten. “Ein Riesenverlust. Tobias ist in bestechender Form”, sagt Trainer David Bergner, der mit einigen Personalproblemen anreist.

“Dass unser Kader knapp bemessen ist, haben wir vorher gewusst. Es gibt genug Jungs, die lange auf ihre Chance gewartet haben”, betont der Coach.

Der Chemnitzer FC hat zwei Wochen nach der überraschenden Heimniederlage gegen Viktoria Berlin wieder nicht gewinnen können. Beim Aufsteiger Bischofswerdaer FV verlor der Tabellenführer am Sonntag (25.11.2018) mit 1:2 (0:0), hat aber an der Spitze weiter großen Vorsprung auf die Konkurrenz.

Der Chemnitzer FC begann mit viel Ballbesitz, aber zunächst ohne Tempo und Durchschlagskraft. Die BFV-Abwehr hatte in den ersten Minuten wenig Mühe, die Angriffe des Tabellenführers abzuwehren. Chancen gab es nur nach Standards und aus der Distanz: Matti Langer köpfte einen Eckball von Dennis Grote über das Tor (6.), Dejan Bozic zielte aus der Distanz an den linken Pfosten (13.).

Bischofswerda versuchte es vor allem mit schnellen Kontern, diese blieben aber zumeist im Ansatz stecken. Eine von wenigen Möglichkeiten hatte Tomas Petracek nach einem Fehler von CFC-Torwart Jakub Jakubov kurz vor der Pause (42.). Auf der anderen Seite haute Jakob Gesien den Ball nach Vorarbeit von Daniel Frahn aus kurzer Distanz über das Tor (44.).

Hannes Graf und Jannik Käppler brachten den Bischofswerdaer FV kurz nach der Halbzeitpause in Führung. Das Anschlusstor durch Dejan Bozic kam zu spät.

Zur Halbzeitpause gab es einen Wechsel: Hannes Graf kam beim BFV für Frank Zille. Die Gastgeber starteten gut in die zweite Halbzeit – und ausgerechnet der eingewechselte Graf sorgte in der 50. Minute für das überraschende 1:0, als er nach einem langen Ball frei vor Jakubov stand und den CFC-Keeper souverän überwand.

Die Gäste antworteten wütend, Rafael Garcia scheiterte dreimal binnen weniger Sekunden an BFV-Torwart Oliver Birnbaum (55.). Doch Bischofswerda blieb dran – und machte das 2:0: Einen Eckball klärte die CFC-Abwehr vor die Füße von Jannik Käppler, der Jakubov aus der Distanz überwand (59.).

Entsprechend schwer hatte es Chemnitz, in der Schlussphase noch einmal in die Partie zurückzukommen. Bozic köpfte eine Ecke drüber (62.), Frahn kam nach einem Aluminium-Treffer frei vor dem Tor aus kurzer Distanz zum Schuss, doch Birnbaum zeichnete sich einmal mehr aus (69.). Aber auch Bischofswerda hatte weitere Möglichkeiten. Am Ende köpfte Bozic einen Eckball noch zum Anschlusstreffer in die Maschen (90.+2), doch die Reaktion kam zu spät. Die Gastgeber und insbesondere ein stark aufgelegter Birnbaum, der fast alle guten CFC-Chancen vereitelte, retteten den Vorsprung bis ins Ziel.

David Bergner (Chemnitz): “Der Gegner hat alles reingehauen gegen uns. Wir haben es deutlich besser gemacht als im Pokalspiel, uns Möglichkeiten herausgespielt wie den Pfostenschuss. Uns hat aber ein Tor gefehlt, um Ruhe ins Spiel zu bekommen. Den langen Ball auf Hannes Graf muss man besser verteidigen. Wir hatten dann noch genug Zeit, aber dann kommt ein Schuss, der sicher nicht unhaltbar war. Wir sind trotzdem noch vernünftig dem Rückstand hinterhergelaufen, der Anschlusstreffer kam dann zu spät.”

Erik Schmidt (Bischofswerda): “Wir waren sehr unzufrieden mit der ersten Halbzeit, der CFC hatte viele Möglichkeiten. Zur Pause haben wir gewechselt. Nach dem 1:0 wussten wir, dass etwas möglich ist. Die drei Punkte sind wichtig im Kampf gegen den Abstieg. Letzte Woche im Pokal fand ich unser Spiel besser, aber heute haben wir gewonnen.”

Ansehnlicher Fußball und Moral – Der ZFC Meuselwitz gewinnt nach 52 Tagen wieder ein Fußballspiel und ballert Bautzen weiter in die Krise.

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Der VfB Auerbach ist beim SV Babelsberg 03 mit 0:5 untergegangen. Krasse Abwehrfehler begünstigten das Debakel. Auch VfB-Torwart Stefan Schmidt machte eine ungünstige Figur.

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Naja gegen so ein Weltklasseteam kann der schuldenfreie Aufstiegsaspirant schon mal verlieren.Sieht so aus als Frahn und Co. auf Ihr "Gehalt" warten.Oder bleibt es schon jetzt gar aus ?Ein weiteres peinliches Kapitel aus Rußchams.

Danke Schiebock. Eine Niederlage für Rußbeton, aber ein Sieg für den Fußball. Da machen sich diese Heinis aus der großen grauen Stadt lustig, weil Aue gegen den HSV (!) und Vfl Bochum (!) verloren hat. Schlagt erstmal Schiebock. Niemals dritte Liga, weder sportlich, gleich gar nicht finanziell. Wismut könnt ihr niemals das Wasser reichen. In hundert Jahren nicht.

Lachhaft wie dünnhäutig man in C ist. Als ob der MDR schuld ist an dem gegurke des CFC. Es geht abwärts mit den Sachsen und das ist gut so. Ein Schlag ins Gesicht jedes vernünftig wirtschaftenden Vereins. Kein Cent in der Tasche und sich so eine Truppe leisten.

Hä? Warn das? Aber wenigstens hatte Herr Weichert seinen Spaß, hat der sich gefreut für Bischofswerda! Coole Nummer übrigens, dass kein CFC-Verantwortlicher am MDR-Mikro sprechen wollte. Man(n) muss sich eben nicht alles gefallen lassen, was da in den letzten Monaten so von den Herren Küpper & Co. tendenziös berichtet wurde. Ätsch!

Da fragt doch der Reporter ,weshalb keine Spieler und offizielle nicht für ein Interview zur Verfügung standen des CFC ? Ist doch verständlich wie der MDR mit dem CFC umgeht .Mal selber an die Nase fassen ! Woran das wohl liegt ! Das hat nichts mit dem Spiel gegen Bischoffswerda zu tun ! Mir war von Anfang der Saison klar das man nicht 34 Spiele am Stück gewinnen kann. Gut das man so eine Serie hingelegt hat .Kopf hoch kämpfen und siegen nur der CFC .

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