Polizei meldet Unfälle mit Wild
Polizei Bremerhaven: Rehkitz bei Unfall verendet
Bremerhaven Im Bremerhavener Stadtgebiet aber auch im angrenzenden Nachbarlandkreis Cuxhaven ist es am Donnerstag nach Angaben der Polizei zu einer Häufung von Wildunfällen gekommen. Meist sind es Rehe, die von Autos erfasst werden. Aber auch ein Waschbär musste in dieser Woche schon sein Leben lassen.

Gegen 6.20 Uhr rannte in Höhe der Müllverbrennungsanlage ein Rehkitz vor das Auto einer Frau, die nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Laut Polizei verkeilte sich das schwer verletzte Tier hinter der Stoßstange des Wagens. Eine Jagdpächterin erlöste es von seinen Leiden.

Im Kreis Cuxhaven nahm die niedersächsische Polizei allein am Donnerstagmorgen 16 Wildunfälle auf. Sie ereigneten sich ausnahmslos in der Nähe der Stadtgrenze.

In Bremerhaven registrierte die Polizei für dieses Jahr 18 Wildunfälle im Stadtgebiet. Betroffen sind die Wurster Straße, die Cherbourger Straße, die Spadener Straße, die Straße Grollhamm, und die Fredrikshavner Straße. Vorsichtig sein sollten die Autofahrer auf Anraten der Polizei früh morgens und in den Abendstunden aber auch im Nordhafen (Franziusstraße) sowie im Fischereihafen (Am Luneort).

Gegen 06.20 Uhr überquerte ein Rehkitz die Fahrbahn der Straße Zur Hexenbrücke und wurde von einem vorbeifahrenden Auto erfasst. Die Fahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und es kam zu einer Kollision mit dem Wildtier. Etwas Dramatik hatte der Fall, weil das schwerverletzte Tier sich hinter dem Stoßfänger verkeilt hatte und von der alarmierten Jagtpächterin von seinen Leiden erlöst werden musste.

Allein in Bremerhaven ist das der 4. Wildunfall in dieser Woche. Dabei kamen jeweils Rehwild, aber auch ein Waschbär ums Leben. In dem Bremerhaven umgebenden Landkreis wurden am Morgen des 27.09.2018 16 Wildunfälle registriert und von der Polizei Niedersachsen aufgenommen.

In Bremerhaven sind in diesem Jahr 18 Wildunfälle bearbeitet worden. Sie fanden überwiegen in der Morgendämmerung oder am Abend statt. Wildunfälle ereignen sich überwiegend in den Stadtrand­gebieten.

Betroffen sind in Bremerhaven die Wurster Straße, Cherbourger Straße, Spadener Straße, Grollhamm, Fredrikshavner Straße und die Gebiete im Nordhafen (Franziusstraße) und Fischereihafen (Am Luneort).

Vermeiden lässt sich ein Wildunfall, wenn überhaupt, nur durch erhöhte Aufmerksamkeit und geringere Fahrgeschwindigkeit. Wer auf Straßen unterwegs ist, auf denen ausdrücklich vor Wildwechsel gewarnt wird, sollte diese Schilder ernst nehmen und sein Tempo reduzieren. Bei 80 km/h beträgt der Bremsweg rund 55 Meter – alles darüber reicht in der Regel nicht aus, um vor einem plötzlich auf die Straße springenden Tier zum Stillstand zu kommen.

Wenn in einiger Entfernung ein Tier am Straßenrand oder auf der Fahrbahn steht, sollte sofort kontrolliert gebremst werden. Auf keinen Fall ausweichen. Die Gefahren für Sie selbst (z.B. durch Baumaufprall) und den Gegenverkehr oder nachfolgenden Verkehr sind bei Ausweichmanövern in der Regel gefährlicher als der Zusammenstoß mit dem Wild. Schon bei 60 km/h prallt ein Wildschwein mit rund 3,5 Tonnen auf das Auto. Außerdem sollte man abblenden, denn das grelle Fernlicht macht die Tiere orientierungslos. Möglichst hupen, um das Tier eventuell noch rechtzeitig von der Fahrbahn zu vertreiben. Wo ein Tier auftaucht, sind in der Regel noch mehrere. Deshalb sollte man immer mit Nachzüglern rechnen und noch langsamer weiterfahren.

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