Umfragentief der SPD:Bremer Bürgermeister strebt Novum an - n-tv NACHRICHTEN
Groko-Zoff! : AKK zählt Sieling an
Seit über 70 Jahren wird Bremen von Sozialdemokraten regiert. Aktuelle Umfragen prognostizieren der SPD jedoch schlechtere Ergebnisse als der CDU. Um einen Machtwechsel zu verhindern, könnte eine westdeutsche Politik-Premiere stattfinden.

Der SPD-Bürgermeister von Bremen, Carsten Sieling, will nach der Bürgerschaftswahl eine Koalition mit den Grünen und notfalls auch mit den Linken eingehen. Ziel ist es nach seinen Worten, in der seit über 70 Jahren von Sozialdemokraten regierte Hansestadt eine Politik für Wachstum, sozialen Zusammenhalt und guten Umgang mit Geld fortzuführen.

Sonntag, 19. Mai, 15.30 Uhr: Rund eine Woche vor der Bremer Bürgerschaftswahl hat CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder einen 100-Tage-Plan für den Fall der Regierungsübernahme vorgestellt. "Eines der größten Probleme ist, dass wir zu wenig Lehrer haben", sagte Meyer-Heder am Freitag. Dem wolle die CDU unter anderem mit einer berufsbegleitenden Ausbildung von Quereinsteigern und 100 zusätzlichen Stellen für Referendare beikommen. Für die Ausbildung von Schulpersonal solle ein neues Institut in Bremerhaven gegründet werden.

Bremen-Wahl im News-Ticker: CDU-Kandidat Meyer-Heder stellt 100-Tage-Plan vor

Politik 17.05.19 Müller zur Krise der SPD "Es hat einen tiefen Vertrauensbruch gegeben" Eine Koalition mit der Union und mit der FDP schloss Sieling im ZDF-"Morgenmagazin" hingegen aus. "Wir haben eine Richtungswahl hier. Die CDU, das hat der Wahlkampf eben auch gezeigt, will ein anderes Bremen: Das sind Themen wie Privatisierung, Blockaden im Wohnungsbau bei entscheidenden Flächen", so Sieling. So wolle die CDU eine zentrale Hafenfläche zuschütten, um dort Wohnungen zu bauen. "Das vernichtet Arbeitsplätze. Das gehe ich nicht mit", so Sieling.

Kostenloser öffentlicher Nahverkehr für Schüler in Bremen, endlich ein guter und sinnvoller Vorschlag! Vielleicht wird dadurch der öffentliche Nahverkehr auch besser, dann würde die Akzeptanz höher. Zur Erweiterung des Vorschlages sollte der öffentliche Nahverkehr auch für Menschen über 65 kostenlos werden, also für alle Menschen, die in Rente sind!

Er wies zurück, dass die Formierung eines ersten rot-rot-grünen Bündnisses in einem westdeutschen Bundesland ein Signal senden würde an ganz Deutschland. "Es gibt mittlerweile mehrere Koalitionen, wo SPD, Grüne und Linke miteinander regieren, unter anderem in Berlin", so Sieling. "Berlin ist das wachstumsstärkstes Bundesland in 2018 gewesen. (…) Wir waren Platz zwei. Da kann ich nicht sagen, dass eine solche Koalition der Wirtschaft schadet, sondern an der Stelle nutzt das auch, hat positive Effekte." Die erste Koalitionspräferenz der Bremer sei Rot-Grün, gefolgt von einer Koalition zwischen SPD, Grünen und Linken. "Das kann ich gut vertreten", so Sieling.

Zudem wolle die CDU ein Programm für die Sanierung von Schulen und Turnhallen vorlegen. Den Verkehrsfluss in der Bremer Überseestadt will die CDU mit jeweils einer zusätzlichen Fahrspur auf zwei Hauptverkehrsstraßen verbessern. Der öffentliche Nahverkehr soll dem Plan zufolge für Schüler ab der 5. Klasse sowie für Berufsschüler kostenlos werden.

Wenn es nach einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage geht, könnte die SPD nach 73 Jahren allerdings aus dem Bremer Rathaus vertrieben werden. Laut ZDF-Politbarometer läge die CDU mit 26,0 Prozent vor der SPD mit 24,5 Prozent. Die Grünen kämen auf 18,0 Prozent, die Linke auf 12, die AfD auf 8,0 und die FDP auf 5,5 Prozent.

Bremen – Schöner SPD-Schlamassel!Erst überraschte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (60) vergangenen Freitag ungefragt mit seiner Absage an eine Groko. Er wolle sich voll auf Koalitionsverhandlungen mit Grünen und Linken für ein Linksbündnis an der Weser konzentrieren.Dafür setzte es ordentlich Gegenwind, auch aus dem eigenen Lager. Und nun bekommt der SPD-Spitzenkandidat auch noch von Annegret Kramp-Karrenbauer (56) einen vor den Latz.

für eine Erneuerung der Regierung in Bremen. Auch dieses Bundesland sollte einmal die Möglichkeit erhalten sich zu erneuern. Die rückwärtsgewandte SPD hat lange genug nicht immer zum Wohle der Bremer regiert. Jetzt wird es Zeit für einen modernen Neuanfang.

Die CDU-Chefin: Ich habe mit Interesse gelesen, was die SPD vor der Wahl schon alles ausgeschlossen hat, bevor der Wähler überhaupt entschieden hat, sagte AKK auf dem CDU-Bezirksparteitag Elbe-Weser in Cuxhaven.Und weiter: Das ist arrogant und respektlos gegenüber dem Wählerwillen.

In Bremen wird am 26. Mai gewählt. Umfragen zufolge liegt die CDU vor der SPD um Bürgermeister Carsten Sieling, die Bremen seit Ende des Zweiten Weltkriegs regiert. Am gleichen Tag findet die Wahl zum neuen Europaparlament in Brüssel statt.

Durch die kuriose Pressekonferenz und den Ausschluss einer Groko stehen Bremer SPD und Bürgermeister Carsten Sieling in der Kritik.

Eine Woche vor der Bürgerschaftswahl in Bremen hat die SPD am Wochenende ihre Wahlkampfstrategie abrupt geändert. Der Landesvorstand der Sozialdemokraten schloss auf einer Sondersitzung sowohl Koalitionsverhandlungen wie auch Sondierungsgespräche mit der CDU kategorisch aus. Stattdessen strebt die Partei nun klar ein rot-rot-grünes Bündnis an. Den Umfragen zufolge hätte ein solches Linksbündnis unter allen Optionen derzeit die größte Mehrheit. Wir wollen diese Mehrheit links der Mitte zum Tragen bringen, sagt Bürgermeister Carsten Sieling (SPD).

Bremen war immer rot – doch das ändert sich! In den Umfragen liegt die CDU vorne. Warum es trotzdem für die SPD reichen könnte.

Bisher hat insbesondere Sieling beteuert, seine Partei werde mit allen Parteien außer der AfD und den Bürgern in Wut sprechen. Mitte der vergangenen Woche hatte Sieling in einem Gespräch mit der F.A.Z. Gespräche über eine große Koalition nicht einmal für den Fall ausgeschlossen, dass die SPD der kleinere Partner wäre. Kurz darauf wurden allerdings zwei neue Umfragen veröffentlicht. In beiden konnte die CDU ihren bislang hauchdünnen Vorsprung ausbauen.

Der Wahlkampfmotor stottert, Umfrage-Nebel trübt die Sicht – da setzt Bürgermeister Carsten Sieling (60, SPD) den Blinker links …

In den Umfragen steht die Bremer SPD schlecht da. Jetzt schließt sie ein Bündnis mit der CDU aus. Sie setzt damit die anderen Parteien unter Druck – und könnte so die Karten neu mischen.

Zuvor hatten quasi alle andere Parteien massiv Kritik am SPD-Vorstoß geübt oder wie die Grünen sogar offen Zweifel an Sielings Aussagen angemeldet.

Vor der Bürgerschaftswahl am Sonntag liegt die CDU in Umfragen deutlich vor den Sozialdemokraten, die seit mehr als 70 Jahren in Bremen regieren.

Das amtierende rot-grüne Bündnis hätte demnach keine Mehrheit mehr, es bräuchte die Linke als dritten Partner.