Bremer FDP nur knapp über fünf Prozent - Bürgerschaftswahl 2019 in Bremen - WESER-KURIER
Umfrage zur Bremen-Wahl: SPD im Umfragetief – CDU auf Platz eins
Bremen ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der SPD, aber bei der Bürgerschaftswahl wird es für die Partei eng: Eine ZDF-Umfrage sieht die Genossen auf Platz zwei hinter der CDU.

Erstmals seit 73 Jahren könnte die SPD in Bremen künftig nicht mehr den Regierungschef stellen. Kurz vor der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt liegt die CDU nach einer Umfrage weiter knapp vor der regierenden SPD.

Untersuchungsanlage Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Bremen ab 16 JahrenStichprobe: Repräsentative ZufallsauswahlErhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***Fallzahl: 1007 BefragteErhebungszeitraum: 13. bis 15. Mai 2019Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen;Sonntagsfrage mit separater GewichtungSchwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** ProzentpunkteDurchführendes Institut: Infratest dimap* bei einem Anteilswert von fünf Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

Laut ZDF-“Politbarometer” käme die CDU derzeit auf 26 Prozent und die SPD auf 24,5 Prozent. Die Grünen hätten demnach ein Ergebnis von 18 Prozent, die Linke 12 Prozent, die AfD 8 Prozent, die FDP 5,5 Prozent und die Wählervereinigung Bürger in Wut 3 Prozent.

Die CDU kommt aktuell auf 27 Prozent (+1 im Vergleich zu Anfang Mai; Bürgerschaftswahl 2015: 22,4 Prozent). Die Grünen erreichen unverändert 18 Prozent (Bürgerschaftswahl 2015: 15,1 Prozent). Die Linken liegen stabil bei 12 Prozent (Bürgerschaftswahl 2015: 9,5). Die FDP erreicht 5 Prozent (-1 im Vergleich zu Anfang Mai; Bürgerschaftswahl 2015: 6,6). Und die AfD liegt bei 6 Prozent (-2 im Vergleich zu Anfang Mai; Bürgerschaftswahl 2015: 5,5). Die Bürger in Wut kommen auf 3 Prozent. Kleinere Parteien, die landesweit unter 5 Prozent liegen, können aufgrund der Besonderheit des Bremischen Wahlrechts trotzdem in die Bürgerschaft einziehen, wenn sie in Bremen oder in Bremerhaven 5 Prozent der Stimmen erreichen.

BremenTrend – Vorwahlumfrage: Der SPD droht der Absturz

Nach den Ergebnissen der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hätte die Koalition aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr. Als Zweierbündnis wäre eine Große Koalition möglich.

Die SPD hat es in den letzten 20 Jahren geschafft, unsere schöne Hansestadt total herunterzuwirtschaften.Alle wichtigen Bereiche: Bildung, Wirtschaft, Verkehr und Bau … all das hat sich Rot-Grün zur Beute gemacht. Der ÖD ist unverhältnismäßig ausgeweitet, wer nicht das richtige Parteibuch hat, wird nie an eine einflussreiche Stelle kommen. Ansonsten wird gerne das x-te EU-finanzierte Projekt angeleiert das Geld verbraten und dann … Ende Was ich nicht verstehe: Weshalb viele BremerInnen seit Jahr und T…

Seit vier Jahren ist Carsten Sieling Regierungschef. Im kleinsten Bundesland wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt. Die Wahl findet zeitgleich mit der Europawahl und Kommunalwahlen in mehreren Ländern statt.

Bei der Frage, wen man lieber als Bürgermeister hätte, liegt im direkten Vergleich der Kandidaten aber der Amtsinhaber vorn: Sieling kommt auf 42 Prozent – sein Herausforderer von der CDU, Carsten Meyer-Heder, auf 29 Prozent.

Mit der Arbeit des Bremer Senats sind aktuell 36 Prozent der Befragten sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (-5 Prozentpunkte gegenüber Anfang Mai). Im Vergleich mit der Zufriedenheit mit der Arbeit von anderen Landesregierungen ist der Bremer Wert ein relativ schlechter. Denn eine Mehrheit von 59 Prozent ist weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit des Senats (+3 im Vergleich zu Anfang Mai).

Bei möglichen Koalitionen wird am positivsten Rot-Grün bewertet, 43 Prozent finden diese Konstellation gut, fast genauso viele (42 Prozent) allerdings schlecht. 35 Prozent fänden eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken gut, 49 Prozent hingegen schlecht.

Eine CDU-geführte Koalition mit der SPD befürworten rund ein Drittel (33 Prozent), knapp mehr als die Hälfte (52 Prozent) lehnt sie ab. Die schlechteste Bewertung erhält eine mögliche Regierung aus SPD, Grünen und FDP (gut: 16 Prozent; schlecht: 61 Prozent).

Eine Koalition von SPD und Grünen bewerten 41 Prozent als sehr gut oder gut. Eine Koalition aus CDU und Grünen sehen 28 Prozent als sehr gut oder gut. Diese beiden Koalitionen wären mit den Zahlen der Umfrage rechnerisch aktuell allerdings nicht möglich.

An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Zur Erhebung seiner repräsentativen Umfragen schaltet die Software des 2015 gegründeten Unternehmens Websites zu einem deutschlandweiten Umfragenetzwerk zusammen. Neben SPIEGEL ONLINE gehören unter anderem auch der “Tagesspiegel”, “Welt”, “Wirtschaftswoche” und “Rheinische Post” dazu. Civey wurde durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Wenn die Bremer ihren Bürgermeister direkt wählen könnten, entschieden sich aktuell 42 Prozent für Amtsinhaber Carsten Sieling (SPD). 28 Prozent votierten für den Herausforderer von der CDU, Carsten Meyer-Heder, 16 Prozent für keinen der beiden.

Seit mehr als 70 Jahren stellt die SPD im kleinsten Bundesland den Regierungschef – doch jetzt wackelt der Chef-Sessel!

Wäre dies in Bremen der tatsächliche Wahlausgang, kämen rein rechnerisch für eine Regierungsbildung neben einer großen Koalition von CDU und SPD nur Dreierbündnisse von zum Beispiel SPD, Grünen und Linken oder CDU, Grünen und FDP in Frage.

Laut ZDF-Politbarometer drohen den Sozialdemokraten bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai nicht nur herbe Verluste. Die SPD ist plötzlich nicht mehr stärkste Kraft.Einer neuen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommt die CDU jetzt auf 26 Prozent , die mit den Grünen regierende SPD nur auf 24,5 Prozent.

Die Grünen hätten demnach ein Ergebnis von 18 Prozent, die Linke 12 Prozent, die AfD 8 Prozent, die FDP 5,5 Prozent und die Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW) 3 Prozent.

In Bremen wird bald nicht nur ein neues Europaparlament, sondern auch eine neue Bürgerschaft gewählt. Dabei könnte es für das Regierungsbündnis aus SPD und Grünen eng werden.

Im kleinsten Bundesland wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt. Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2015 erhielt die SPD noch 32,8 Prozent. Jetzt droht ihr ein Verlust von knapp acht Prozent. Ein herber Schlag auf die die Bundesspitze der SPD – allen voran für Partei-Chefin Andrea Nahles.

Am wahrscheinlichsten ist ein rot-rot-grünes Bündnis. In dem Fall könnte die SPD an der Macht bleiben.

Die Bremer-Linken-Chefin Kristina Vogt sagte zum Weser Kurier, dass ihre Partei mindestens zehn Prozent bei der Wahl erreichen müsse, weil man kein Anhängsel der SPD und Grünen sein wolle. Die SPD und die Grünen haben ein rot-rot-grünes Bündnis ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Zwar würde es rechnerisch auch für eine Große Koalition unter der Führung der CDU reichen, aber der amtierende Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat das im Vorfeld schon ausgeschlossen. Ein Juniorpartner der SPD wolle man nicht sein.

Auch wenn die CDU gewinnt, es wird es schwer Partner für ein Dreier-Bündnis zu bekommen. Alleine mit der FDP reicht es nicht, die Grünen müssten mit ins Boot geholt werden. Die haben das bisher nicht offen ausgeschlossen, aber sind viel eher bereit für ein rot-rotes Bündnis.

Obwohl die SPD nach der Umfrage keine Mehrheit mehr hat, wünschen sich mehr Menschen den derzeitigen Regierungschef Carsten Sieling (SPD) als Bürgermeister als den CDU-Spitzenkandidaten und Politik-Quereinsteiger Carsten Meyer-Heder. Bei der Frage, wen man lieber als Bürgermeister hätte, erreicht der Amtsinhaber 42 Prozent, sein Herausforderer von der CDU 29 Prozent. Bei der Frage nach der Wunschkoalition erhält Rot-Grün die größte Zustimmung (gut: 43 Prozent, schlecht: 42 Prozent). Bei allen anderen möglichen Koalitionen war die Ablehnung größer als die Zustimmung. So fänden nur 35 Prozent eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke gut, 49 Prozent fänden sie schlecht.Eine CDU-geführte Koalition mit der SPD fänden 33 Prozent gut und 52 Prozent schlecht. Auch eine SPD-geführte Koalition mit der CDU hält die Mehrheit für schlecht. (gut: 29 Prozent, schlecht: 55 Prozent). Auf große Ablehnung stößt eine Regierung aus SPD, Grünen und FDP (gut: 16 Prozent, schlecht: 61 Prozent). Nach einer Koalition aus CDU, Grünen und FDP wurde nicht gefragt.Für die Erhebung hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 13. und 15. Mai Interviews mit mehr als 1000 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten im Land Bremen geführt. Dem ZDF zufolge ist die Befragung repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Sie gibt ein Stimmungsbild wieder und stellt keine Prognose für den Wahlausgang dar.