Landesvorsitzender Jörg Kastendiek ist gestorben - Nachrichten aus Bremen - WESER-KURIER
Jörg Kastendiek (✝54): Bremer CDU-Landeschef stirbt nach Krebserkrankung
Jörg Kastendiek: 2012 hatte er den Vorsitzer der Bremer CDU übernommen. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa)

Mitten im Landtagswahlkampf muss die Bremer CDU einen traurigen Schicksalsschlag erleiden. Die Partei gab bekannt, dass Landeschef Jörg Kastendiek gestorben ist. Er wurde nur 54 Jahre alt. 

Nach schwerer Krankheit ist der Bremer CDU-Landeschef Jörg Kastendiek im Alter von 54 Jahren gestorben. Das teilte die Partei am Dienstag mit. Kastendiek war an Krebs erkrankt. “Er hat bis zum letzten Tag gekämpft – seinen Anspruch an Verantwortung hat er dabei immer beibehalten”, erklärte Vizelandeschef Jens Eckhoff. Er habe die CDU trotz Krankheit “vorbildlich und diszipliniert geführt”.

Der Landesvorsitzende der CDU Bremen, Jörg Kastendiek (54), ist nach schwerer Krankheit am Montag verstorben. Die meldet der “Weser Kurier”. Die Christdemokraten trauern um einen Politiker, der sich seit den 80er-Jahren um die Partei verdient gemacht hat.

Kastendiek hinterlässt seine Frau und einen Sohn. Den Vorsitz der Bremer CDU übernahm er 2012, zwischen 2005 und 2007 war er Bremer Wirtschaftssenator. Außerdem war er der dienstälteste Bremer Bürgerschaftsabgeordnete. Er saß seit 1991 im Landesparlament, nur in seiner Zeit als Wirtschaftssenator ruhte sein Abgeordnetenmandat.

In Bremen wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt, die CDU tritt dabei mit ihrem Spitzenkandidaten Carsten Meyer-Heder an. Kastendiek habe “seine Kraft und wertvolle Erfahrung” in den Wahlkampf investiert, erklärte Eckhoff. Sein Tod stimme die CDU “unendlich traurig”. Die Partei verliere einen “Menschen, der sich persönlich und politisch um die CDU und Bremen verdient gemacht hat”. 

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Auch außerhalb der CDU löste die Nachricht von Kastendieks Tod große Bestürzung aus. “Jörg Kastendiek hat sich an vielen Positionen um unser Land verdient gemacht”, erklärte die Präsidentin der Bremer Bürgerschaft, Antje Grotheer (SPD). Es habe sie “sehr beeindruckt”, wie er sich bis zuletzt weiter für Bremen und im Parlament engagiert habe, auch wenn ihn seine Erkrankung bereits schwer gezeichnet habe.

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Nach schwerer Krankheit ist der Bremer CDU-Landesvorsitzende Jörg Kastendiek verstorben. Er wurde 54 Jahre alt.

Der Bremer CDU-Landesvorsitzende und Ex-Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek ist nach einer schweren Krankheit im Alter von 54 Jahren gestorben. Das teilte der CDU-Landesverband mit.

Der Diplom-Ingenieur führte die CDU des kleinsten deutschen Bundeslandes seit Ende 2012 und war von 2005 bis 2007 Senator für Wirtschaft, Häfen und Kultur.

1980 trat er in die Junge Union ein, von 1988 bis 1992 war er deren stellvertretender Vorsitzender. Später wurde er CDU-Mitglied. Von 1985 bis 1987 war der Vorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten.

Kastendiek gehörte über 25 Jahre dem Landtag – der Bremischen Bürgerschaft. Nur für seine Zeit als Senator unterbrach er seine Tätigkeit im Landtag und war damit Dienstältester Abgeordneter der CDU-Fraktion. Ab 2007 wurde er erneut Mitglied der Bürgerschaft und war dort im Ausschuss für Angelegenheiten der Häfen, außerdem im Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss und in der staatlichen und städtischen Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende, Jens Eckhoff, zeigte sich betroffen und sagte: “Sein viel zu früher Tod hinterlässt uns alle fassungslos.”

Am 26. Mai wird in Bremen eine neue Bürgerschaft gewählt. Dem SPD-Bürgermeister Carsten Sieling droht eine Niederlage gegen seinen Herausforderer Carsten Meyer-Heder. Umfragen sehen SPD und CDU seit rund einem Jahr gleichauf. Deshalb bekommt die Wahl im kleinsten Bundesland auf einmal eine ziemlich große bundespolitische Bedeutung.