Niedersachsen & Bremen:Umfrage zur Bremer Landtagswahl: CDU knapp vor SPD - n-tv NACHRICHTEN
Umfrage zur Bremer Landtagswahl: CDU knapp vor SPD
Im kleinsten Bundesland kämpft die SPD um den Machterhalt. Die CDU liegt nach einer Umfrage knapp vorne. Die SPD würde demnach das schlechteste Bremer Ergebnis seit Ende des Zweiten Weltkrieges einfahren.

Bremen (dpa/lni) – Rund zweieinhalb Wochen vor der Bremer Landtagswahl gibt es einer Umfrage zufolge weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD. In einer Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von Radio Bremen kommen die Christdemokraten auf 26 Prozent, die Sozialdemokraten auf 25 Prozent. Drittstärkste Kraft sind demnach die Grünen mit 18 Prozent, wie die Rundfunkanstalt am Dienstag berichtete. Die Linke liegt bei zwölf Prozent, die AfD bei acht Prozent und die FDP bei sechs Prozent.

In Bremen wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt, parallel zur Europawahl. Der Zweistädtestaat ist das einzige Land, in dem die SPD seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ununterbrochen den Regierungschef stellt. Die CDU will das ändern. Die derzeitige Koalition aus SPD und Grünen hätte nach der Umfrage keine Mehrheit mehr. Radio Bremen zufolge wären neben einer großen Koalition Dreierbündnisse möglich – etwa aus SPD, Linken und Grünen, aus CDU, SPD und Grünen oder aus CDU, Grünen und der FDP.

Nach der Umfrage verlöre die SPD knapp acht Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl im Jahr 2015. Das wäre das schlechteste Ergebnis der Bremer SPD seit 1946 – bislang markiert die vergangene Bürgerschaftswahl den Tiefpunkt. Die CDU gewänne nach der Erhebung des Umfrageinstituts fast vier Prozentpunkte hinzu, die Grünen rund drei Prozentpunkte im Vergleich zu 2015. Die Linke könnte ihr Ergebnis um 2,5 Prozentpunkte steigern, ebenso die AfD. Ein leicht schlechteres Ergebnis als bei der vergangenen Bürgerschaftswahl sieht die Umfrage bei der FDP. Demnach verlören die Liberalen 0,6 Prozentpunkte, könnten aber erneut in die Bürgerschaft einziehen.

Umfragen gelten als Stimmungsbarometer. Nach den Angaben von Radio Bremen lässt die aktuelle Erhebung nur bedingt Rückschlüsse auf den Wahlausgang zu, da sich viele Wählerinnen und Wähler kurzfristig vor einer Wahl entscheiden. Es bleibe spannend, sagte die Chefredakteurin von Radio Bremen, Andrea Schafarczyk. "Die CDU konnte den dramatischen Niedergang der SPD bisher nicht wirklich für sich nutzen. Der denkbar geringe Abstand zwischen Regierungspartei und Herausforderer führt hoffentlich dazu, dass mehr Bremerinnen und Bremer zur Wahl gehen."

Nach der Umfrage bewertet die Mehrheit der Menschen im Land Bremen die Leistung des Bremer Senats kritisch. Wie Radio Bremen mitteilte, sind 56 Prozent der Wählerinnen und Wähler gar nicht oder weniger zufrieden mit der rot-grünen Regierung. Interessant ist aber, dass 54 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die CDU die Probleme nicht besser lösen könnte.

Antje Grotheer (SPD), Präsidentin des Landtags, spricht im Bremer Landtag. Foto: Carmen Jaspersen/Archiv (Quelle: dpa)

Bremen ist eine der letzten Hochburgen der SPD. Seit 73 Jahren regieren die Sozialdemokraten den Stadtstaat. Doch bei der Landtagswahl in zwei Wochen dürfte es für die Genossen eng werden.

Rund zweieinhalb Wochen vor der Bremer Landtagswahl gibt es einer Umfrage zufolge weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD. In einer Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von Radio Bremen kommen die Christdemokraten auf 26 Prozent, die Sozialdemokraten auf 25. Drittstärkste Kraft sind demnach die Grünen mit 18 Prozent, wie die Rundfunkanstalt am Dienstag berichtete. Die Linke liegt bei zwölf Prozent, die AfD bei acht und die FDP bei sechs Prozent.

In Bremen wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt, parallel zur Europawahl. Der Stadtstaat ist das einzige Land, in dem die SPD seit 1945 ununterbrochen den Regierungschef stellt. Die CDU will das ändern. Die derzeitige Koalition aus SPD und Grünen hätte nach der Umfrage keine Mehrheit mehr. Radio Bremen zufolge wären neben einer großen Koalition Dreierbündnisse möglich – etwa aus SPD, Linken und Grünen, aus CDU, SPD und Grünen oder aus CDU, Grünen und der FDP.

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