Pizarro will weitermachen - Ball liegt bei Bremen - NDR.de
Pizarros Plan: Noch ein Jahr spielen
Der Altmeister vom SV Werder will seine Karriere über den Sommer hinaus fortsetzen. "Ich fühle mich sehr gut." Die Verpflichtung von Niclas Füllkrug deutet jedoch darauf hin, dass er gehen muss.

Er kann vom Fußball einfach nicht genug bekommen: Altmeister Claudio Pizarro vom SV Werder Bremen will seine Karriere über den Sommer hinaus fortsetzen. “Ich fühle mich sehr gut. Ich habe die Idee im Kopf, noch ein Jahr weiter zu spielen”, sagte der Peruaner, der am 3. Oktober 41 Jahre alt wird, dem Onlineportal meinwerder.de. Der Vertrag des Publikumslieblings läuft zum Saisonende aus.

Seine sportliche Klasse hat der Stürmer trotz seines reifen Alters zuletzt beim 2:2 gegen Borussia Dortmund wieder bewiesen. Der Südamerikaner kam beim Stand von 0:2 auf das Spielfeld, sorgte bei Mannschaft und Publikum für eine neue Euphorie und erzielte dank einer artistischen Schusshaltung den vielumjubelten Ausgleichstreffer. "Wenn ich mit 40 Jahren mein Bein noch so hoch heben könnte, dann wäre ich sehr glücklich", sagte Maximilian Eggestein zum vierten Saisontor seines 18 Jahre älteren Kollegen.

“Ich fühle mich sehr gut”:Oldie Pizarro hofft auf nächste Ehrenrunde

Pizarro sagt, er wolle nun “mit den Verantwortlichen im Verein reden, welche Pläne sie haben”. Pizarro würde “gerne innerhalb des nächsten Monats wissen”, ob die Hanseaten ihm einen neuen Vertrag anbieten werden. Frank Baumann, Bremens Geschäftsführer Sport, hatte sich zuletzt alle Optionen offen gelassen.

"Wenn es mit ihm bei uns nicht weitergeht, dann wird es vor dem letzten Heimspiel gegen Leipzig eine Verabschiedung geben, wie es einer Legende würdig ist", verriet der Bremer Coach am vergangenen Wochenende nach dem 2:2 in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Es wäre nach 2001, 2012 und 2017 bereits der vierte Abschied des Peruaners aus der Hansestadt – rekordverdächtig. Allerdings gibt es immer noch die Möglichkeit, dass Pizarro seinen Vertrag mit Werder noch einmal um ein Jahr verlängert.

Mit seinem Karriereende will sich Pizarro nicht beschäftigen. “Wenn ich könnte, würde ich nie mit Fußball aufhören. Und doch wird es irgendwann passieren müssen”, sagte der Torjäger, der 1999 sein Bundesliga-Debüt feierte und zum fünften Mal in Bremen unter Vertrag steht. Er fühle sich gut, sagte Pizarro, und das Ende werde erst kommen, “wenn mein Körper mir sagt: Jetzt reichts nicht mehr, um auf Wettbewerbsniveau mitzuhalten. Denn das ist genau das, was ich nicht möchte: Fußball spielen, obwohl ich nicht mehr mithalten kann.” In 28 Pflichtspielen in dieser Saison erzielte Pizarro immerhin sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Claudio Pizarro ist ein Phänomen – und für die Tochter von Florian Kohfeldt sogar ein Held. "Sie möchte, dass ich ihn nach Hause einlade. Sie ist dreieinhalb Jahre alt und kennt nur Pizarro", sagte der Trainer von Werder Bremen mit einem Schmunzeln. Zu einem Treffen wird es in den nächsten Tagen auf jeden Fall kommen, wenn auch ohne Kohfeldts Tochter. Denn eine Entscheidung über die Zukunft des 40 Jahre alten Stürmerstars soll noch vor dem Saisonende am 18. Mai fallen.

Jüngste Aussagen der Bremer Verantwortlichen deuten indessen darauf hin, dass der Vertrag des Kultstürmers wohl nicht mehr verlängern werden wird. Für die neue Saison hat sich Werder bereits die Dienste des Hannoveraner Torjägers Niclas Füllkrug gesichert.

Was gegen eine Weiterverpflichtung des Oldies spricht: Mit Niclas Füllkrug haben die Bremer bereits einen neuen Knipser verpflichtet. Zwischen sechs und sieben Millionen Euro zahlt Werder für ihn an Hannover 96. "Wir müssen auch gucken, wie wir aufgestellt sind", sagte Manager Baumann. Der frühere Nationalspieler macht aber keinen Hehl daraus, dass der Klub das Fan-Idol Pizarro auch nach der aktiven Karriere gerne in anderer Funktion behalten würde.

Bleibt Claudio Pizarro noch ein weiteres Jahr bei Werder Bremen? Das steht aktuell noch in den Sternen. Klar ist hingegen, dass der 40-Jährige die Schuhe nicht an den Nagel hängen will.

Das, so sagt er mittlerweile ganz offen, ist seine Hoffnung. "Ich fühle mich sehr gut. Ich habe die Idee im Kopf, noch ein Jahr zu spielen", erklärte der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte dem "Weser Kurier". "Aber ich muss erst mit den Verantwortlichen hier im Verein reden, welche Pläne sie haben. Das erste Ziel ist aber, diese Saison bestmöglich zu beenden, hoffentlich mit der Qualifikation für die Europa League."

“Ich fühle mich sehr gut. Ich habe die Idee im Kopf, noch ein Jahr zu spielen”, sagte der Peruaner dem Onlineportal “meinwerder.de”. Der Vertrag des Oldies bei den Bremern läuft allerdings aus. Er wolle nun “mit den Verantwortlichen hier im Verein reden, welche Pläne sie haben”, sagte der Angreifer, der “gerne innerhalb des nächsten Monats wissen” würde, ob die Hanseaten ihm einen neuen Vertrag anbieten werden. Die Verantwortlichen rund um Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann haben sich bislang noch nicht klar zu dem Thema geäußert.

Gerade für Spieler wie ihn oder die Sturmtalente Johannes Eggestein und Josh Sargent wäre ein weiteres Jahr an der Seite des Routiniers Pizarro durchaus sinnvoll. Denn Pizarro hat das sogenannte Sieger-Gen in sich. Das hat er in seiner Zeit beim FC Bayern München (2001 bis 2007 und 2012 bis 2015) eingeimpft bekommen, und dieser Ehrgeiz soll auch die Bremer wieder in Richtung Europapokal-Plätze führen.

So oder so, Pizarro will weiter auf Torejagd gehen. “Wenn ich könnte, würde ich nie mit Fußball aufhören. Und doch wird es irgendwann passieren müssen”, sagte der 196-malige Bundesligatorschütze. Eines Tages werde die Geschichte “ein Ende haben, das weiß ich. Für jetzt gilt aber: Ich fühle mich gut. Das Ende wird kommen, wenn mein Körper mir sagt: Jetzt reicht es nicht mehr, um auf Wettbewerbsniveau mitzuhalten. Denn das ist genau das, was ich nicht möchte: Fußball spielen, obwohl ich nicht mehr mithalten kann.”

Aktuell ist er dazu noch in der Lage, das zeigte er am vergangenen Wochenende gegen Dortmund. Sein Treffer zum 2:2 war der vierte in 24 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison, 21-mal kam er dabei von der Bank.

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