Entscheidung \
DFB-Pokal: Elfmeter bei Werder Bremen vs. FC Bayern nicht korrekt
Am Mittwoch erlebte man einen wahrhaftigen Moment im Fernsehen. Nach dem Abpfiff des Pokalhalbfinales zwischen Werder Bremen und Bayern München plauderte der ARD-Moderator Matthias Opdenhövel aus, wie sein Experte Stefan Kuntz auf den viel diskutierten Elfmeter für Bayern München während der Live-Übertragung zuvor reagiert hatte. Der ehemalige Nationalstürmer hatte sich mächtig über den Pfiff aufgeregt und eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe gefordert.

Nach dem Spiel kühlte Kuntz etwas runter, blieb jedoch bei seiner Meinung: nie und nimmerst Elfmeter. Tatsächlich berührte der Bremer Theodor Gebre Selassie Kingsley Coman lediglich minimal und das auch nur am Oberkörper. Dann, der Ball befand sich schon kurz vor dem Osterdeich an der Weser, warf sich Coman mehr hin, als dass er gestoßen wurde. Man sah es an der Bewegung seiner Beine.

► Das sagen die Bayern: Dass die Bremer sauer sind, wenn sie so das Spiel verlieren, ist ganz klar. Aus dem Spiel heraus war es ganz klar ein deutliches Schieben mit dem Arm, sagt Thomas Müller. Ich würde sagen, es war nicht sehr clever, ohne Chance auf den Ball noch mal so nachzudrücken. Deswegen war es für mich schon ein Elfmeter. Der Schiedsrichter hat uns gesagt, dass Kingsley vorbei war. Er hatte dann Kontakt mit Köln. Aber wieso soll man sich alles anschauen, wenn er sich sicher ist und er das Signal bekommt, dass nichts zu korrigieren ist?

Auch intern ist die Aufregung nun groß, in Schirikreisen kursierte noch während des Spiels eine SMS: “Dieser Pfiff geht nicht!” Eigentlich hielten nur Leute mit Vereinsbrille oder Theoretiker Sieberts Entscheidung für korrekt.

Das DFB-Pokalfinale steht! Am 25. Mai trifft Rekordpokalsieger Bayern München (18 Titel) im Olympiastadion auf Endspiel-Neuling Leipzig. Die Bayern fallen durch ein Schubser-Elferchen nach Berlin.Beim 3:2-Halbfinale ist ein strittiger Elfer der Aufreger des Spiels! 78. Minute: Coman stürmt in den Werder-Strafraum. Gebre Selassie schubst Coman ganz leicht. Der stürzt. Zum Entsetzen aller Bremer Spieler pfeift Schiri Daniel Siebert Elfmeter. Robert Lewandowski verwandelt zum 3:2!

Und noch zwei andere: Daniel Siebert, der Schiedsrichter, sowie Robert Kampka, sein Videoassistent. “Ich verstehe das nicht. Warum schaut er sich das nicht noch mal an?”, ereiferte sich Kuntz. Dies fragten sich viele: Warum wurde Siebert von Kampka nicht darauf aufmerksam gemacht, dass er sich die Szene noch mal anschauen sollte? Dann hätte Siebert erkannt, dass Gebre Selassie Coman nicht am Fuß getroffen hatte, wie es Siebert gesehen haben wollte.

► Das sagen die Bremer: Das ist lächerlich. Also wenn das ein Elfmeter ist. Ganz leichter Kontakt. Oh Gott ey!, ärgert sich Werder-Kapitän Max Kruse (31) in der ARD. Wir haben einen Videobeweis. Wenn er das nicht sieht, können wir ihn wieder abschaffen.

Diese Beweisführung geht zumindest aus den Ausführungen eines Bremer Spielers hervor, der auf dem Platz mit ihm diskutierte. Dem ganzen liegt ein Kommunikationsproblem zwischen dem Mann auf dem Feld und seinem Gehilfen aus dem Kölner Keller zugrunde. Das bestätigte der DFB, dessen Chef der Videoschiedsrichter, Jochen Drees, gab sogar zu, dass er Sieberts Elfer für falsch hält. Außerdem, schreibt Drees, hätte der Videoassistent eingreifen müssen.

Eggestein: Der Schiedsrichter sagt, der Kontakt sei unten gewesen. Aber unten war kein Kontakt. Ich verstehe es nicht. Der Video-Schiedsrichter muss sich ja so sicher gewesen sein, dass er gesagt hat, es ist ganz klar. Ich finde es ehrlich gesagt einfach unfair.

Die Elfmeterszene von Bremen, die ein ausgeglichenes Halbfinale entschied und ein spannendes Duell killte, zeigte erneut: Auf den Videobeweis wird viel geschimpft. Doch das Problem ist nicht der Videobeweis. Das Problem ist die Qualität der deutschen Schiedsrichter.

Jochen Drees: Weil der Videoassistent eine Bewertung einer Szene vor dieser Szene vorgenommen hat und der Meinung war, dass die Entscheidung, Strafstoß zu geben, nicht klar und offensichtlich falsch gewesen ist. Problematisch an der Situation war, dass der Schiedsrichter Daniel Siebert eigentlich ein anderes Detail in dieser Szene bewertet hat und der Videoassistent wiederum dann einen anderen Aspekt in dieser Szene, also dieses Rempeln oder das Stoßen in der Hüfte, für sich bewertet hat, so dass beide von einer unterschiedlichen Wahrnehmung geredet haben oder miteinander geredet haben. Und hier wäre es auf jeden Fall notwendig gewesen, sich dessen bewusst zu machen und dem Schiedsrichter die Gelegenheit zu geben, sich diese Szene nochmals anzuschauen.

Über Schiris wird gemeckert, jeher und überall. Aber Deutschland ist ein spezieller Fall. Keine andere Nation zählt so viele Schiedsrichter, bloß sind sie lange nicht mehr so gut wie früher, als der DFB die besten der Welt stellte. Das alles ist selbst verschuldet.

Es ist zumindest so, dass beide sich darüber bewusst hätten werden müssen, dass sie vielleicht über ein anderes Detail reden innerhalb dieser Szene. Ich weiß nicht, wie die Entscheidung dann letztendlich ausgefallen wäre. Daniel Siebert ist der Schiedsrichter der Partie gewesen, er ist letztendlich derjenige, der sich festlegen muss, eine Entscheidung treffen muss. Aber dazu hätte er sich im Prinzip diese Situation nochmal anschauen müssen. Und da haben beide einfach nicht auf die Art und Weise miteinander kommuniziert und geredet, wie wir das erwarten würden.

Nach Elfmeter des FC Bayern im Pokal: DFB spricht von Fehlentscheidung

Manuel Gräfe hat vor zwei Jahren die entscheidende Ursache in einem Interview mit dem Tagesspiegel erklärt. Darin warf er den ehemaligen Schiedsrichterbossen Hellmut Krug und Herbert Fandel jahrelange Günstlingswirtschaft, Mobbing und Manipulation vor. Kritische Geister würden kleingehalten oder aussortiert, Jasager stattdessen befördert. Manche seien für ihre Fehler von den Chefs vorgeführt worden, andere seien trotz erkennbarer Mängel immer weiter aufgestiegen. Krug und Fandel beförderten, sagte Gräfe, nicht nach Leistung und sachlichen Kriterien, sondern nach persönlichen.

Sie müssen sich vorstellen, so ähnlich wie Sie und ich als Zuschauer am Fernseher das als sehr aufregend und relevante Szene wahrnehmen, sind sowohl Schiedsrichter als auch Videoassistent in der Situation angespannt und unter Druck und da funktioniert das eben nicht immer alles so, wie wir das in der Theorie üben oder wie das in anderen Situationen, die vielleicht nicht so relevant sind, abläuft. Das ist sicherlich ein menschlicher Faktor, der uns aber auch vor Augen führt, dass wir da noch viel zu tuen haben und noch lange nicht da sind, wo wir hinwollen.

DFB-Pokal – Viel Druck auf einem jungen Schiedsrichter

Krug und Fandel waren auch in Regelauslegungen umstritten. Mit immer neuen Anweisungen zur Handregel etwa verwirrten sie Spieler, Trainer, Zuschauende und auch Schiedsrichter, vor allem die erfahrenen. Auch hielten sie ihre Leute in Foulfragen zu mehr Kleinlichkeit an. Trainer und Spieler wünschen sich jedoch meist das Gegenteil und der internationale Standard sieht eine großzügige Leitung vor. Bei der Uefa und Fifa darf Fußball auch Kontaktsport sein.

Die beiden Chefs bestritten die Vorwürfe, doch andere Kollegen und Ex-Kollegen stimmten Gräfe zu, darunter Felix Brych, Deutschlands offizielle Nummer eins. Der DFB teilte die Kritik seiner beiden Spitzenleute und entmachtete Krug und Fandel. Seit eineinhalb Jahren nun ist Krug weg und Fandel nur noch international tätig. Doch ihre jahrelange Amtszeit hat Spätfolgen.

Dass dieser voreingenommen sein könnte, kam dem gerichtsfesten Vereinsoberhaupt zwar nicht in den Sinn, aber die Spannbreite der Meinungen verdeutlichte: Schiedsrichter wie Daniel Siebert, erst 34 Jahre alt, aber immerhin seit zehn Jahren in der Bundesliga, im fünften Jahr für die Fifa im Einsatz, tun einen verdammt schwierigen Job. Und der Videoassistent (VAR) macht ihn nicht immer einfacher. Vermutlich hätte der Referee besser gelegen, erstmal die Szene weiterlaufen zu lassen, dann in Ruhe seinen Helfer Robert Kampka im Kölner Keller zu konsultieren – und dann sich alles in der Review Area selbst anzusehen. Dann hätte der Lehrer aus Berlin erkannt, dass Coman selbst in den Rasen tritt, um zu Boden zu gehen – und der Kontakt am Oberkörper eher nicht für einen Elfmeter reicht. Doch die Berührung war nun einmal existent; und damit lag kein Fall einer „klaren Fehlentscheidung“ vor. 

Nach dem umstrittenen Elfmeter für Bayern gegen Bremen im Pokal-Halbfinale räumt der DFB-Videochef Jochen Drees ein, dass Schiedsrichter Daniel Siebert einen Fehler begangen habe.

Insofern ist es mehr als drei Jahrzehnte später irgendwie eine beruhigende Erfahrung, dass sich noch immer Szenen ereignen, deren endgültige Aufklärung kaum zu leisten ist. In neun von zehn Fällen, versicherte Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach dem unglücklichen Aus gegen den FC Bayern (2:3) voller Überzeugung, würde ein Schiedsrichter beim Einsteigen von Theodor Gebre Selassie keinen Elfmeter geben. Klarer Fall von Strafstoß, sogar zu 100 Prozent, entgegnete hingegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß, er habe schließlich mit dem Gefoulten Kingsley Coman gesprochen. 

Das ist lächerlich: Elfmeterpfiff für Bayern im DFB-Pokal sorgt für Diskussionen

Der DFB hat einen Tag nach dem umstrittenen Strafstoß für den FC Bayern im Pokal-Halbfinale gegen den SV Werder Bremen eingeräumt, dass es sich um eine Fehlentscheidung gehandelt hat.

Dr. Jochen Drees, Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim DFB, erklärte: “Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt.”

Wann immer der Anhang des SV Werder sich krass benachteiligt fühlt, entlädt sich der Unmut in immer demselben Singsang: Mit „Pauly, Pauly“-Rufen erinnern alte und junge Fans an eine aus ihrer Sicht himmelschreiende Ungerechtigkeit von vor 31 Jahren, als die Bremer sich auf dem Weg nach Berlin vom Schiedsrichter Dieter Pauly aus Rheydt verschaukelt fühlten. Die 0:1-Niederlage im DFB-Pokalhalbfinale gegen den späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt fühlte sich an, als habe der hanseatische Hausherr gegen zwölf Mann gespielt. 

Bayerns Kingsley Coman war in der 78. Minute durch einen leichten Schubser von Theodor Gebre Selassie im Strafraum zu Fall gekommen.

Ein Pfiff, viele Meinungen – der Elfmeter zum Bayern-Sieg

Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter. Robert Lewandowski verwandelte zum letztlich entscheidenden 3:2 für den Rekordmeister, der ins Finale gegen RB Leipzig einzog.

Dem Elfmeter war ein leichter Rempler von Bremens Theodor Gebre Selassie vorangegangen, den insbesondere die Werderaner als nicht strafstoßwürdig empfanden. “Das ist lächerlich. Wenn das ein Elfmeter ist… Wozu haben wir den Videobeweis? Wenn er das nicht sieht, können wir ihn wieder abschaffen”, äußerte sich Werder-Angreifer Max Kruse nach Spielende am TV-Mikrofon.

“Einerseits gibt es Aspekte, die auf fachlicher Ebene gegen einen Strafstoß sprechen. Andererseits gibt es allerdings auch einen Aspekt, der für ein strafstoßwürdiges Vergehen spricht”, meinte Drees.

Gleichzeitig kritisierte Drees kritisierte den Austausch zwischen Schiedsrichter Siebert und dem Video-Assistenten in Köln.

Die Kommunikation sei “nicht gut abgelaufen”, erklärte Drees. Siebert hatte sich die Szene nicht selbst angeschaut, Drees hätte sich allerdings ein On-Field-Review gewünscht.

Welcher Regisseur macht denn so was? Bis zu dieser einen Szene war der Film eigentlich ganz spannend, gute Schauspieler spielten mit, es gab genügend Action und eine einigermaßen plausible Handlung. Zwar lief der Film nach interessantem Beginn doch aufs erwartete Ende zu, aber dann schlug er binnen zwei Minuten eine jähe Volte, wow, dachten die Zuschauer, damit hätten wir jetzt nicht gerechnet – ein paar Minuten war der Film gar auf dem Weg zum Klassiker, aber dann unterlief dem Regisseur dieser wirklich peinliche Fehler. Oh no, bitte nicht!, bitte nicht!, dachten die Zuschauer, das kann er doch nicht machen jetzt…, aber er machte es, der Regisseur, er ließ den Schiedsrichter-Darsteller Siebert tatsächlich auf den Elfmeterpunkt zeigen. Und so fand der Film mit diesem enormen Stimmungskiller ein eher klägliches Ende.

Dabei soll es nach Bild-Informationen aus DFB-Kreisen zu einer fatalen Panne gekommen sein. Siebert habe ein vermeintliches Foul am Fuß von Coman gepfiffen (Kontakt am Fuß gab es allerdings nicht) und dies auch VAR Robert Kampka mitgeteilt.

Tatsächlich lag keine so krasse Fehlentscheidung vor, dass die Kölner Prüfstelle zwingend eine Korrektur hätte anmahnen müssen, dennoch ist es unverständlich, warum Schiedsrichter Siebert auf den eigenen Augenschein am Rasen-Bildschirm verzichtete. Ebenso drängt sich nachträglich die Frage auf, warum der DFB dieses Spiel in die Hände eines Schiedsrichters legte, den man noch googeln muss. Siebert, 34, zählt zwar zur Riege der international pfeifenden Referees, aber diese spezielle Partie hätte man wohl besser einem erfahrenen Schiedsrichter anvertraut, der bei EM- und WM-Turnieren schon gelernt hat, den Druck der ganz großen Bühne auszuhalten.

Umstrittener Elfer bei Werder gegen Bayern: Videoschiri-Chef räumt Fehler ein

Dieser habe sich laut Bild jedoch auf den Kontakt am Oberkörper konzentriert, diesen bereits für ausreichend für einen Elfmeter erachtet und darum auch nicht veranlasst, dass Referee Siebert die Szene selbst noch einmal ansieht.

Das Ärgerlichste an dieser unpassenden Schlusspointe ist, dass man sie schon viel zu oft gesehen hat. So viele Fußballfilme sind in den vergangenen Jahrzehnten genau so ausgegangen, allzu oft haben die Hauptdarsteller aus Bayern ein Happy End in den Plot geschrieben bekommen, das die Rezensenten aufwühlte. Aber diese feuilletonistischen Glaubenskriege sind längst langweilig geworden: Die einen sagen, dass die Bayern sich diese Happy Ends mit ihrer Immer-weiter-Mentalität verdient oder sie zumindest erzwungen haben – die anderen wittern finstere Machenschaften oder zumindest einen unappetitlichen Bayern-Bonus.

Bayern München: Umstrittener Elfmeter gegen Werder Bremen sorgt für Diskussionen

Drees weist in seiner Erklärung explizit darauf hin, dass ein Review auch bei einer “falschen Wahrnehmung des Schiedsrichters” zu erfolgen habe.

Der Elfmeter, der das Spiel in Bremen entschied, war nicht erstunken und erlogen, man kann ihn ebenso geben, wie man ihn nicht geben kann. Dennoch dürfte der deutlich größere Teil der Zuschauer für “nicht geben” plädieren, aus fachlichen, aber auch aus ästhetischen Gründen: So möchte man eigentlich niemanden ins Pokalfinale kommen sehen.

Der Elfmeter hatte hitzige Diskussionen ausgelöst. Bremens Kapitän Max Kruse bezeichnete den Pfiff nach dem Spiel als “lächerlich”. 

“Wir erwarten zwar, dass der Video-Assistent eine fachliche Einschätzung vornimmt, ob eine Situation in einem klar strafbaren oder nicht strafbaren Bereich liegt. Und ob eine falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters vorliegt.

Schon am Abend nach Abpfiff der Partie hatte es hitzige Diskussionen gegeben. Die Trainer Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten beide einen packenden Pokalfight gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung, sagte Werders Kohfeldt. Der Rekord-Pokalsieger Bayern zog nach dem knappen, aber verdienten Erfolg zum 23. Mal ins Finale ein – Gegner ist am 25. Mai in Berlin RB Leipzig. Werder bleibt dann nur die Zuschauerrolle.

Ist einer der Faktoren aus Sicht des Video-Assistenten offensichtlich der Fall, muss es aber unbedingt zu einem On-Field-Review kommen, damit der Schiedsrichter auf der Grundlage der Videobilder in der Review-Area diese Beurteilung eigenständig vornehmen und anschließend eine Entscheidung treffen kann.

Der entscheidende Elfmeterpfiff im Pokal-Halbfinale zwischen dem SV Werder Bremen und Bayern München war aus Sicht des Chefs der DFB-Videoschiedsrichter eine Fehlentscheidung. Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt, wird Jochen Drees am Tag nach dem 3:2-Sieg der Bayern durch einen Elfmetertreffer von Robert Lewandowski in einer DFB-Mitteilung zitiert.

Nach Bayerns Elfer-Aufreger gegen Bremen: VAR-Boss gibt Fehler zu

Im DFB-Pokalhalbfinale zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern München ist dies in der 78. Spielminute leider nicht der Fall gewesen, da die Kommunikation zwischen dem Schiedsrichter und dem Video-Assistenten nicht gut abgelaufen ist.

Das fand Kohfeldt ungerecht, denn den siegbringenden Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (80. Minute) verwandelt hatte, stufte er als brutal und unberechtigt ein. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte den an diesem Abend kaum zu stoppenden Wirbelwind Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

Einerseits gibt es Aspekte, die auf fachlicher Ebene gegen einen Strafstoß sprechen. Andererseits gibt es allerdings auch einen Aspekt, der für ein strafstoßwürdiges Vergehen spricht.