Werder Bremen gleicht spät aus
Höler als tragische Figur – Werder schlägt spät zu
Aber beim 1:1 in Freiburg rettet Ludwig Augustinsson den Bremen-Coach. Die ersten Punkte seit fünf Wochen, weil der Schweden-Verteidiger nach Ecke da ist (90.+1).

Zu Beginn probiert es Werder mit dem Eggestein-Doppel. Erstmals stellt Trainer Kohfeldt die U-21-Nationalspieler Maximilian und Johannes Eggestein (Startelf-Debüt) gemeinsam auf.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte pfeift Schiri Dankert (pfiff zuletzt zwei Spiele in der chinesischen Liga) in der 39. Minute Hand-Elfmeter für Freiburg.

Freiburg führt mit der ersten Tor dank Waldschmidt in der 42. Minute nach Videobeweis und Elfmeter. Aber Bremen kann in der 92. Minute ausgleichen. 

Mal wieder ist Nikolas Moisander der Pechvogel, bekommt einen abgerutschten Waldschmidt-Schuss an die Hand – schon der fünfte Elfer, den der Finne in 66 Liga-Spielen verursacht. Den fälligen Elfer jagt Waldschmidt genau in den Winkel – 1:0.

Gegen Werder Bremen kassieren die Freiburger in der Schlussphase den 1:1-Ausgleichen und verpassen es so nach einer starken Leistung den drei Punkte zu Hause zu behalten.

Beide Teams spielen nach vorne (10:9 Torschüsse), Werder hat durch einen Harnik-Nachschuss (31.) und einen Klaassen-Kopfball (33.) aus vier Metern die besten Gelegenheiten.

Von Kapitän Max Kruse (BILD-Note 5) ist trotz Personal-Trainer (BILD berichtete) überhaupt nichts zu sehen.

Nach der Pause verhindert der überragende Werder-Torwart Pavlenka bei den Großchancen von Waldschmidt (50.) und Terrazzino (59.) einen höheren Rückstand. Höler scheitert am Pfosten (87.).

Richtig zwingend wird der SVW erst wieder zum Spielende. Den Ausgleich verschenkt unter anderem Osako (84.). Die Erlösung bei der letzten Werder-Ecke, als Torwart Pavlenka schon mit vorne ist.

Mit einem Sieg hätte Freiburg auf einen Punkt an Werder ranspringen können. Aufregung nach Abpfiff als Dankert die letzte SC-Ecke nicht ausführen lässt. Verteidiger Christian Günther bei Sky: Er hat mir gesagt, dass davor die letzte Aktion ist. Deswegen ist es wohl richtig.

Max Kruse: Wir haben über 90 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht. Leider haben wir uns erst in der letzten Minuten belohnt.

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Werder Bremen hat nach drei Niederlagen in Folge mal wieder einen Punkt geholt – in Freiburg rannten die Hanseaten dabei lange Zeit einem Rückstand hinterher, hatten am Ende aber das nötige Quäntchen Glück: Freiburg nutzte seine Chancen nicht – und kassierte in der Nachspielzeit das 1000. Bundesliga-Gegentor der Klubgeschichte.

Freiburgs Trainer Christian Streich musste nach dem 1:3 gegen Mainz auf Höfler (Innenbandriss im Knie) verzichten und beorderte zudem Frantz sowie Kleindienst auf die Bank. Gondorf, Terrazzino und Höler waren neu dabei, während Günter sein 147. Bundesligaspiel für Freiburg bestritt und damit nach Einsätzen mit den Klub-Legenden Alexander Iashvili und Ralf Kohl gleichzog. Nur fünf Spieler liegen in dieser Liste nun vor ihm: Den Rekord hält Andreas Zeyer mit 236 Partien, dahinter folgen Julian Schuster (185), Richard Golz (180), Boubacar Diarra (153) und Stefan Müller (151).

Werder Bremens Coach Florian Kohfeldt musste im Vergleich zum 1:3 gegen Gladbach einen Tausch vornehmen: Bargfrede fiel aufgrund von Achillessehnenproblemen aus und wurde von Johannes Eggestein vertreten. Der 20-Jährige stand damit in der Bundesliga zum ersten Mal überhaupt in der Startelf.

Der 12. Spieltag Leverkusen – Stuttgart 2:0 (0:0)   Bayern – Düsseldorf 3:3 (2:1)   Hertha BSC – Hoffenheim 3:3 (1:2)   Augsburg – Frankfurt 1:3 (0:1)   Mainz – Dortmund 1:2 (0:0)   Wolfsburg – Leipzig 1:0 (0:0)   Schalke – Nürnberg 5:2 (2:1)   Freiburg – Bremen 1:1 (1:0)   Gladbach – Hannover 4:1 (2:1) Die aktuelle Tabelle Die Partie brauchte eine Weile, um auf Touren zu kommen. Doch dann wurde den Zuschauern durchaus ansprechender Fußball geboten. Freiburg hatte die Initiative und rannte immer wieder an. Die Breisgauer fanden die Lücken in der aufmerksamen Deckung der Hanseaten aber nicht und griffen auch deshalb immer wieder auf das Mittel “Fernschüsse” zurück – Waldschmidt (11.) verzog knapp, Stenzel (17.) und Gondorf (21.) scheiterten an SVW-Keeper Pavlenka.

In der 21. Minute stockte dann jedem, der es mit Freiburg hält, wohl ein wenig der Atem, als Schlussmann Schwolow der Ball zu weit vom Fuß sprang und Harnik auf einmal die ganze dicke Chance hatte. Der Österreicher schoss aber aus kurzer Entfernung nur Schwolow an, sodass es beim 0:0 blieb. Es sollte nicht die einzige gute Gelegenheit der Gäste bleiben. Werder, das anfangs sehr passiv agierte und primär darauf bedacht war, hinten nichts zuzulassen, wurde nach einer knappen halben Stunde aktiver und kam prompt zu Chancen: Nachdem Schwolow einen Klaassen-Distanzhammer zur Seite abgewehrt hatte, schoss Harnik aus spitzem Winkel knapp links vorbei (31.), ehe Klaassen nur zwei Minuten später völlig freistehend aus sechs Metern zu unplatziert aufs Tor köpfte.

Durchgang zwei begann recht flott: Johannes Eggestein gab aus der Distanz eine erste Duftmarke ab (47.), ehe auf der Gegenseite Pavlenka gleich zweimal exzellent parierte – zuerst gegen Waldschmidt (50.), dann gegen Gondorf (59.). Danach verflachte die Partie jedoch zusehends. Der Sport-Club war mehr und mehr darauf bedacht, den knappen Vorsprung zu halten, während Werder offensiv die Ideen fehlten. Die Hanseaten agierten zu statisch, hatten gerade im letzten Drittel zu wenig Bewegung und machten es den Gastgeber so auch recht leicht.

In der Schlussphase nahm die Partie dann jedoch wieder Fahrt auf – und das so richtig: Zuerst scheiterte der eingewechselte Osako per Kopf an Schwolow (82.), danach machte Höler eine unglückliche Figur: Der 24-Jährige scheiterte zuerst an Pavlenka (85.), traf danach den Pfosten (87.) und legte nach einer Kruse-Ecke im Fünf-Meter-Raum in der Nachspielzeit auch noch unglücklich für Augustinsson auf. Der Schwede bedankte sich und markierte den 1:1-Ausgleich (90.+2).

Freiburg ist am kommenden Samstag (15.30) in Dortmund gefordert, Bremen empfängt zur gleichen Zeit den FC Bayern.

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