Dieser Trainer tut der überhitzten Branche gut
Er wird noch wichtig – WESER-KURIER – Werder Bremen: News zur Bundesliga –
Was Werder Bremen, sein Team, in dieser Spielzeit bislang abliefert, ist teilweise eine Augenweide. Obwohl Werder mit dem 1:2 in Stuttgart die erste Saisonniederlage kassierte, war es ein ansehnliches Spiel. Werder wartete nicht ab, sondern agierte – selbst in Unterzahl. Das durchdachte, gut angelegte Angriffsspiel ist nicht nur ein Verdienst der gut zusammengestellten Mannschaft, sondern auch des Trainers – Florian Kohfeldt.

Doch der 35-Jährige ist mehr als nur ein Trainer, der etwas von Fußball versteht – und dem es gelingt, eine Mannschaft zu führen, eine Spielphilosophie zu vermitteln. Kohfeldt sticht derzeit auch ob anderer Eigenschaften hervor, wegen seiner menschlichen Qualitäten. In einer hektischen Zeit, in der ganz schnell ganz viele Protagonisten öffentlich kritisiert, hinterfragt und ab und an auch diffamiert werden, verdient sich Kohfeldt mit seiner Empathie besondere Anerkennung.

Binnen einer Woche war der Werder-Coach in zwei Spiele involviert, in denen der Torwart des Gegners gepatzt hatte. Erst Fabian Giefer in Augsburg, am Samstag dann Ron-Robert Zieler in Stuttgart. Und beide Male zeigte Florian Kohfeldt großes Einfühlungsvermögen, das Herz erwärmende Menschlichkeit.

So sagte Kohfeldt, als er auf den Patzer von Zieler angesprochen wurde, dem der Ball nach dem Einwurf eines Mitspielers ins Tor gerutscht war: Es freut mich fast schon wieder für Zieler, dass sie dadurch keine Punkte verloren haben. Kohfeldt meinte das so, wie er das sagte. Auch schon eine Woche zuvor, als ein Patzer des Augsburger Keepers Giefer den Siegtreffer seiner Mannschaft begünstigte. Das wünscht man keinem, so Kohfeldt: Ich war selber Torwart, zwar auf einem ganz anderen Niveau. Aber das ist das Brutalste. Ich hoffe, dass der Junge da auch den Kopf oben behält.

Nun könnte man meinen, sich so zu verhalten sei das Normalste der Welt. Dies sei doch nur menschlich. Ist es auch. Und dennoch verdient dieses Mitgefühl große Beachtung, weil es der Branche guttut in Tagen, in denen es manchmal nur wenige Minuten dauert, bis einem die Fehler im Netz mit viel Hohn und Spott vorgehalten werden. Florian Kohfeldt sticht heraus. Er wirkt wie ein Leuchtturm der Liga, der ihr Halt und Orientierung geben kann.

0 Anzeige Es gilt, einen Verlierer vom Wochenende zu würdigen. Einen ganz besonderen Menschen – Florian Kohfeldt.

Was Werder Bremen, sein Team, in dieser Spielzeit bislang abliefert, ist teilweise eine Augenweide. Obwohl Werder mit dem 1:2 in Stuttgart die erste Saisonniederlage kassierte, war es ein ansehnliches Spiel. Werder wartete nicht ab, sondern agierte – selbst in Unterzahl. Das durchdachte, gut angelegte Angriffsspiel ist nicht nur ein Verdienst der gut zusammengestellten Mannschaft, sondern auch des Trainers – Florian Kohfeldt.

Doch der 35-Jährige ist mehr als nur ein Trainer, der etwas von Fußball versteht – und dem es gelingt, eine Mannschaft zu führen, eine Spielphilosophie zu vermitteln. Kohfeldt sticht derzeit auch ob anderer Eigenschaften hervor, wegen seiner menschlichen Qualitäten. In einer hektischen Zeit, in der ganz schnell ganz viele Protagonisten öffentlich kritisiert, hinterfragt und ab und an auch diffamiert werden, verdient sich Kohfeldt mit seiner Empathie besondere Anerkennung.

Binnen einer Woche war der Werder-Coach in zwei Spiele involviert, in denen der Torwart des Gegners gepatzt hatte. Erst Fabian Giefer in Augsburg, am Samstag dann Ron-Robert Zieler in Stuttgart. Und beide Male zeigte Florian Kohfeldt großes Einfühlungsvermögen, das Herz erwärmende Menschlichkeit.

Bitterer Tag für Ron-Robert Zieler. Werder-Coach Florian Kohfeldt zeigte großes Mitgefühl Quelle: dpa/Deniz Calagan

So sagte Kohfeldt, als er auf den Patzer von Zieler angesprochen wurde, dem der Ball nach dem Einwurf eines Mitspielers ins Tor gerutscht war: Es freut mich fast schon wieder für Zieler, dass sie dadurch keine Punkte verloren haben. Kohfeldt meinte das so, wie er das sagte. Auch schon eine Woche zuvor, als ein Patzer des Augsburger Keepers Giefer den Siegtreffer seiner Mannschaft begünstigte. Das wünscht man keinem, so Kohfeldt: Ich war selber Torwart, zwar auf einem ganz anderen Niveau. Aber das ist das Brutalste. Ich hoffe, dass der Junge da auch den Kopf oben behält.

Ron-Robert Zieler Stuttgart erzielt das dämlichste Eigentor des Jahres Nun könnte man meinen, sich so zu verhalten sei das Normalste der Welt. Dies sei doch nur menschlich. Ist es auch. Und dennoch verdient dieses Mitgefühl große Beachtung, weil es der Branche guttut in Tagen, in denen es manchmal nur wenige Minuten dauert, bis einem die Fehler im Netz mit viel Hohn und Spott vorgehalten werden. Florian Kohfeldt sticht heraus. Er wirkt wie ein Leuchtturm der Liga, der ihr Halt und Orientierung geben kann.

Zum zweiten Mal in Folge stand Milot Rashica nicht im Kader. Nach dem Spiel in Stuttgart hat Trainer Florian Kohfeldt den Grund für die erneute Nichtberücksichtigung des Kosovaren genannt.