Wölfin reißt Schafe in Bottrop-Kirchhellen
Wolf in Wesel: NRW ist jetzt offiziell Wolfsgebiet
Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Genetische Befunde und Beobachtungen deuteten darauf hin, dass eine Wölfin im Kreis Wesel heimisch geworden ist. Obwohl das halbe Jahr noch nicht um sei, nach dem formal von einem sogenannten standorttreuen Wolf gesprochen werden könne, habe sie sich zur Ausweisung des Gebietes entschlossen, sagte Landesnaturschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in Düsseldorf. Wird ein Gebiet als Wolfsregion anerkannt, können Schutzmaßnahmen für Nutztiere gefördert werden. Schaf- und Rinderzüchter sowie der Bauernverband im Rheinland hatten sich im Vorfeld bereits besorgt über die Rückkehr des Wolfes gezeigt und Unterstützung eingefordert.

Das Wolfsgebiet umfasst rund 958 Quadratkilometer der Kreise Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen sowie die Städte Bottrop und Oberhausen. Dort können ab sofort Schutzmaßnahmen für Schafe und Ziegen zu bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert werden. Entschädigungen für Tierrisse durch Wölfe würden weiterhin zu 100 Prozent gezahlt, erklärte die Ministerin.

Seit Wochen wird eine Wölfin im Kreis Wesel beobachtet. Das Symbolbild zeigt ein Tier in Niedersachsen.

Schäfer und Züchter dort fühlen sich mit der neuen Situation allein gelassen. Schäfermeister Maik Dünow (44, 800 Mutterschafe) aus Wesel ist Sprecher der Berufsschäfer in NRW. Er sagt: Die Probleme werden von der Politik verdrängt! Wenn es so weitergeht, werden Schafherden aus unserem Landschaftsbild verschwinden.