Laschet will Bonn weiter mitregieren lassen - DIE WELT
Für immer Ex-Hauptstadt:NRW fordert neuen Bonn-Vertrag
Auch 25 Jahre nach Unterzeichnung des Berlin/Bonn-Gesetzes lehnt Nordrhein-Westfalen eine Verlagerung aller Ministerien in die Hauptstadt vehement ab. Berlin ist doch schon heute völlig überhitzt und überfordert und kämpft um bezahlbaren Wohnraum, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Welchen Sinn soll es machen, jetzt noch Tausende Beamte und ihre Familien mit Milliardenkosten nach Berlin umzusiedeln?

Seit etwa zwei Jahrzehnten leistet sich Deutschland de facto eine Doppel-Hauptstadt: Die Ministerien sitzen in Berlin und Bonn. Am Freitag (26. April) ist es 25 Jahre her, seit das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet wurde. Es sollte die Aufteilung zwischen den beiden Städten regeln und sah vor, dass der größte Teil der Arbeitsplätze der Bundesministerien in der Bundesstadt Bonn erhalten bleibt. Das ist allerdings schon seit 2008 nicht mehr der Fall. Es gibt eine starke Sogwirkung nach Berlin.

Inzwischen sind nur noch 33 Prozent der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn, sagte Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU). So könne es nicht weitergehen. Die Arbeitsteilung zwischen den beiden Städten habe sich bewährt und sei alles andere als Geldverschwendung. Setzen Sie die Kosten einmal ins Verhältnis zu den Umzugs- und Baukosten für jene Bonner Ministerien, die nach Berlin umziehen müssten, sagte Sridharan. Wie lange könnte dafür wohl gependelt werden? 100 Jahre?

NRW-Ministerpräsident: Laschet gegen Total-Umzug aller Ministerien nach Berlin

Inzwischen sind nur noch 33 Prozent der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn, sagte Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) der dpa. So könne es nicht weitergehen. Die Arbeitsteilung zwischen den beiden Städten habe sich bewährt und sei alles andere als Geldverschwendung. Setzen Sie die Kosten einmal ins Verhältnis zu den Umzugs- und Baukosten für jene Bonner Ministerien, die nach Berlin umziehen müssten, sagte Sridharan. Wie lange könnte dafür wohl gependelt werden? 100 Jahre?

Seit etwa zwei Jahrzehnten leistet sich Deutschland de facto eine Doppel-Hauptstadt: Die Ministerien sitzen in Berlin und Bonn. Am Freitag (26. April) ist es 25 Jahre her, seit das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet wurde. Es sollte die Aufteilung zwischen den beiden Städten regeln und sah vor, dass der größte Teil der Arbeitsplätze der Bundesministerien in der Bundesstadt Bonn erhalten bleibt. Das ist allerdings schon seit 2008 nicht mehr der Fall. Es gibt eine starke Sogwirkung nach Berlin.

Die NRW-Landesregierung will mit der Bundesregierung bis Ende dieses Jahres eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aushandeln. Das Ziel sei, Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken. Außerdem solle seine Position unter anderem als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

Die Bonner Republik sei das Beste gewesen, was Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg habe passieren können, sagte Laschet. Bonn habe Bescheidenheit und gleichzeitig Offenheit ausgestrahlt. Manche in Berlin glauben, dass die Zustände und die Lebenswirklichkeit in Berlin typisch seien für ganz Deutschland – und sie diskutieren auch so. Die Tugenden der Bonner Republik von Maß und Mitte, Unaufgeregtheit und Bescheidenheit täten auch heute gut.

Bonn habe in den letzten 25 Jahren enorm an Anziehungskraft gewonnen, sagte Laschet. Die Stadt verfüge über ein hoch ausdifferenziertes Netz von Ministerien, Behörden, UN-Institutionen, NGOs, Wissenschaftseinrichtungen und Großunternehmen. Diese bewährten Strukturen dürfen wir nicht aufs Spiel setzen, warnte der Düsseldorfer Regierungschef. So koordiniere das in Bonn ansässige UN-Klimasekretariat die weltweiten Anstrengungen zum Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund mache es wohl kaum Sinn, die Experten aus dem Umweltministerium, dem Entwicklungsministerium und dem Forschungsministerium nach Berlin umzusiedeln.

Auch 25 Jahre nach Unterzeichnung des Berlin/Bonn-Gesetzes lehnt Nordrhein-Westfalen eine Verlagerung aller Ministerien in die Hauptstadt vehement ab. Berlin ist doch schon heute völlig überhitzt und überfordert und kämpft um bezahlbaren Wohnraum, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Welchen Sinn soll es machen, jetzt noch tausende Beamte und ihre Familien mit Milliarden-Kosten nach Berlin umzusiedeln?

Die Bonner Republik sei das Beste gewesen, was Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg habe passieren können, sagte Laschet. Bonn habe Bescheidenheit und gleichzeitig Offenheit ausgestrahlt. Manche in Berlin glauben, dass die Zustände und die Lebenswirklichkeit in Berlin typisch seien für ganz Deutschland – und sie diskutieren auch so. Die Tugenden der Bonner Republik von Maß und Mitte, Unaufgeregtheit und Bescheidenheit täten auch heute gut.

Noch heute haben sechs von 14 Ministerien ihren ersten Dienstsitz in Bonn. Dort sind die Ministerien für Bildung und Forschung, für Gesundheit, für Landwirtschaft, für Umwelt sowie für Verteidigung und Entwicklung angesiedelt, die übrigen an der Spree. Die Bundesministerien, deren erster Dienstsitz Berlin ist, haben einen zweiten Sitz in Bonn.

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Die NRW-Landesregierung will mit der Bundesregierung bis Ende dieses Jahres eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aushandeln. Das Ziel sei, Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken. Außerdem solle seine Position unter anderem als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

Seit etwa zwei Jahrzehnten leistet sich Deutschland de facto eine Doppel-Hauptstadt: Die Ministerien sitzen in Berlin und Bonn. Am Freitag (26. April) ist es 25 Jahre her, seit das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet wurde. Es sollte die Aufteilung zwischen den beiden Städten regeln und sah vor, dass der größte Teil der Arbeitsplätze der Bundesministerien in der Bundesstadt Bonn erhalten bleibt. Das ist allerdings schon seit 2008 nicht mehr der Fall. Es gibt eine starke Sogwirkung nach Berlin.

– Bonn bleibt Bonn und Berlin bleibt Berlin: Einen Komplettumzug aller Bundesministerien wird es auch in der nächsten Wahlperiode nicht geben. Der neue Koalitionsvertrag festigt die Rolle der alten Hauptstadt im Rheinland. Den Text lesen Sie hier.

Inzwischen sind nur noch 33 Prozent der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn, sagte Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) der dpa. So könne es nicht weitergehen. Die Arbeitsteilung zwischen den beiden Städten habe sich bewährt und sei alles andere als Geldverschwendung. Setzen Sie die Kosten einmal ins Verhältnis zu den Umzugs- und Baukosten für jene Bonner Ministerien, die nach Berlin umziehen müssten, sagte Sridharan. Wie lange könnte dafür wohl gependelt werden? 100 Jahre?

Wohnungskrise Plötzlich ist die Ausweichstadt wieder eine Option Anzeige Die NRW-Landesregierung will mit der Bundesregierung bis Ende dieses Jahres eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aushandeln. Das Ziel sei, Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken. Außerdem solle seine Position unter anderem als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

Bonn habe in den letzten 25 Jahren enorm an Anziehungskraft gewonnen, sagte Laschet. Die Stadt verfüge über ein hoch ausdifferenziertes Netz von Ministerien, Behörden, UN-Institutionen, NGOs, Wissenschaftseinrichtungen und Großunternehmen. Diese bewährten Strukturen dürfen wir nicht aufs Spiel setzen, warnte der Düsseldorfer Regierungschef. So koordiniere das in Bonn ansässige UN-Klimasekretariat die weltweiten Anstrengungen zum Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund mache es wohl kaum Sinn, die Experten aus dem Umweltministerium, dem Entwicklungsministerium und dem Forschungsministerium nach Berlin umzusiedeln.

Seit etwa zwei Jahrzehnten leistet sich Deutschland de facto eine Doppel-Hauptstadt: Die Ministerien sitzen in Berlin und Bonn. Am Freitag (26. April) ist es 25 Jahre her, seit das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet wurde.

Die Bonner Republik sei das Beste gewesen, was Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg habe passieren können, sagte Laschet. Bonn habe Bescheidenheit und gleichzeitig Offenheit ausgestrahlt. Manche in Berlin glauben, dass die Zustände und die Lebenswirklichkeit in Berlin typisch seien für ganz Deutschland – und sie diskutieren auch so. Die Tugenden der Bonner Republik von Maß und Mitte, Unaufgeregtheit und Bescheidenheit täten auch heute gut.

Noch heute haben sechs von 14 Ministerien ihren ersten Dienstsitz in Bonn. Dort sind die Ministerien für Bildung und Forschung, für Gesundheit, für Landwirtschaft, für Umwelt sowie für Verteidigung und Entwicklung angesiedelt, die übrigen an der Spree. Die Bundesministerien, deren erster Dienstsitz Berlin ist, haben einen zweiten Sitz in Bonn.

Video starten, abbrechen mit Escape Laschet will Bundesministerien in Bonn behalten . WDR aktuell. 23.04.2019. 01:30 Min.. WDR.

Zwischen Bonn und Berlin herrscht reger Pendelverkehr, seit der Bundestag vor 25 Jahren umgezogen ist. Steuerzahler mögen fragen, ob das sein muss. Die Antwort steht fest: Ein Gesetz sichert Bonn die Arbeitsplätze. Nun will Nordrhein-Westfalen einen Zusatz aushandeln.

Video starten, abbrechen mit Escape 20 Jahre Berlin/Bonn-Gesetz. Lokalzeit aus Bonn. 10.03.2014. 03:13 Min.. WDR.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet will mit der Bundesregierung bis Ende dieses Jahres eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aushandeln. Ziel sei es, Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken, kündigte der CDU-Politiker an. Außerdem solle Bonns Position unter anderem als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit ausgebaut werden.

Am 26. April ist es 25 Jahre her, seit das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet wurde. "Wir bereiten uns auf Gespräche mit dem Bund in einem überparteilich organisierten Austausch mit Vertretern der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften der Region Bonn sowie der Landesregierung Rheinland-Pfalz vor", sagte Laschet. "Wir werden diese Vision bis zum Sommer weiter konkretisieren und wollen mit dem Bund bis Ende 2019 Eckpunkte eines Bonn-Vertrags verhandeln."

Das Bonn/Berlin-Gesetz sollte die Aufteilung der Bundesministerien zwischen den beiden Städten regeln und sah vor, dass "der größte Teil der Arbeitsplätze der Bundesministerien in der Bundesstadt Bonn erhalten bleibt". Das ist allerdings schon seit 2008 nicht mehr der Fall. Es gibt eine starke Sogwirkung nach Berlin.

Auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan forderte einen "Vertrag mit der Bundesregierung". Inzwischen seien nur noch 33 Prozent der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn, kritisierte Bonns Stadtoberhaupt. Eine komplette Verlegung aller Bundesministerien nach Berlin sei keine Alternative und sogar Geldverschwendung, sagte Sridharan. Die Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin koste im Jahr acht Millionen Euro. "Setzen Sie die Kosten einmal ins Verhältnis zu den Umzugs- und Baukosten für jene Bonner Ministerien, die nach Berlin umziehen müssten", sagte der CDU-Politiker. "Wie lange könnte dafür wohl gependelt werden? 100 Jahre?"