Bonner SC besiegt U 23 des BVB
BVB U23 patzt gegen Bonner SC
Die U23 von Borussia Dortmund kassiert zum Start der Rückrunde die fünfte Saisonniederlage in der Regionalliga. Vor allem offensiv präsentiert sich das Team viel zu harmlos.

Trotz der Niederlage bleibt der BVB auf Platz zwei, weil auch der Tabellendritte Rot-Weiß Oberhausen beim SV Straelen verlor. Der Abstand auf Tabellenführer Viktoria Köln liegt nun bei acht Punkten.

Nach dem torlosen Remis in der Vorwoche gegen Alemannia Aachen, tauschte U23-Trainer Jan Siewert lediglich auf einer Position. Im Sturm ersetzte Alexander Isak, der am Vortag noch knapp eine Viertelstunde im Testspiel der Profis beim Drittligisten Sportfreunde Lotte zum Einsatz gekommen war, Kempes Tekiela. Ansonsten schickte Siewert das selbe Teams gegen den Tabellenfünfzehnten aus dem Rheinland ins Rennen.

Das 0:1 durch Adis Omerbasic (5.): Es war ein denkbar schlechter Start für die Borussia: Nach einem langen Ball auf Bonns Vojno Jesic hatte dieser klare Vorteile gegen BVB-Verteidiger Marco Rente. Dieser ging etwas ungestüm in den Zweikampf und brachte den Stürmer zu Fall. Ein klarer Elfmeter, den Omerbasic sicher im rechten Knick verwandelte.

Das 0:2 durch Daniel Somuah (77.): Gefühlte 70 Prozent Ballbesitz hatte der BVB, stand auf den außen stets sehr, sehr hoch und taktisch tief in der Bonner Hälfte, doch Chancen waren Mangelware. Die Gäste aus Bonn setzten offensiv immer wieder gezielte Nadelstiche durch Konter. Einen dieser Angriffe über die rechte Seite verwandelte der eingewechselte Daniel Somuah zum 2:0-Siegtreffer für den Tabellenfünfzehnten.

Die U23 von Borussia Dortmund musste am 18. Spieltag der Regionalliga West eine 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Bonner SC hinnehmen und verpasste es somit, näher an Tabellenführer Viktoria Köln heranzurücken.

Länderspielpause heißt bei der U23 von Borussia Dortmund auch gleichzeitig, dass ihnen die Unterstützung der Fans garantiert ist. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass an diesem kalten Herbsttag 1179 Zuschauer ins Stadion Rote Erde pilgerten. Verwöhnt wurden sie von ihrer U23 allerdings nicht. So kann man sich vor den eigenen Fans nicht präsentieren. Da werde ich die richtigen Worten finde, zeigte sich Dortmunds Trainer Jan Siewert nach dem Spiel enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. Diese ging schon früh in Rückstand. Die Bonner, die Spiel eins nach dem Rücktritt von Cheftrainer Daniel Zillken bestritten, gingen bereits nach fünf Minuten durch einen Elfmeter von Adis Omerbasic in Führung. Der BVB hatte anschließend kaum was entgegenzusetzen gegen die defensivstarken Gäste. Und so kam Siewert auch zu dem Schluss, dass an diesem Tag einfach nicht mehr drin war: Wir hatten es nicht verdient, zu gewinnen. Der Mut und Wille haben gefehlt. Das war in jeglicher Hinsicht nicht zufriedenstellend.Zufriedenstellend war indes die Leistung des Bonner SC, der von Interimstrainer Florian Mager perfekt eingestellt wurde. Wir haben sehr gut verteidigt, gut umgeschaltet und hatten gute Chancen. Wir sind verdient mit 1:0 in die Kabine gegangen. In der zweiten Halbzeit hat dann etwas die Kraft gefehlt und wir konnten nicht mehr für so viel Befreiung sorgen. Das 2:0 ist dann zum richtigen Zeitpunkt gefallen, befand Mager. Tatsächlich erzielten die Bonner das 2:0 durch den eingewechselten Daniel Somuah mitten in der Drangphase des BVB (78.) und stellten die Weichen somit endgültig auf Sieg. Somit hatte Mager auch nur Lob für seine Mannen über: Es war eine anstrengende Woche. Deshalb muss ich den Hut vor der Mannschaft ziehen, wie sie das Spiel angegangen ist.Dass für die Bonner an diesem Tag so ziemlich alles lief, zeigte auch die Schlussminute, als Dortmunds Herbert Bockhorn vom Elfmeterpunkt scheiterte. Das war sinnbildlich für das ganze Spiel, erklärte Siewert und kündigte an, das Spiel mit seiner Mannschaft intensiv aufzuarbeiten.Für den BVB geht es nach der Pause in der Regionalliga West in zwei Wochen mit dem Spitzenspiel bei Viktoria Köln weiter (Samstag, 01.12, 14 Uhr). Der Bonner SC empfängt zeitgleich die Zweitvertretung des 1. FC Köln.Autor: Max Villis