Mordkommission ermittelt nach Hausbrand in Bochum - WR News
Einsatz in Bochum: Schwangere aus brennendem Haus gerettet
Bochum.  Bei einem dramatischen Hausbrand in Bochum sind 16 Bewohner verletzt worden. Die Kripo glaubt an Brandstiftung. Eine Mordkommission ermittelt.

Es war einer der dramatischsten und gefährlichsten Brände der vergangenen Jahre in Bochum. 27 Menschen eines alten Mehrfamilienhauses am Werner Hellweg, im Herzen der Werner Einkaufsstraße, befanden sich in akuter Lebensgefahr. Der komplette Treppenraum aus Holz brannte vom Keller bis ins Dachgeschoss lichterloh. 16 Menschen wurden durch das Einatmen von Rauch leicht verletzt, darunter eine Schwangere. Einige von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Es spricht sehr viel für eine vorsätzliche Brandstiftung, sagte Polizeisprecher Volker Schütte am Freitagnachmittag dieser Zeitung. Die Polizei hat eine Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Elmar Lüssem eingerichtet. Hintergründe und mögliche Tatmotive sind noch völlig unklar.

Als die Rettungskräfte kurz darauf eintrafen, schlugen den Angaben zufolge bereits Flammen aus der Tür und mehrere Menschen riefen aus dem Haus laut um Hilfe. Andere hatten sich schon selbst auf die Straße gerettet. Insgesamt seien vor Ort 27 Bewohner des Hauses behandelt worden. Weitere Menschen waren nach ersten Erkenntnissen nicht im Haus. 

Bochum – Als die Rettungskräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus der Tür, und mehrere Menschen riefen aus dem Haus laut um Hilfe.

Die Feuerwehr hat am Freitag 16 Menschen mit Drehleitern aus einem brennenden Haus in Bochum gerettet. Zehn von ihnen, darunter eine Schwangere, hätten bei dem Brand am frühen Morgen eine Rauchvergiftung erlitten, teilte die Feuerwehr mit.

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Um kurz nach 3 Uhr brach das Feuer demnach im Treppenhaus aus. Die Feuerwehr sprach von einem dramatischen Einsatz. Hilfe, in unserem Haus brennt es, und wir kommen nicht aus unserer Wohnung, habe einer der Notrufe gelautet.

“Hilfe, in unserem Haus brennt es und wir kommen nicht aus unserer Wohnung! Kommen sie ganz schnell!” So lautete der dramatische Wortlaut eines von mehreren Notrufen, die die Leitstelle der Feuerwehr am Freitagmorgen um 03.13 Uhr erreichten. Sofort wurden zwei Löschzüge zur gemeldeten Einsatzadresse am Werner Hellweg Ecke Deutsches Reich entsendet. Als die Einsatzkräfte der nur wenige hundert Meter entfernten Hauptfeuerwache kurze Zeit später am Einsatzort eintrafen, bot sich ihnen eine unübersichtliche Lage. Aus dem Wohnhaus drang dichter Brandrauch aus mehreren Fenstern und aus der Eingangstür des Hauses auf der Rückseite schlugen bereits Flammen. An mehreren Gebäudeseiten machten sich Personen im Dachgeschoss an Fenstern bemerkbar und riefen laut um Hilfe. Weitere Personen hatten das Gebäude noch verlassen können und standen zum Teil leicht bekleidet auf der Straße.

Insgesamt seien vor Ort 27 Bewohner des Hauses behandelt worden. Weitere Menschen waren nach ersten Erkenntnissen nicht im Haus. Auch mehrere Katzen konnten die Einsatzkräfte retten und ihren Besitzern übergeben.

Sofort begannen die Einsatzkräfte mit der Menschenrettung über zwei Drehleitern. Insgesamt 16 Personen wurden so aus akuter Lebensgefahr gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. 10 Personen, darunter eine Schwangere, erlitten eine leicht Rauchvergiftung und mussten in Krankenhäuser transportiert werden. Insgesamt wurden 27 Personen aus dem Wohnhaus in einem Bus der BOGESTRA durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und vier Notärzten behandelt und betreut. Neben den geretteten Menschen konnten die vorgehenden Trupps auch mehrere Katzen lebendig retten und ihren Besitzern übergeben. Sämtliche Räume des Hauses wurden durch Trupps unter Atemschutz kontrolliert, es konnten aber glücklicherweise keine weiteren Personen mehr aufgefunden werden.

Dramatischer Einsatz der Feuerwehr Holzwickede! In letzter Minute konnten die Helfer zwei Kinder in der Nacht zu Sonntag retten.

Parallel zur Menschenrettung wurde auch ein erster Löschangriff durchgeführt. Insgesamt drei Strahlrohre kamen im Innenangriff zum Einsatz. Nach rund 45 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Der Holztreppenraum des Wohnhauses wurde vom Keller bis ins Dachgeschoss komplett zerstört. Dadurch ist das Gebäude auch zunächst unbewohnbar. Alle unverletzten Bewohner konnten bei Verwandten und Freunden unterkommen.

Nach einer Dreiviertelstunde war der Brand unter Kontrolle. Die Polizei soll nun die Brandursache ermitteln.

Derzeit laufen an der Einsatzstelle die Nachlöscharbeiten. Die Holztreppenkonstruktion muss entfernt werden, um alle Brandnester ablöschen zu können. Die Feuerwehr Bochum war zwischenzeitlich mit über 60 Einsatzkräften vor Ort, darunter sechs Rettungswagen und vier Notärzte. Unterstützt wurde die Berufsfeuerwehr durch die Löscheinheiten Brandwacht, Langendreer und Querenburg der Freiwilligen Feuerwehr.