LIVE! 2:2 nach 0:2 - Ganvoula gleicht für den VfL Bochum aus - Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Joker Nazarov sticht doch noch – Aue vor dem Klassenerhalt
Ein packendes Zweitligaspiel zwischen Erzgebirge Aue und dem VfL Bochum endete nach mehreren Wendungen mit 3:2 für die Sachsen. Der eingewechselte Nazarov ließ zunächst die große Chance auf den Siegtreffer liegen – er sollte sich dafür aber revanchieren.

Aues Trainer Daniel Meyer nahm nach dem 1:1 beim HSV zwei Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Statt Kempe (nicht im Kader) und Krüger (Bank) standen Kral und Testroet in der Startelf.

Bochums Coach Robin Dutt tauschte nach dem 0:0 gegen Darmstadt ebenfalls zweimal Personal: Fabian und Eisfeld (beide Bank) wurden von Bella Kotchap und Tesche vertreten.

Dann malte der FCE einen tollen Angriff auf die Wiese: Dominik Wydra bediente Jan Hochscheidt, der Pascal Testroet schickte. “Paco” legte den Ball im Sprung mustergültig in den Lauf von Philipp Zulechner. Er nahm die Kugel perfekt mit, drehte Gegenspieler Dominik Baumgartner einmal komplett auf links und zog aus 18 Metern ab. Der Ball schlug im rechten Eck ein – 1:0 (7.).

Der Klassenerhalt war für beide Mannschaften noch nicht in trockenen Tüchern, Aue benötigte einen dreifachen Punkterfolg aber dringender. Nachdem VfL-Verteidiger Hoogland in einer belebten Anfangsphase die erste Chance ausließ (5.), ging der FC Erzgebirge in Führung: Am Ende einer tollen vertikalen Kombination drehte sich Zulechner um den letzten Abwehrspieler Baumgartner und versenkte die Kugel aus 18 Metern genau im rechten unteren Eck (6.). Die Hausherren hatten daraufhin mächtig Oberwasser: Dynamischer Angriffsfußball in eine Richtung, Rizzuto verpasste das kurze Eck mit seinem wuchtigen Rechtsschuss nur knapp (13.).

Vor 10150 gab Aue zunächst einen 2:0 aus der Hand, kassierte das 2:2. Doch als Emmanuel Iyoha mit dem letzten Angriff im Strafraum gefoult wurde, zeigte Nazarov, welche Nerven er hat. Eine unglaubliche Geschichte. Der FCE ist jetzt 13., vor Dynamo und sechs Punkte weg von Rang 16. Wahnsinn!

Nachdem Tesche Aue-Keeper Männel immerhin zu einer Parade gezwungen hatte (19.), musste Torschütze Zulechner angeschlagen vorzeitig ausgewechselt werden (23.). Was Fandrich (25.) und Iyoha (36.) daraufhin noch nicht gelingen wollte, besorgte Goalgetter Testroet nach zuletzt sechs Spielen ohne eigenen Torerfolg: Hochscheidt schaltete nach einem Ballverlust von Tesche schnell und legte das Kunstleder in den Lauf seines Vordermannes, der aus 20 Metern stramm zum 2:0 einschoss (38.). Die Erzgebirgler befanden sich auf Kurs souveräner Heimsieg, ehe Bochums Hinterseer etwas Handfestes dagegen hatte: Nach einer gefühlvollen Hereingabe von Pantovic verkürzte der Österreicher kurz vor dem Seitenwechsel per Kopf (44.).

Die erste große Choreo im neuen Stadion! “De besten Zeiten zinne wieder auf…” stand auf dem lila-weißen Spruchband. Übersetzt: “Die besten Zeiten ziehen wieder auf”. Und die kamen. Aue brauchte genau sieben Minuten, um die nötige Ruhe zu finden.

Und kurz nach dem Seitenwechsel? Schlenzte Lee das Spielgerät aus 20 Metern an den Querbalken (47.) – Ausgleich verpasst! Fandrich wollte umgehend antworten, zielte aber zweimal zu ungenau (50., 51.). Ebenfalls doppelt scheiterte Testroet im Getümmel am Fünfmeterraum (56.). Der VfL agierte im zweiten Abschnitt streckenweise absolut auf Augenhöhe, die Mehrzahl an Gelegenheiten hatten aber weiterhin die Hausherren: Iyoha fehlten nach Testroets missglücktem Fallrückzieher aber gut zwei Meter (66.).

Erneut Iyoha (73.) und Hochscheidt (76.) vergaben Schussgelegenheiten fahrig. So genügte Bochum ein weiterer sauberer Angriff: Nach einer Spielverlagerung auf die linke Seite flankte Bandowski in Richtung des zwei Minuten zuvor eingewechselten Ganvoula, der Kral problemlos überstieg und aus wenigen Metern zum 2:2 einköpfte (76.). Der VfL wirkte mit dem Momentum auf seiner Seite dem fünften Treffer der Partie näher, Aue brachte nach vorne lange Zeit nicht mehr viel auf den Rasen. Bis Hochscheidt auf die Grundlinie kam, zurücklegte, aber Nazarov den Ball nicht über die Torlinie drückte (90.). Dafür blieb er drei Zeigerumdrehungen später cool, als Hoogland Iyoha im Strafraum gefoult hatte – aus elf Metern besorgte Nazarov den umjubelten 3:2-Siegtreffer (90.+3). Damit brachte der aserbaidschanische Nationalspieler drei Spieltage vor Saisonende sechs Zähler zwischen seine Mannschaft und Platz 16.

Kurz vor der Pause pennte der FCE aber einmal. Tesche hebelte die Abwehr mit einem Pass in die Tiefe aus, Jan Kral kam zu spät. Milos Pantovic flankte und Lukas Hinterseer (44.) köpfte völlig frei ein.

Aue gastiert am Sonntag (13.30 Uhr) in Regensburg. Für Bochum geht es am Samstag (13 Uhr) gegen Magdeburg weiter.

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Aue – Wahnsinn! Puuuh! Mit dem Abpfiff schoss Dimitrij Nazarov seine Veilchen vom Elfmeterpunkt zum glücklichen, aber verdienten 3:2 (2:1) über den VfL Bochum.

Erzgebirge Aue hat einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die "Veilchen" rangen den VfL Bochum nach 93 Minuten abwechslungsreichen Minuten mit 3:2 (2:1) nieder – auch dank eines Elfmeters in letzter Minute.

Bitter: Der Torschütze musste nach 23 Minuten vermutlich mit einer Leistenverletzung vom Feld, für ihn kam Emmanuel Iyoha.

In bisher 18 Pflichtspielen gab es noch kein einziges 0:0 bei dieser Paarung und auch beim 19. Mal sollte es kein torloser Auftritt werden. Bereits nach sechs Minuten traf der FCE zur Führung. Philipp Zulechner wurde von Pascal Testroet eingesetzt, ließ dann seinen Gegenspieler Dominik Baumgartner mit einer Drehung ganz alt aussehen und schloss präzise ins recht untere Eck.

Die Hausherren blieben auch in der Folge druckvoll und schnürten Bochum hinten ein. Allerdings musste der Torschütze Zulechner schon in der 22. Minute vom Feld, da er sich ohne gegnerische Einwirkung wohl eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Für ihn kam Emmanuel Iyoha, der sich gleich gut einfügte. In der 36. Minute prüfte er Manuel Riemann im VfL-Tor mit einem strammen Schuss von halbrechts.

Kurz darauf erhöhte dann Testroet auf 2:0, nachdem er erst Robert Tesche den Ball abgenommen hatte und ihn dann aus 20 Metern einfach mal aufs Bochumer Tor jagte. Riemann bekam die Fäuste nicht mehr hoch und sah bei dem Treffer nicht gut aus. Doch die die Gäste konnten kurz vor der Pause noch einmal Hoffnung schöpfen, da Lukas Hinterseer nach der Flanke von Milos Pantovic völlig freistehend einköpfen konnte (44.).

Im zweiten Durchgang agierten die “Veilchen” dann zu passiv. Sie ließen Bochum kommen und versuchten es nur noch über Konter, die zumeist schlecht ausgespielt wurden. Ein Distanzschuss von Chung Yong Lee, der auf die Latte klatschte, hätte schon den Ausgleich bedeuten können (47.).

Dieser fiel nach einigem Leerlauf in der 76. Minute. Jannik Bandowski hatte butterweich auf den nur zwei Minuten zuvor eingewechselten Silvere Ganvoula geflankt und der ließ sich vor dem Auer Tor nicht lange bitten und überwand Martin Männel per Kopfball.

Es sah bis in die Nachspielzeit nach einer gerechten Punkteteilung aus. Doch dann setzte Iyoha noch einmal zu einem beherzten Antritt in den Strafraum an, Tim Hoogland konnte ihm nicht folgen und hielt in fest – Elfmeter! Der eingewechselte Dimitrij Nazarov blieb aus elf Metern eiskalt und verlud Riemann mit einem Schuss ins rechte Eck (90.+3). Direkt danach war Schluss.

Robin Dutt (Bochum): “Glückwunsch an Aue. Durch individuelle Fehler im Spielaufbau ermöglichten wir Aue die ersten beiden Tore. Nach der Pause haben wir dann das Spiel in die Hand genommen und uns auf 2:2 herangearbeitet. Aber so einen Fehler kurz vor Ende, der zum Elfmeter führte, darf eigentlich nicht passieren. Das war bei uns in dieser Saison nicht zum ersten Mal.”

Daniel Meyer (Aue): “Mit dem zeitigen Erfolgserlebnis des 1:0 sind wir sehr gut in diese Partie gekommen. Trotzdem darf das Gegentor kurz vor der Pause so nicht passieren. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wollten wir auf das dritte Tor spielen und hatten auch einige Gelegenheiten dafür. Aber Bochum kam dann zum zweiten Gegentor und wir brauchten dann einige Zeit, um das zu verarbeiten. Der Sieg am Ende war natürlich ganz wichtig für uns.”

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So 3 Punkte sind eingefahren. Die Zuschauerzahl lässt zu wünschen übrig in unserer Situation! Muss ich zugeben. So und jetzt wo sind sie die gegen Aue vor dem Spiel Gehetzt und große Töne gespuckt haben. Glück Auf, WIR SIND WISMUT AUE.

Glückwunsch zum verdammt wichtigen Sieg – auch eurem engagierten Boss Leonhardt zuliebe.Der Kumpel aus dem Schachte kriecht – Glück auf, der Erzgebirgler siecht. Frei nach eurem Heimatdichter Artur Schramm, Träger der Roten Mainelke und anderer hoher staatlicher Auszeichnungen

Glückwunsch nach Aue. Ich hoffe ihr macht was daraus und bindet den Sack zu. Dynamo hat es verdient in die Reli gg. Halle zu gehen.Danach ab in die 3.Liga.

Glückwunsch Aue zum Klassenerhalt. Da sollte nichts mehr schief gehen. Hoffe Bochum stellt sich gegen uns genau so an. BWGMan sieht sich hoffentlich bald mal wieder

zu 1…) Mal langsam…Man darf nicht zu weit den Mund auf machen..Glaube nicht das Ihr nach Hamburg fahren werdet, weil einfach zum Schluß die Luft raus ist und der 1.FCK Wiesbaden gewinnen lassen wird…Dort geht es um nix mehr…Verstanden???

Die Saison ist noch nicht zu Ende! Also Mannschaft des FCE – Kopf neigen damit es nicht in die Nase regnet, denn ein Sieg war heute das mindeste…@1 und wo ist das die schönste Stadt im Osten?

@Hallenser Brot: Schafft ihr erst mal den Reli-Platz. Dann gewinnt die Reli. Und dann kannst du große Töne spucken. Ihr habt doch kaum 6000 Zuschauer zu den Heimspielen, du Traumtänzer. ⚒️

3 wichtige Punkte für den Schacht; es wird zunehmend enger in Richtung Ziellinie.Das große Rechnen wird jetzt beginnen, ich hoffe beide "36-Punkte-Mannschaften" sind faktisch durch. Eine gewisse Freude für Union kann ich nicht verbergen, ihnen wünsche ich Platz 2 und dem HSV eine weitere Saison in Liga 2.So mein werter Aldi – Ouzo hoffentlich gut gekühlt und rein damit :-)Dynamische Harzer Grüße ins Erzgebirge.

Nun sollte etwas Ruhe einziehen und auch die ständigen Anfeindungen der eigenen Fans gegenüber Daniel Meyer aufhören!

War ein guter Schritt Richtung Klassenerhalt…Das Wie und Warum is egal…Aber mit dem Videoassistenten wäre das Spiel wohl anders ausgegangen…Aue hat jetzt den Vorteil, das alle oben aufsteigen wollen und Gewinnen müssen, die letzten 3 Spiele…Das Restprogramm sagt für die unteren Mannschaften, alles aus. Aber ich denke wir können für Liga 2 wieder planen…Hoffe das es Magdeburg noch schafft… Die Ostduelle sind doch alle geil…Egal wie es nach 90 Minuten aus geht…Union hat gezeigt das Sie ein würdiger Aspirant für die 1.Liga sind…Ich drück denen die Daumen…Sportlich Faire Gruß an alle Ossi Fans…Lg aus Aue

Erzgebirge Aue hat seine Niederlagen-Serie gestoppt. Am Sonnabend erkämpfte sich das Team von Daniel Meyer dank einer defensiven Meisterleistung beim Aufstiegsaspiranten Hamburger SV einen Zähler.

Der FC Erzgebirge Aue hat am Freitag im Zweitliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim zu wenig für einen Punkt getan. Trotz einer offensiven Aufstellung sprangen für den Kumpelverein keine Tore heraus.

+++ Dynamo-Keeper Schubert von eigenen Fans beleidigt +++ Sabitzer erstmals Vater +++ RB Leipzig stattet 18-Jährigen mit Profivertrag aus ++++++ Dank RB Leipzig und Bayern: Ein Platz mehr im Europacup +++

Der Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga spitzt sich zu: Der 1. FC Magdeburg steht nach der Niederlage in Regensburg weiter auf dem Relegationsplatz. Erzgebirge Aue konnte sich befreien, Dynamo kann jubeln.

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