Fast drei Viertel aller Bochumer Autos kommen ohne Probleme über den TÜV.
Tüv-Report 2019: Die Schwachstelle älterer Fahrzeuge
Das Rücklicht ist kaputt, der Motor verliert Öl, der Scheibenwischer ist abgenutzt – nach Einschätzung des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) ist jedes dritte Auto in Deutschland mit Mängeln unterwegs. Bei etwa jedem fünften Wagen sind sie so gravierend, dass das Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung durchfällt. Das geht aus einem Bericht hervor, den der TÜV-Verband am Mittwoch in Berlin veröffentlichte.

Der Verband wertete dafür 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen aus, die der TÜV als einer der Anbieter innerhalb eines Jahres durchgeführt hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fanden die Prüfstellen bei etwas mehr Gebrauchtwagen erhebliche Mängel – der Anteil stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent. Der Verband erklärt das damit, dass die Autos mittlerweile im Durchschnitt etwas älter sind.

Bielefeld. Bielefelder fahren immer ältere Autos, das zeigt die Statistik des TÜV Nord für die Stadt. Im Schnitt ist ein Wagen etwa zehn Jahre alt. Immer häufiger fallen die Autos beim hiesigen TÜV dann auch durch – häufiger als im Bundesdurchschnitt. Insgesamt 63 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an den TÜV-Stationen in Bielefeld geprüft wurden hatten überhaupt keine Mängel. Bei immerhin 23,7 Prozent wurden jedoch erhebliche Mängel festgestellt. Zusätzlich fanden die TÜV-Sachverständigen bei 13,2 Prozent nur geringe Mängel, sodass 76,2 Prozent sofort eine TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen. Der durchschnittliche PKW, der in der Stadt geprüft wurde, hatte mehr als 131.000 Kilometer auf dem Tacho. Beleuchtung macht oft Probleme  Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin seien, desto höher sei die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen, teilt der TÜV mit. Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik” in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Vorsicht, Verwarnungsgeld Noch ein nützlicher Hinweis vom TÜV: Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen, rät der TÜV Nord. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘ Plaketten von Grün auf Orange und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Gewinner des TÜV-Reports ist der Porsche 911. Nur jeder 40. Wagen, also 2,5 Prozent, der zwei bis drei Jahre alten 911er weisen erhebliche Mängel auf und fallen durch. Aber auch in allen andere Altersklassen weist der Sportwagen aus Zuffenhausen Bestwerte auf: Dass ein Fahrzeug in allen Altersklassen so überzeugend abschneidet, hat es in der Geschichte des TÜV-Reports noch nicht gegeben, sagte Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands.

Der durchschnittliche PKW, der in der Stadt geprüft wurde, hatte mehr als 131.000 Kilometer auf dem Tacho. Fast jedes vierte geprüfte Auto weist Mängel auf.

Laut TÜV schnitten die deutschen Hersteller mit mehreren Top-Ten-Platzierungen in den verschiedenen Altersklassen insgesamt sehr gut ab. Bei den Gewinnern nach Fahrzeugklassen ist Mercedes in vier von fünf Kategorien führend: In der Kompaktklasse liegt die A-Klasse vorn, in der Mittelklasse die C-Klasse, bei den SUVs der GLK und bei den Vans die B-Klasse. Bei den Minis gewinnt der Opel Adam und bei den Kleinwagen der Hyundai i20.

Etwas Bammel vor der Hauptuntersuchung müssen laut TÜV vor allem Dacia-Logan-Fahrer haben: In drei von sechs Altersklassen landet der kompakte Rumäne auf dem letzten Platz. Unter den zwei bis drei Jahre alten Logans erhielten bereits 14,6 Prozent keine neue Plakette; bei den sechs bis sieben Jahre alten Modellen wiesen bereits 30,9 Prozent erhebliche Mängel auf, und bei den zehn bis elf Jahre alten Logans fielen sogar 40,6 Prozent durch die Hauptuntersuchung.

Bei den Autos, die vier bis fünf Jahre unterwegs sind, ist der Peugeot 206 Schlusslicht – 28 Prozent fielen durch. Und bei den acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen teilen sich Renault Kangoo und Chevrolet Matiz mit 37,1 Prozent den letzten Platz.

Besonders häufig kommen laut TÜV Mängel an der Lichtanlage vor. Fahrzeugnutzer sollten häufiger überprüfen, ob sämtliche Leuchten funktionieren. Das ist gerade in der dunklen Jahreszeit sehr wichtig, sagte Bühler.

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Der Verband wertete dafür 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen aus, die der TÜV als einer der Anbieter innerhalb eines Jahres durchgeführt hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fanden die Prüfstellen bei etwas mehr Gebrauchtwagen erhebliche Mängel – der Anteil stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent. Der Verband erklärt das damit, dass die Autos mittlerweile im Durchschnitt etwas älter sind.

Gewinner des TÜV-Reports ist der Porsche 911. Nur jeder 40. Wagen, also 2,5 Prozent, der zwei bis drei Jahre alten 911er weisen erhebliche Mängel auf und fallen durch. Aber auch in allen andere Altersklassen weist der Sportwagen aus Zuffenhausen Bestwerte auf: Dass ein Fahrzeug in allen Altersklassen so überzeugend abschneidet, hat es in der Geschichte des TÜV-Reports noch nicht gegeben, sagte Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands.

Auspuffanlagen Der Klang der Blechskulpturen ist feinste Kunst Anzeige Laut TÜV schnitten die deutschen Hersteller mit mehreren Top-Ten-Platzierungen in den verschiedenen Altersklassen insgesamt sehr gut ab. Bei den Gewinnern nach Fahrzeugklassen ist Mercedes in vier von fünf Kategorien führend: In der Kompaktklasse liegt die A-Klasse vorn, in der Mittelklasse die C-Klasse, bei den SUVs der GLK und bei den Vans die B-Klasse. Bei den Minis gewinnt der Opel Adam und bei den Kleinwagen der Hyundai i20.

Etwas Bammel vor der Hauptuntersuchung müssen laut TÜV vor allem Dacia-Logan-Fahrer haben: In drei von sechs Altersklassen landet der kompakte Rumäne auf dem letzten Platz. Unter den zwei bis drei Jahre alten Logans erhielten bereits 14,6 Prozent keine neue Plakette; bei den sechs bis sieben Jahre alten Modellen wiesen bereits 30,9 Prozent erhebliche Mängel auf, und bei den zehn bis elf Jahre alten Logans fielen sogar 40,6 Prozent durch die Hauptuntersuchung.

Policenwechsel So wird Ihre Kfz-Versicherung richtig günstig Bei den Autos, die vier bis fünf Jahre unterwegs sind, ist der Peugeot 206 Schlusslicht – 28 Prozent fielen durch. Und bei den acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen teilen sich Renault Kangoo und Chevrolet Matiz mit 37,1 Prozent den letzten Platz.

Besonders häufig kommen laut TÜV Mängel an der Lichtanlage vor. Fahrzeugnutzer sollten häufiger überprüfen, ob sämtliche Leuchten funktionieren. Das ist gerade in der dunklen Jahreszeit sehr wichtig, sagte Bühler.

Gebrauchtwagen: Der Tüv-Report gilt als wichtiger Gebrauchtwagenratgeber. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Insgesamt fallen mehr Fahrzeuge durch die Prüfung durch. Bei älteren Fahrzeugen zeigt sich ein Defekt besonders häufig. 

Die Hauptuntersuchung (HU) macht viele Autofahrer nervös. Bekommt das Auto wieder die Plakette? Werden Mängel entdeckt, die behoben werden müssen? Jedes Jahr zeigt der Tüv-Report die Gewinner und Verlierer der HU. In Berlin wurde jetzt der Tüv-Report 2019 vorgestellt, für den Daten aus dem Zeitraum von Juli 2017 bis Juni 2018 ausgewertet worden sind.

Mehr als jeder fünfte Wagen fiel zuletzt durch die HU beim Tüv. Im Vergleich zum Vorjahr weisen 1,3 Prozent mehr Fahrzeuge “erhebliche Mängel” auf. Bei den vier bis fünf Jahre alten Gebrauchtwagen falle jeder zehnte mit erheblichen Mängeln durch. Bei den zehn bis elf Jahre alten Autos sind es sogar mehr als ein Viertel (28 Prozent). Einen alternden Fahrzeugbestand in Deutschland sieht Joachim Bühler, Geschäftsführer vom Verband der Tüv (VdTÜV) anlässlich der Vorstellung des jährlichen Tüv-Reports, kritisch: “Über kurz oder lang wird das ein Problem für die Verkehrssicherheit.”

Ein Mangel zeigt sich besonders in der dunkeln Jahreszeit. Ordnungsgemäß funktionierendes Licht am Auto ist gerade dann wichtig. Doch besonders bei älteren Autos zeigen sich hier oft Mängel. “Fahrzeughalter sollten häufiger überprüfen, ob sämtliche Leuchten funktionieren”, rät daher Bühler. Das Thema Licht sei bei den Prüfern weiter “Dauerthema”. Vor allem ältere Fahrzeuge fielen auf den Prüfständen mit defekter Beleuchtung auf.

Eine Liste der häufigsten Mängel bei den neun- und zehnjährigen Autos zeigt weitere Schwachstellen: Ölverlust an Motor und Getriebe. Dies sei besonders kritisch, weil es bei einem Unfall brandbeschleunigend wirke. Außerdem gibt es relativ häufig Mängel an den Achsfedern und Stoßdämpfern sowie an den Bremsscheiben. Insgesamt fiel im Untersuchungszeitraum mehr als jedes fünfte Auto (21,2 Prozent) durch die HU bei Tüv-Prüfern.

An der Spitze der einzelnen Kategorien liegen – wie in den Vorjahren – meist deutsche Hersteller. Vor allem Porsche, Mercedes und Audi. Sie hatten die geringste Quote an erheblichen Mängeln. Bei den zehn- bis elfjährigen Autos bricht ein Mazda 2 die deutsche Dominanz an der Spitze und landet auf Rang 2.

Der Porsche 911 ist Gewinner des Tüv-Reports. Der Sportwagen hat die niedrigste Quote an erheblichen Mängeln in der Gruppe der zwei bis drei Jahre alten Fahrzeuge. Doch auch in den anderen Altersklassen gewinnt der Porsche 911. “Dass ein Fahrzeug in allen Altersklassen so überzeugend abschneidet, hat es in der Geschichte des Tüv-Reports noch nicht gegeben”, äußert sich Bühler dazu. 

Die geringste Quote erheblicher Mängel zeigte der Porsche 911 (Typ 991) bei den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen mit 2,5 Prozent. Dicht gefolgt von der Mercedes B-Klasse und dem Mercedes GLK (beide Platz 2) mit einer Quote von jeweils 2,6 Prozent.

Auch bei den Vier- bis Fünfjährigen folgt dem Porsche (Typ 991) die Mercedes B-Klasse, dahinter nimmt aber der Audi Q5 den dritten Rang ein. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen kommen der Mercedes SLK und der Audi TT hinter dem Elfer (Typ 997) noch aufs Treppchen, bei den acht- bis neunjährigen Autos der BMW X1 und der Audi TT, bei den Zehn- bis Elfjährigen der Mazda 2 und der Audi TT.

Im Tüv-Report schlecht weg kommt der Dacia Logan. In allen fünf Altersklassen findet sich ein Logan des rumänischen Herstellers unter den drei Autos mit den meisten Mängeln. Bei vier- bis fünfjährigen Fahrzeugen zum Beispiel teilt sich der Dacia Logan mit dem Chevrolet Spark mit einer Mängelquote von 21,8 Prozent den vorletzten Platz. Schlechter ist nur der Peugeot 206 mit einer Quote von 28 Prozent.

Für den Tüv-Report 2019 sind 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet worden. Der Report gilt als Ratgeber für Gebrauchtwagenkäufe, weil er Mängel von Fahrzeugmarken in verschiedenen Altersklassen aufzeigt. Außerdem gibt der Tüv-Report Autofahrern Ratschläge zu ihren Fahrzeugen. 

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