Bochums Anthony Losilla nimmt (zu) viel Schuld auf sich
VfL-Trainer Dutt: Schwache Woche wird uns nicht umwerfen”
Der Mittelfeldspieler kritisiert sein Foul, das zur Gelb-Roten Karte geführt hat. In Unterzahl wehrt sich der VfL lange wacker, kann die Führung aber nicht halten. Sam ein Schwachpunkt.

Ein enttäuschter Robin Dutt. Der VfL hätte in der Tabelle vorne reinrutschen können. (Quelle: foto2press/imago)

Die nächste bittere Pleite für Bochum. Nach dem 0:1 unter der Woche gegen Dresden nun ein 2:3 in Heidenheim. Drei Tore, ein Platzverweis – viel los in der 1. Halbzeit. Heidenheim macht mit Dovedan (11.) den Anfang, kontert den VfL aus. Aus dem Nichts gelingt Hinterseer (21.) der Ausgleich. Schon sein fünftes Saisontor. Nur zwei Minuten nach der VfL-Führung durch Hoogland (31.) fliegt Losilla (33.) mit Gelb-Rot vom Platz. Bochum also fast eine Stunde in Unterzahl. Glatzel (77.) findet in der 77. Minute die Lücke im VfL-Beton, der dann komplett zerbröckelt. Schnatterer sorgt mit einem direkten Freistoß für die Entscheidung. VfL-Torwart Riemann, wie auch beim 1:0 der Heidenheimer, macht eine ganz schwache Figur. ▶︎ Torschützen: 1:0 Dovedan (11.), 1:1 Hinterseer (21.), 1:2 Hoogland (31.), 2:2 Glatzel (77.), 3:2 Schnatterer (84.) ▶︎ Platzverweis: Losilla (33./Gelb-Rot)

Mit einem Sieg in Heidenheim hätte sich der VfL Bochum zumindest für eine Nacht am Hamburger SV vorbei geschoben. Daraus wurde nichts. Dramatisch ist die Lage in Duisburg.

Der VfL Bochum hat in Unterzahl den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verspielt. Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt verlor am achten Spieltag beim 1. FC Heidenheim durch späte Gegentore und liegt mit weiterhin elf Punkten gleichauf mit dem Gegner nur im Mittelfeld.

Nach einer Gelb-Roten Karte für Anthony Losilla (33.) musste Bochum rund eine Stunde mit nur noch zehn Mann bestreiten. Nikola Dovedan (11.) hatte Heidenheim in Führung gebracht, Lukas Hinterseer (21.) und Tim Hoogland (31.) drehten das Spiel für die Gäste noch vor dem Platzverweis. Robert Glatzel (77.) und Marc Schnatterer (84.) mit einem sehenswerten Freistoß sorgten dennoch für den Heimsieg.

Bei Duisburg wird die Luft für Trainer Ilija Grujew nach dem nächsten vergeblichen Anlauf zum ersten Saisonsieg zusehends dünner. Die Meidericher verpassten auch im achten Versuch den herbeigesehnten Befreiungsschlag und sind mit nur zwei Punkten weiterhin Tabellenschlusslicht. Regensburg hingegen rückte durch seinen dritten Sieg binnen sieben Tagen ins obere Tabellendrittel vor.

Duisburgs vierte Heimpleite nahm vor 11.096 Zuschauern schon in der Anfangsviertelstunde durch einen Regensburger Doppelschlag von Marco Grüttner (11.) und Sebastian Stolze (13.) konkrete Formen an. Zwar verkürzten die Zebras durch Joseph-Claude Gyau schnell (24.), doch konnten die Platzherren der Begegnung keine Wende mehr geben, zumal Jann George (78., Foulelfmeter) zu Beginn der Schlussphase Duisburgs Hoffnungen auf ein Remis zunichte machte.

Ob Grujew angesichts der anhaltenden Misserfolgsserie seines Teams nach bald dreijähriger Amtszeit auch im nächsten Spiel bei Spitzenreiter 1. FC Köln (8. Oktober) noch auf der Bank des früheren Vizemeisters sitzen wird, erscheint zumindest offen. Schon im Vorfeld des Duells mit Regensburg hatte die MSV-Spitze ein Bekenntnis zu ihrem Coach vermieden.

Der SC Paderborn bleibt zu Hause eine Macht. Der Aufsteiger setzte sich nach dem vierten Heimspiel ohne Niederlage mit zwölf Punkten in der erweiterten Spitzengruppe fest. Bernard Tekpetey (34.) erzielte den Treffer der Gastgeber. Aue muss sich nach der fünften Niederlage im achten Saisonspiel mit sieben Zählern erst einmal nach unten orientieren.

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