VfL verschläft zum dritten Mal in Folge die Anfangsphase
VfL-Trainer Dutt: Schwache Woche wird uns nicht umwerfen”
Der VfL Bochum hat nach der 6:0-Gala gegen Ingolstadt nun gegen Dresden (0:1) und Heidenheim (2:3) verloren. Das sind die Gründe für die Niederlagen. Ein Kommentar. 

Die Stimmung war bestens nach dem 6:0 gegen Ingolstadt. Drei Spiele später ist die in den vergangenen Jahren vorherrschende Ernüchterung zum VfL?Bochum zurückgekehrt. Nur einen Punkt holte der VfL in den vergangenen neun Tagen – gegen drei Gegner auf Augenhöhe. Das entspricht nicht dem Potenzial des Teams. Es gibt fast nie nur eine Erklärung für Ergebnisse, meistens greifen mehrere Gründe ineinander. Unterzahl, Pfostenschuss, Schnatterer, um mal drei für das jüngste 2:3 in Heidenheim zu nennen. Zwei Punkte aber fallen als Erkenntnis der vergangenen vier Spiele – inklusive Ingolstadt – besonders ins Gewicht.Erstens: die Verletzungsmisere. Danilo Soares, Robbie Kruse, die gegen Dresden und Heidenheim fehlten, und Sebastian Maier, der in Heidenheim passen musste, sind mindestens ein Ausfall eines Leistungsträgers zu viel. Dafür ist der Kader in der Breite eben nicht gut genug, zumal es mit Thomas Eisfeld, Milos Pantovic und Jannik Bandowski drei Langzeitausfälle gibt; und Sidney Sam in dieser Form keine Alternative sein darf.Timo Perthel hat nach zwei Jahren Verletzungspause kämpferisch die Englische Woche gemeistert, das verdient Respekt. Aber er kann einem Soares in der Form der ersten Wochen nicht das Wasser reichen. Ist Kruse gut drauf, sind seine Sprints in die Tiefe eine Waffe. Laufwunder Maier hat gegen Dresden gezeigt, zu was er in der Lage ist. Er hat nach seiner Verletzung gerade erst Fahrt aufgenommen, da ist der Rückschlag doppelt bitter. Für Maier. Und für den VfL.Zweitens: die Anfangsphase. Gegen Ingolstadt zeigte der VfL in den ersten 20 Minuten Biss, Tempo, er dominierte die Zweikämpfe. In Kiel, vor allem gegen Dresden und in Heidenheim verschlief er den Start. Natürlich: Eine frühe 3:0-Führung ist eine Ausnahme. Aber warum der VfL derart lethargisch die folgenden drei Spiele begonnen hat, ist eine Frage, auf die es eine Antwort geben muss.Gegen Bielefeld am Freitag. Und auch danach: Noch kann der ins Mittelfeld abgerutschte VfL in der engen Liga schon nach ein, zwei Siegen wieder oben anklopfen.Autor: Ralf Ritter

Heidenheim ergriff von Anfang an die Initiative und dominierte in den ersten Minuten das Spiel. So bot sich Dovedan eine erste Kopfballchance, doch Riemann parierte erstklassig, ehe Losilla die Kugel von der Linie kratzte (4.). Bochum war in der Anfangsphase in der Defensive nicht auf der Höhe, brachte keinen konstruktiven Spielaufbau zustande und blieb offensiv blass. Die logische Konsequenz: das 1:0 für den FCH. Glatzel bediente Dovedan mit einem Steilpass – und der Österreicher hob die Kugel über den herausstürzenden Riemann (11.).

2. Liga: Bochum dreht das Spiel gegen Heidenheim – Live-Ticker

Der VfL Bochum hätte heute zumindest für eine Nacht auf Platz zwei der Tabelle klettern können. Doch die Mannschaft von Trainer Robin Dutt verlor in einem torreichen Spiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:2.

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In den zweiten 45 Minuten ging es nur noch in eine Richtung. Der FCH rannte an, erarbeitete sich zunächst aber kaum zwingende Torchancen. Bochum verteidigte voller Leidenschaft – und hatte in der Schlussphase zweimal die Entscheidung auf dem Fuß: Der eingewechselte Gyamerah prüfte Müller mit einem Versuch aus der Drehung (75.), kurz darauf scheiterte Celozzi mit einem herrlichen Distanzschuss am Pfosten (76.).