Schnatterer schockt den VfL Bochum: Niederlage in Heidenheim
Führung, Rückstand – und dann kommt Schnatterer
Der VfL Bochum hätte heute zumindest für eine Nacht auf Platz zwei der Tabelle klettern können. Doch die Mannschaft von Trainer Robin Dutt verlor in einem torreichen Spiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:2.

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Bislang liefs in der Englischen Woche” für den VfL nicht nach Wunsch. 2:2 mit Last-Minute-Gegentor in Kiel und 0:1-Heimpleite gegen Dresden. Samstag (13 Uhr, Sky und BILD.de-Liveticker) muss etwas kommen, will Bochum im Kampf um die Spitzenplätze nicht weiter an Boden verlieren…

Der 1. FC Heidenheim hat den VfL Bochum am Samstagnachmittag mit 3:2 geschlagen. Die Elf von Trainer Frank Schmidt krönte eine sehr gute Anfangsphase mit dem Führungstreffer, geriet gegen effektive Gäste aber noch vor der Pause in Rückstand, ehe Losilla Gelb-Rot sah. In den zweiten 45 Minuten rannte Heidenheim in Überzahl an – und belohnte sich in der Endphase.

Aber nicht nur das. Am 16. Februar erlebte er dort mit Bochum seine VfL-Premiere, verlor jedoch 1:2. Dutt: Es schließt sich für mich der Kreis. Ich kenne den Verein und die handelnden Personen sehr gut.

Bochum zittert vor Schnatterer

Heidenheims Trainer Frank Schmidt nahm im Vergleich zum 1:2 in Regensburg vier Änderungen an seiner Startelf vor: Anstelle von Andrich, Lankford, Pusch und Skarke spielten Dorsch, Thiel, Schnatterer und Dovedan.

VfL-Coach Robin Dutt (53) steht dabei vor seinem 20. Zweitligaspiel mit dem VfL. Und das unweit von seiner Haustür. Sein Wohnort Leonberg ist nur rund 100 km von Heidenheim entfernt.

Bochums Coach Robin Dutt beließ es nach dem 0:1 gegen Dresden bei drei Wechseln: Gyamerah, Maier und Ganvoula machten Platz für Celozzi, Sam und Startelf-Debütant Lee.

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Heidenheim ergriff von Anfang an die Initiative und dominierte in den ersten Minuten das Spiel. So bot sich Dovedan eine erste Kopfballchance, doch Riemann parierte erstklassig, ehe Losilla die Kugel von der Linie kratzte (4.). Bochum war in der Anfangsphase in der Defensive nicht auf der Höhe, brachte keinen konstruktiven Spielaufbau zustande und blieb offensiv blass. Die logische Konsequenz: das 1:0 für den FCH. Glatzel bediente Dovedan mit einem Steilpass – und der Österreicher hob die Kugel über den herausstürzenden Riemann (11.).

Der Kapitän Heidenheims sorgt für eine ungeheure Qualität. Da müssen wir stark aufpassen, sagt VfL-Mann Tesche.

Nach einer Viertelstunde hatte Heidenheim 5:0 Torschüsse vorzuweisen, doch der VfL berappelte sich – und bestach auf einmal mit einer unwahrscheinlichen Effektivität: Celozzi bediente Hinterseer mustergültig mit einer flachen Flanke, der Angreifer vollstreckte (21.). Wenig später schlug Torwart Riemann den Ball weit nach vorne, Hinterseer holte ihn mit dem Oberschenkel aus der Luft – und Hoogland spitzelte ihn an FCH-Keeper Müller vorbei (31.). Nun war auf einmal Heidenheim gefordert und spielte schon bald in Überzahl.

Denn kurz nach dem zweiten VfL-Tor sah Losilla Gelb-Rot: Der Bochumer grätschte Griesbeck um, Schiedsrichter René Rohde hatte keine Wahl (33.). Nun machte Heidenheim Druck, doch Thiel verfehlte das Ziel nach einer Schnatterer-Ecke per Kopf (35.).

In den zweiten 45 Minuten ging es nur noch in eine Richtung. Der FCH rannte an, erarbeitete sich zunächst aber kaum zwingende Torchancen. Bochum verteidigte voller Leidenschaft – und hatte in der Schlussphase zweimal die Entscheidung auf dem Fuß: Der eingewechselte Gyamerah prüfte Müller mit einem Versuch aus der Drehung (75.), kurz darauf scheiterte Celozzi mit einem herrlichen Distanzschuss am Pfosten (76.).

Nach dem Gegenzug lag der Ball im Netz des VfL-Kastens: Busch flankte aus dem rechten Halbfeld, Glatzel stieg hoch und nickte ein (77.). Nun war Heidenheim obenauf – und Schnatterer krönte die Bemühungen mit einem herrlichen Freistoß zum 3:2 (84.), der Schlusspunkt.

Heidenheim spielt am Sonntag (13.30 Uhr) bei Union. Bochum empfängt schon am Freitag (18.30 Uhr) Bielefeld.

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