Brandanschlag auf Partnerin: Prozess startet heute - Neue Westfälische
Bielefelder soll seine Freundin angezündet haben
Bielefelder soll seine Freundin angezündet haben Prozessauftakt am Landgericht Bielefeld28-Jähriger soll Freundin angezündet haben90 Prozent der Hautoberfläche verbrannt Neuer Abschnitt Ein 28-Jähriger soll seine Freundin mit Benzin übergossen und angezündet haben. Seit Montag (27.05.2019) muss er sich vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Dem Angeklagten wird schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Video starten, abbrechen mit Escape Lokalzeit OWL | 27.05.2019. Lokalzeit OWL. 27.05.2019. 29:21 Min.. WDR.

Zunächst hatte alles nach einem Wohnungsbrand in der Bielefelder Innenstadt ausgesehen. Doch schnell verdichtete sich im Juli 2018 der Verdacht: Der Mieter könnte seine Freundin mit Benzin übergossen und angezündet haben. Aus Eifersucht, sagt die Staatsanwaltschaft.

Mehr als 90 Prozent der Hautoberfläche der Frau verbrannten, sie wird auf Dauer entstellt sein. Der Angeklagte – ein mehrfach vorbestrafter Mann – bestritt zum Prozessauftakt die Tat. Nach seinen Angaben habe sich die dreifache Mutter selbst angezündet. Er habe das Feuer gelöscht. Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren.

Die Betroffene schilderte, dass der Angeklagte sie mit Benzin übergossen habe. Sie habe dann etwas auf sich zufliegen sehen und sei danach in Flammen aufgegangen.

Ein 28-jähriger Bielefelder muss sich wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten

Bielefeld. Am Abend des 16. Juli 2018 brannte es in einer Wohnung an der Bleichstraße, eine Frau erlitt schwerste Verbrennungen. Nun muss sich sich der damalige Mieter jener Wohnung vor der XX. Großen Strafkammer des Landgerichts verantworten: Er soll das Opfer aus Eifersucht mit Benzin übergossen und angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von folgendem Geschehen aus: Der 28-jährige Silvester K. übergoss am Tatabend in seiner Wohnung sein Opfer mit mehreren Litern Benzin für Modellflugzeuge. Er zündete die Flüssigkeit mit einem Feuerzeug an, woraufhin die Frau am ganzen Körper in Brand geriet. Das Feuer griff auf das Schlafzimmer der Wohnung über. Ein ebenfalls in der Wohnung anwesender Mann versuchte zunächst, die 33-Jährige unter Zuhilfenahme einer Duschbrause zu retten – jedoch vergeblich. Schließlich kam der mutmaßliche Täter Silvester K. der Schwerstverletzten mit einer Decke zu Hilfe, mittels derer er die Flammen erstickte. Der Angeklagte und der Zeuge verließen den Tatort zunächst, doch kehrte K. kurz darauf zurück, um die Frau aus der mittlerweile brennenden Wohnung zu holen. Die Frau erlitt durch den Angriff schwerste Verletzungen, rund 90 Prozent ihrer Hautoberfläche wurden verbrannt. Die 33-Jährige wurde in eine Spezialklinik geflogen, ihr Zustand galt tagelang als kritisch. Sie überlebte, wird jedoch dauerhaft durch die Tat entstellt sein. Der polizeibekannte Silvester K. sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass Eifersucht das Tatmotiv war.