Joker Clauss sorgt für Jubel in Bielefeld - sportschau.de
Clauss kurioser Treffer reicht Arminia
Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat einen erfolgreichen Saisonabschluss gefeiert. Nach dem Heimsieg gegen Kiel bleibt Bielefeld zweitbestes Rückrundenteam.

Beim 1:0 (0:0) über Holstein gelang dem Team von Trainer Uwe Neuhaus der dritte Sieg in Serie. Dank des Treffers von Jonathan Clauss (72. Minute) vor 22.867 Zuschauern verbesserten sich die Ostwestfalen auf Tabellenplatz sieben und schlossen die Rückrunde als zweitbestes Team ab.

Die punktgleichen Kieler, die zwischenzeitlich sogar um den Aufstieg mitgespielt hatten, müssen sich am Ende der Spielzeit mit Rang sechs begnügen.

Das sportlich bedeutungslose Spiel nahm erst von der 20. Minute an Fahrt auf. Dafür sorgten vor allem die Bielefelder, die in der 32. und 38. Minute gute Chancen zur Führung ausließen. Die Gäste erhöhten nach der Pause das Tempo. So traf Alexander Mühling in der 49. Minute die Latte. Doch der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Clauss sorgte mit einer sehenswerten Direktabnahme für den insgesamt verdienten Sieg der Bielefelder.

Ortega – Schütz, Behrendt, Pieper, Lucoqui – Salger – Prietl, Yabo (60. Clauss) – Edmundsson (83. Weihrauch), Klos, Voglsammer (89. Brandy)

Reimann – Dehm, Schmidt, Wahl (78. Bisseck), van den Bergh – Karazor – Mühling, Bénes (65. Evina) – J. Lee – Serra, Okugawa (57. Honsak)

Dass es sportlich um nichts mehr ging, zeigte sich im Duell von Arminia Bielefeld und Holstein Kiel am letzten Zweitliga-Spieltag am Sonntagnachmittag über weite Strecken deutlich. Die Hausherren waren durchweg ein wenig überlegen, ließen aber lange Zeit Präzision und den letzten Willen vermissen. Am Ende reichte der Arminia ein Treffer, um das letzte Heimspiel der Saison mit einem Dreier zu beenden.

Bielefelds Coach Uwe Neuhaus änderte seine Startelf nach dem 3:0 in Sandhausen lediglich an einer Stelle: Im Mittelfeld begann Prietl für Weihrauch (auf der Bank).

Kiels Trainer Tim Walter dagegen tauschte zweimal im Vergleich zum 3:0 gegen Dresden: Für Meffert (Knieverletzung) und Schindler (Erkältung) starteten Benes und der wiedergenesene Serra.

Das sportlich irrelevante Spiel benötigte lange, um in Fahrt zu kommen. Bielefeld tat mehr, schaffte es aber nicht, die schnellen Angriffe sauber zu Ende zu spielen. Für Kiel feuerte van den Bergh einen ersten Warnschuss per Volley ab, der das Tor nur knapp verfehlte (13.). Ansonsten war offensiv von den Störchen wenig zu sehen, die nach 25 Minuten dennoch die erste richtige Chance verzeichnen konnten: Lee hatte auf der Seite viel Platz und konnte in den Strafraum dribbeln. Der Südkoreaner legte den Ball quer zu Okugawa, der jedoch unter höchster Bedrängnis nicht richtig an die Kugel kam. Das Spiel war mittlerweile ausgeglichen und nahm in der Viertelstunde vor der Pause tatsächlich Fahrt auf.

Bielefeld drehte auf und verpasste es, noch vor dem Seitenwechsel verdientermaßen in Führung zu gehen. Zunächst köpfte Voglsammer eine präzise Schütz-Flanke nur knapp am Tor vorbei (32.), kurz danach scheiterten Edmundsson und erneut Voglsammer innerhalb von Sekunden am stark reagierenden Keeper Reimann (38.). Auch Yabos Kunstschuss verfehlte das Ziel knapp (39.), so dass es – für die Kieler durchaus glücklich – torlos in die Pause ging.

Kiel startete deutlich offensiver in Durchgang zwei. Eine Flanke von van den Bergh flog kurz nach Wiederbeginn durch den ganzen Strafraum und landete bei Mühling, der viel Platz hatte und volley abzog. Der Schuss streifte die Oberkante der Latte (49.). Das Spiel versandete daraufhin wieder etwas, Bielefeld mühte sich, ließ aber die Präzision im Abschluss vermissen. Die Führung für die Hausherren war dann schon fast sinnbildlich für die Minuten davor: Clauss spielte zunächst einen abermals schwachen Pass durch den Strafraum in Richtung Voglsammer, der dem Ball zur Eckfahne hinterherrennen musste. Clauss fiel derweil frustriert zu Boden. Voglsammer drehte sich und flankte in den Fünfmeterraum, wo der Ball nur unzulänglich geklärt wurde. Clauss rappelte sich auf und zog beinahe aus der Bewegung ab. Sein Schuss sprang vom Innenpfosten ins Tor (72.).

Kiel zeigte sich nach dem Rückstand durchaus bemüht, war jedoch nicht zwingend genug. Bielefeld dagegen lauerte auf die Chance, den Sack zuzumachen. Die einzige Chance, die jedoch noch zustande kam, vergab der eingewechselte Brandy für Bielefeld (90.). Am Ende stand ein verdienter Heimsieg für die Arminia, die damit die Saison auf Rang sieben abschließt. Kiel bleibt auf Platz sechs.

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