Doppelmörder stirbt in Bielefelder Hotel - Neue Westfälische
Bielefeld/NRW: Mann liegt tot im Hotel – seine Vergangenheit ist düster
In einem Hotel in Bielefeld wurde am Samstag eine Leiche entdeckt. Der Tote starb durch einen Kopfschuss. Ob es sich um Mord oder Suizid handelt, soll nun die Obduktion ergeben.

Update vom 14. Mai 15.16 Uhr: Die Obduktion der Leiche hat laut Polizei Bielefeld ergeben, dass es sich bei dem Vorfall um eine Selbsttötung gehandelt hat. Zur Identität des Toten machen die Ermittler nach wie vor keine Angaben. Mehrere Medien hatten bereits berichtet, dass es sich um einen verurteilten Doppelmörder gehandelt haben soll. Die Beamten werden noch weitere Untersuchungen durchführen. Die Ermittlungen dauern an.

Toter Bielefelder Doppelmörder wird heute obduziert

Update vom 14. Mai, 9.34 Uhr: Nach dem Leichenfund in einem Bielefelder Hotel in der Altstadt soll eine Obduktion nun die genauen Umstände klären. Bei dem Toten handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen verurteilten Doppelmörder, der durch einen Kopfschuss starb. Ob er sich selbst tötete oder es sich um einen Mord handelt, wird die heutige Obduktion klären. Der Mann, den die Polizei am Samstag in Bielefeld verhaftete, hat offenbar nichts mit der Tat zu tun. Es handelt sich um einen gesuchten mutmaßlichen Drogendealer.

Bielefeld – Am Morgen des vergangenen Samstags (11. Mai) wurde im Hotel Golden Tulip in der Bielefelder Altstadt eine Leiche gefunden. Laut Medienberichten soll es sich um den verurteilten Doppelmörder Erdal A. handeln. Die Polizei Bielefeld äußert sich noch nicht zu den Umständen des Falles, wie owl24.de* berichtet.

Dem Westfalenblatt liegen Informationen vor, dass Erdal A. um 7.30 Uhr in seinem Zimmer gefunden – mit einer Schusswunde im Kopf. Das Hotel macht keine Angaben zu dem Fall. Ebenso wenig die Polizei Bielefeld. Sprecherin Sonja Rehmert bestätigte owl24.de* gegenüber lediglich den Leichenfund. Die Ermittler gehen zur Zeit von einem Selbstmord** aus.

Unbestätigten Meldungen des WB zufolge wurde am Samstag ein Begleiter von Erdal A. auf der Flucht gefasst. Ob er etwas mit der Tat zu tun hat, ist noch unklar. Auch hierzu schweigt die Polizei Bielefeld.

Erdal A. war im Oktober 2001 in eine Arztpraxis im niedersächsischen Melle gegangen und hatte dort plötzlich mehrere Schüsse abgefeuert. Davon trafen drei Stück seine Ex-Freundin (19) und zwei eine ihrer Arbeitskolleginnen (44). Beide Frauen starben. Erdal A. stellte sich der Polizei und verbüßte eine Haftstrafe von 15 Jahren, aus der er aber 2011 vorzeitig entlassen wurde.

Vor Kurzem wurde in Bielefeld ein Autofahrer kontrolliert, der in seinem Auto schlief. Bei der Kontrolle machten die Beamten einen erstaunlichen Fund.

Ebenfalls in Bielefeld kam es zu einem schweren Unfall. Durch plötzlich eintretende Glätte verunglückte ein BMW-Fahrer auf einem Autobahnkreuz.

**Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

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Am Dienstag bestätigte die Gerichtsmedizin einen Selbstmord als Ursache für den Tod eines Hotelgastes in Bielefeld. Die Ermittlungen der Polizei aber gehen weiter

Bielefeld. Der am Wochenende im Bielefelder Hotel Golden Tulip gefundene Leichnam erregte viel Aufsehen: Weil es sich bei dem Toten um einen verurteilten Doppelmörder handelte, dessen Tat im Jahre 2001 viele Menschen schockierte. Und weil noch geklärt werden musste, ob sich der Bielefelder in der Herberge selbst richtete oder doch Opfer eines Verbrechens wurde. Die Gerichtsmedizin bestätigte am Dienstagmittag den bisherigen Verdacht der ermittelnden Polizisten. Der Tote im Hotel starb durch Suizid. Doch trotz des relativ eindeutigen Ergebnisses seien die Ermittlungen noch nicht endgültig abgeschlossen, sagte eine Polizeisprecherin. So werde es vorläufig noch keine konkreten Angaben geben wie zu der Waffe oder den genauen Umständen des Fundes der Leiche. Mordkommission wieder verkleinert Aus dem Grund hätte auch die am Samstag groß aufgestellte Mordkommission weiter Bestand, allerdings in personell reduzierter Form. Wenn im Moment des Geschehens in alle Richtungen ermittelt werde, bedürfe es entsprechend vieler Kollegen, auch aus anderen Ressorts, die unterstützend die Arbeit erledigen, lautete die Erklärung aus dem Polizei-Präsidium. Mittlerweile sei die Situation jedoch eine andere.