Toter Bielefelder Doppelmörder wird heute obduziert - Neue Westfälische
Bielefeld: Doppelmörder Erdal A. (†38) erschossen im Hotel gefunden
Bielefeld – Vor 18 Jahren erschoss er zwei Menschen. Jetzt nahm sich Doppelmörder Erdal A. (38) selbst das Leben.

Am Samstag um 7.30 Uhr wurde sein Leichnam im Hotel Golden Tulip in der Bielefelder Altstadt gefunden. Nach Informationen des Westfalen-Blatt starb A. nach einem Schuss in den Kopf.

Polizeisprecherin Sarah Siedschlag (35) zu BILD: Erste Ermittlungsergebnisse deuten auf einen Suizid hin. Eine Obduktion des Leichnams, die am Dienstag stattfinden soll, soll weitere Erkenntnisse bringen.

▶︎ Am 11. Oktober 2001 war A. (damals 20) in eine Arztpraxis im niedersächsischen Melle gestürmt. Am Anmeldetresen erschoss er mit einer Pistole seine Ex-Freundin, die Auszubildende Ina B. (†19), und deren Kollegin Hanni N. (†44). Drei Kugeln trafen seine Ex-Freundin, die sich zwei Monate zuvor von A. getrennt hatte.

Noch am Abend des Tattages stellte sich A. der Polizei. 2002 wurde der Bielefelder zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht stellte fest, dass er aus verletztem Ehrgefühl und Eifersucht tötete. Im September 2011 wurde Erdal A. nach positiven Prognosen eines Gutachters vorzeitig aus der Haft entlassen.

BILD berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Der Mann wurde mit einer Schusswunde im Kopf gefunden. “Vermutlich handelt es sich um einen Suizid”, sagte eine Polizeisprecherin am Montagmorgen.

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).

Noch offen ist, ob ein zweiter Mann mit der Bluttat zu tun hat, der angeblich vom Tatort aus dem Altstädter 4-Sterne Hotel flüchtete.

Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Am Dienstag bestätigte die Gerichtsmedizin einen Selbstmord als Ursache für den Tod eines Hotelgastes in Bielefeld. Die Ermittlungen der Polizei aber gehen weiter

Bei dem Toten soll es sich um den verurteilten Doppelmörder Erdal A. handeln, wie die Neue Westfälische berichtete.

Bielefeld. Der am Wochenende im Bielefelder Hotel Golden Tulip gefundene Leichnam erregte viel Aufsehen: Weil es sich bei dem Toten um einen verurteilten Doppelmörder handelte, dessen Tat im Jahre 2001 viele Menschen schockierte. Und weil noch geklärt werden musste, ob sich der Bielefelder in der Herberge selbst richtete oder doch Opfer eines Verbrechens wurde. Die Gerichtsmedizin bestätigte am Dienstagmittag den bisherigen Verdacht der ermittelnden Polizisten. Der Tote im Hotel starb durch Suizid. Doch trotz des relativ eindeutigen Ergebnisses seien die Ermittlungen noch nicht endgültig abgeschlossen, sagte eine Polizeisprecherin. So werde es vorläufig noch keine konkreten Angaben geben wie zu der Waffe oder den genauen Umständen des Fundes der Leiche. Mordkommission wieder verkleinert Aus dem Grund hätte auch die am Samstag groß aufgestellte Mordkommission weiter Bestand, allerdings in personell reduzierter Form. Wenn im Moment des Geschehens in alle Richtung ermittelt werde, bedürfe es entsprechend vieler Kollegen, auch aus anderen Ressorts, die unterstützend die Arbeit erledigen, lautete die Erklärung aus dem Polizei-Präsidium. Mittlerweile sei die Situation jedoch eine andere.