SCP lässt Federn in Bielefeld - Radio Hochstift
2. Bundesliga: HSV darf nach Paderborn-Patzer wieder hoffen
Die Aufstiegshoffnungen des SC Padeborn haben am drittletzten Spieltag einen Dämpfer erhalten. Im OWL-Derby bei Arminia Bielefeld unterlag der Aufsteiger mit 0:2 und kassierte die erste Niederlage nach sechs ungeschlagenen Partien in Folge. Beide Treffer erzielte vor rund 26.500 Zuschauern DSC-Angreifer Fabian Klos jeweils auf Vorlage seines Sturmpartners Andreas Voglsammer – und beide Male ließ sich die Paderborner Deckung überrumpeln. Die Führung fiel kurz vor der Pause nach einem langen Abstoß vom Bielefelder Tor (1:0, 42. Min), kurz nach dem Wiederanpfiff erhöhte Arminia im Anschluss an eine Ecke (2:0, 48. Min). Paderborn wurde in der Schüco Arena von rund 3.000 eigenen Fans angefeuert und war zunächst spielbestimmend, konnte aber sein gefürchtetes Umschaltspiel nicht wie gewohnt aufziehen. Außerdem war Bielefeld entschlossener in den Zweikämpfen. Die Gäste vergaben dagegen ihre wenigen klaren Torchancen. Der SCP rannte zwar weiter an, nach den Gegentreffern lief aber kaum noch etwas zusammen. Dazu kam Verletzungspech: Angreifer Sven Michel (Foto) spielte wegen Oberschenkelproblemen erst ab der zweiten Halbzeit, musste aber 25 Minuten später nach einem Zusammenprall wieder mit einer blutenden Platzwunde vom Platz. Durch die Niederlage können die Aufstiegskonkurrenten Hamburg und Union Berlin an Paderborn vorbeiziehen.

Musste eine bittere Niederlage einstecken: Paderborn-Trainer Steffen Baumgart. (Quelle: Revierfoto/imago images)

2. Bundesliga, 32. Spieltag Bielefeld – Paderborn 2:0 (1:0)   Dresden – St. Pauli 2:1 (1:0)   HSV – Ingolstadt -:- (-:-)   Bochum – Magdeburg -:- (-:-)   Heidenheim – Sandhausen -:- (-:-)   Darmstadt – Union -:- (-:-)   Kiel – Duisburg -:- (-:-)   Regensburg – Aue -:- (-:-)   Fürth – Köln -:- (-:-) Die aktuelle Tabelle Auf der Gegenseite prüfte Klos Zingerle von der Strafraumgrenze (18.), sieben Minuten später verpasste Bielefelds Mittelstürmer eine scharfe Hereingabe von Voglsammer nur knapp. Der SCP fand derweil nicht wirklich zu seinem gefährlichen Offensivspiel, oftmals fehlten Abstimmung und Präzision. Zu einer unschönen Szene kam es zwischen Collins und Brunner, die im Luftduell mit den Köpfen zusammenstießen (34.). Letzterer schlug danach ungebremst auf dem Boden auf und musste mit einer Trage abtransportiert werden. Tempo und Konzentration gingen in der Folge etwas verloren, sodass sich die Gäste überrumpeln ließen: Ortegas langer Abschlag wurde von Voglsammer verlängert, Klos entwischte Hünemeier und schoss alleine vor Zingerle zum 1:0 ein (42.). Kurz vor dem Seitenwechsel hinderte Pröger den von Weihrauch freigespielten Knipser mit einem langen Bein gerade noch am zweiten Treffer (45.+3).

Heimsieg: Arminia versetzt Aufstiegshoffnungen des SCP einen Dämpfer

Der Kampf um den Bundesliga-Aufstieg wird immer heißer. Der SC Paderborn kassierte ausgerechnet im Derby in Bielefeld eine bittere Niederlage. Ein weiterer Kandidat verabschiedete sich komplett aus dem Rennen.

Nach einer guten Stunde kam Paderborn allmählich ins Rollen, durch beherzte Zweikampfführung vermochte Bielefeld dies aber in Grenzen zu halten. Michel, der nach 70 Minuten im Fallen knapp drüber schoss, zog sich eine Platzwunde zu und musste den Rasen daraufhin wieder verlassen. Tekpetey wollte wenig später einen Strafstoß schinden – Schiedsrichter Felix Brych fiel nicht darauf rein (78.). Doppeltorschütze Klos verpasste seinen dritten Treffer, weil Schonlau zweimal abblocken konnte (84.), Zingerle riss die herrenlose Kugel – Yabo stand einschussbereit parat – in der Nachspielzeit rechtzeitig an sich (90.+2). Der bezeichnende Schlusspunkt war den Gästen Ritter und Klement vorbehalten: Erster traf nur den Pfosten, der andere schob daraufhin vorbei (90.+2) – der SCP musste einen Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen.

Die Aufstiegshoffnungen des SC Paderborn in der 2. Fußball-Bundesliga haben einen herben Dämpfer erhalten. Das Team von Trainer Steffen Baumgart verlor am Freitagabend bei Arminia Bielefeld mit 0:2 (0:1) und könnte von der Konkurrenz am 32. Spieltag von den Aufstiegsrängen verdrängt werden. Nach den beiden Gegentoren von Fabian Klos (42./48. Minute) vor 26 300 Zuschauern bleibt Paderborn mit 54 Punkten vorerst Tabellenzweiter, aber die Verfolger Union Berlin (53 Punkte) und Hamburger SV (53) spielen noch am Wochenende und können an den Ostwestfalen vorbeiziehen. Für den HSV geht es zuhause gegen Ingolstadt ran, Union muss am Sonntag nach Darmstadt.

Baumgart brachte Michel für Gueye und wechselte beinahe den schnellen Ausgleich ein: Der Linksfuß spielte Antwi-Adjej frei, der im Strafraum mit seinem Flachschuss an Ortega scheiterte (46.). Besser machte es Klos, nachdem Voglsammer – diesmal nach einer Ecke – abermals per Kopf verlängert hatte: Am zweiten Pfosten schoss der Goalgetter zum 2:0 ein (48.). Während die Arminia auf den dritten Treffer spielte, waren die zaghaften Bemühungen der Gäste nicht ausreichend, um zum Anschluss zu kommen: Antwi-Adjej probierte es mit seinem nächsten Flachschuss (60.). Nur 60 Sekunden später überlupfte Klos nach einem Steilpass den herausgeeilten Zingerle – das Kunstleder kullerte am langen Eck vorbei.

Mit ihrem gewohntem Offensivstil setzten die Paderborner von Beginn Bielefeld unter Druck, aber trotz viel Ballbesitz und Offensivdrang sprang für die mit 71 Treffern zweitgefährlichste Sturmabteilung der Liga nichts Zählbares heraus. Die Tore machte ein anderer: Arminias Kapitän Klos. Kurz vor und und kurz nach der Pause traf der 31 Jahre alte Angreifer, jeweils nach Kopfballvorlage von Andreas Voglsammer.

Von Beginn an waren die Gäste bemüht, zu zeigen, warum sie vor dem 32. Spieltag auf einem direkten Aufstiegsplatz standen. Die erste richtig gute Gelegenheit hatte Vasiliadis, von Klement auf die Reise geschickt: Er schüttelte den letzten Verteidiger ab, schoss dann aber von der Strafraumgrenze zu mittig auf Ortega (8.). Nachdem SCP-Kapitän Hünemeier Yabo bei dessen Vorstoß abkochte (11.), ließ die Paderborner Doppelspitze einen absoluten Hochkaräter liegen: Zolinski erzwang Weihrauchs Ballverlust im eigenen Sechzehner, Gueye hätte nur zu Zolinski zurückspielen müssen, verpatzte den kurzen Querpass aber leichtfertig (15.).

Bei den Gäste zeigten diese Gegentreffer Wirkung. Die meisten Bemühungen zum Anschlusstor verpufften schon im Mittelfeld, es fehlten im zweiten Durchgang die Ideen im Spielaufbau und die spielerische Leichtigkeit der Vorwochen war nicht mehr vorhanden. Stattdessen besiegelte Klos Doppelschlag die erste Liga-Pleite der Paderborner nach zuletzt fünf Siegen und einem Remis.

Ohne seinen wechselwilligen Stammtorhüter Markus Schubert hat Dynamo Dresden den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt gemacht. Die Sachsen setzten sich am drittletzten Spieltag mit 2:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli durch und bauten den Vorsprung vor dem 1. FC Magdeburg auf dem Relegationsplatz auf neun Punkte aus.

Bielefelds Coach Uwe Neuhaus nahm nach dem 2:2 in Duisburg eine Änderung an seiner Anfangsformation vor: Pieper vertrat Behrendt (Rot-Sperre) in der Innenverteidigung.

Sollte Magdeburg am Samstag (13.00 Uhr/Sky) beim VfL Bochum nicht gewinnen, wäre Dresden gerettet. St. Pauli verspielte wohl seine letzte vage Chance auf den Bundesliga-Aufstieg. Der Rückstand auf Union Berlin auf dem dritten Rang beträgt weiter fünf Zähler. 

Auch Paderborns Trainer Steffen Baumgart tauschte nach dem 3:1 gegen Heidenheim einmal Personal: Anstelle von Michel (Bank) stand Zolinski von Beginn an auf dem Rasen.

   Patrick Ebert verwandelte einen umstrittenen Handelfmeter zur Dresdner Führung (23.). Der Ball war Jan-Philipp Kalla nach Eberts Schuss von der Brust an die Hand gesprungen. Für den Ausgleich sorgte Dimitrios Diamantakos (57.). Dzenis Burnic sicherte den Gastgebern vor 30.803 Zuschauern den Sieg (75.).

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Dynamo-Trainer Christian Fiel hatte auf Keeper Schubert verzichtet, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Der 20-Jährige war im Auswärtsspiel am vergangenen Freitag beim FC Ingolstadt (0:1) von Dresdner Anhängern verbal attackiert worden. Fiel wollte Schubert vor einem weiteren Spießrutenlauf schützen.

Bielefeld gastiert am Sonntag (15.30 Uhr) in Sandhausen. Für Paderborn geht es zur gleichen Zeit gegen den Hamburger SV weiter.

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