Highlights, 2. Bundesliga: Arminia Bielefeld - 1. FC Köln 1:3
VfL geht in Heidenheim leer aus – MSV weiter sieglos
Simon Terodde (30) ist Deutschlands bester Torjäger. Beim 3:1 (1:0) in Bielefeld erzielte er schon sein 12. Saisontor. In den letzten sechs Spielen traf er außer in Sandhausen (ein Tor) in jedem Spiel doppelt, einmal sogar per Hattrick.

Diese Zahl macht mich stolz. Davon kann ich noch meinen Kindern erzählen, sagt Terodde. In den ersten beiden Liga-Spielen saß er noch auf der Bank, kam nur zu einem Kurzeinsatz. FC-Trainer Markus Anfang war der Meinung, dass Terodde den Kopf aufgrund der Geburt seines Sohnes Len nicht frei habe.

Vor 26.283 Zuschauer auf der ausverkauften Alm waren die Arminen vor der Pause ebenbürtig. Auch Terodde hatten die Gastgeber gut im Griff – bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als der Zweitliga-Torschützenkönig von 2016 und 2017 eine Flanke des offenbar leicht im Abseits stehenden Dominick Drexler einköpfte. Nach der Pause hatten die Kölner das Spiel dann fest im Griff. Die Kölner haben durch den sechsten Saisonerfolg vorläufig sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger Union Berlin und Hamburger SV. Bielefeld dagegen verpasste nach drei Spielen ohne Niederlage den Sprung auf Rang zwei.

Trifft Kölns Simon Terodde (30) auch in Bielefeld, ist es sein insgesamt 100. Zweitliga-Tor in dann 194 Spielen.

Durch einen erneuten Doppelschlag von Tor-Jubilar Simon Terodde und den vierten Sieg im vierten Auswärtsspiel hat der 1. FC Köln seine Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga ausgebaut. Die Kölner gewannen zum Auftakt des achten Spieltags mit 3:1 (1:0) beim bisherigen Sechsten Arminia Bielefeld und erhöhten den Vorsprung auf die Verfolger auf zunächst. Im zweiten Duell des Abends fuhren die Kieler einen 4:2-Heimsieg gegen Darmstadt ein. Damit endete die Negativserie von drei Spielen ohne Sieg und die Norddeutschen rückten an Bielefeld vorbei ins obere Tabellendrittel vor.

Sport-Boss Armin Veh (57) sagt über Terodde, der in der Bundesliga in 35 Spielen nur siebenmal traf: Simon ist kein Zweitliga-Stürmer. Ich sehe ihn als Spieler, der sich auch in der Bundesliga durchsetzen kann.

In Deutschlands nördlichster Landeshauptstadt trafen Benjamin Girth (12.), Alexander Mühling (23.), Janni Serra (32.) und David Kinsombi (70.) für die Störche. Darmstadts Tore gingen auf das Konto von Tobias Kempe (29./Handelfmeter und 39.). Die Hessen konnten allerdings nach der Pause aus ihrer langen Überzahl durch eine Gelb-Rote Karte gegen Jannik Dehm (51./Foulspiel) kein Kapital schlagen. Darmstadt kassierte die dritte Niederlage in Serie und muss sich in der Tabelle nach unten orientieren.

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Das Hamburger Derby blieb am Sonntag ohne Tore. Vorne setzte sich Köln nach dem Erfolg in Bielefeld etwas ab. Fürth überholt den HSV durch den Sieg in Dresden. Union muss erst am Montag in Ingolstadt ran. Im Keller bleibt Duisburg auch nach acht Spieltagen weiter sieglos, während Magdeburg seinen ersten Sieg feierte.

Fürth freute sich über einen späten Sieg in Dresden. Dynamo und die Spielvereinigung lieferten sich bis zur Pause zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Allerdings hätten die Sachsen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung gehen müssen. Dumic kam aus kurzer Distanz freistehend zum Abschluss, traf dabei aber nur die Latte. Gleich nach dem Seitenwechsel war es Koné, der an Keeper Burchert scheiterte. Auf der anderen Seite zielte Gugganig aus der Distanz nur knapp daneben. So blieb es bis kurz vor dem Ende beim torlosen Remis. Doch Fürth kann sich derzeit auf Keita-Ruel verlassen. Mit seinem sechsten Saisontor sicherte er dem Kleeblatt den knappen Sieg. Damit liegen die Franken wieder vor dem HSV in der Tabelle.

Der 1. FC Magdeburg verschafft sich etwas Luft und bejubelte in Sandhausen den ersten Sieg nach dem Aufstieg. Die erste Chance der Partie hatten die Gastgeber, allerdings scheiterte Schleusener mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Keeper Brunst. Es blieb für lange Zeit die beste Möglichkeit. Die Partie nahm anschließend einen zähen Verlauf. Magdeburg machte hinten dicht und war damit auch erstmal zufrieden. In der zweiten Hälfte lief es noch besser für die Gäste. Allerdings passte das Tor für den FCM ins Bild: Ein verunglückter Volleyschuss wurde von Beck zum 1:0 in die Maschen geköpft. Für Magdeburg war es nach fünf Unentschieden und zwei Niederlagen der erste Sieg.

Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich parallel Heidenheim und Bochum. Der Gastgeber krönte eine sehr gute Anfangsphase mit dem Führungstreffer (11. Dovedan), geriet gegen effektive Bochumer aber noch vor der Pause in Rückstand – Hinterseer (21.) und Hoogland (31.) drehten die Partie. Doch in der 33. Minute sah Losilla Gelb-Rot – die Schlüsselszene. In den zweiten 45 Minuten rannte der FCH in Überzahl an – und belohnte sich in der Endphase. Glatzel (77.) und Schnatterer (84.) tüteten den 3:2-Heimsieg ein.

Nur ein Tor sahen die Zuschauer beim 1:0-Sieg des SC Paderborn gegen Erzgebirge Aue. Tekpetey setzte die klaren Feldvorteile der Ostwestfalen in der 34. Minute in die Pausenführung um. Die Sachsen steigerten sich nach dem Wechsel zwar und brachten den Aufsteiger kräftig in die Bredouille, im Duell zweier Keeper in Bestform verhinderte Zingerle aber den Ausgleich. Für Paderborn war es der erste Sieg nach zuletzt zwei sieglosen Partien. Terodde sind 100 nicht genug

Die seit vier Spielen ungeschlagenen Bielefelder begrüßten am Freitag Köln auf der Alm. Der FC setzte in Person von Drexler eine frühe Duftmarke, Ortega war jedoch auf dem Posten (4.). Auch der auffällige Guirassy (22.) scheiterte am Schlussmann gegen keineswegs enttäuschende, sondern vielmehr kampfstarke Bielefelder. Dennoch kassierten die Ostwestfalen kurz vor dem Pausenpfiff das Tor. Drexlers punktgenaue Flanke köpfte Terodde ein – sein 100. Zweitligatreffer im 194. Spiel! Da Drexler in der 56. Minute allein vor dem Tor nicht selbst abschloss, sondern zu ungenau auf Guirassy querlegte, blieb der DSC im Spiel. Machte nichts: In der 70. Minute legte wieder Drexler für Terodde auf, fertig war das 2:0 – wobei der Vorbereiter allerdings wohl knapp im Abseits stand. Mit einem Distanzhammer brachte Staude zwar nochmal Stimmung auf die Alm (85.), doch in der Nachspielzeit machte Cordoba (natürlich nach Drexler-Vorarbeit) alles klar: 3:1.

Bei Kiel durfte Benjamin Girth erstmals von Beginn an ran. Das bemerkte Darmstadt spätestens in der 12. Minute, als der Angreifer die Führung für die Störche markierte. Die Hausherren ließen unmittelbar nach der erster guten Gelegenheit für SVD-Angreifer Wurtz (22.) das 2:0 folgen: Mühling lupfte das Leder aus spitzem Winkel über Keeper Heuer Fernandes hinweg ins lange Eck (23.). Und es blieb spektakulär an der Ostsee: Erst verkürzte Kempe per Handelfmeter für die Lilien (29.), nur drei Minuten später übersprang Serra Darmstadts Abwehrchef Sulu – 3:1. Einer ging aber noch vor der Pause: Wieder war Kempe, diesmal per Kopf, zur Stelle und verkürze abermals (39.), beinahe hätte Dursun kurz darauf einen haarsträubenden Abwehrfehler zum 3:3 genutzt. Obwohl Kiels Dehm in der 51. Minute die Ampelkarte sah, schlug die KSV erneut zu, diesmal durch Kinsombi (70.). Das war zu viel des Guten für die Lilien, die letztlich die dritte Pleite in Folge quittieren mussten.

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