Flixtrain fährt jetzt zwischen Berlin und Köln - B.Z. Berlin
Flixtrain zwischen Berlin und Köln gestartet
Der junge Fernzug-Anbieter Flixtrain hat seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen und bereitet den Schritt ins Ausland vor.

Ein Zug des kleinen Konkurrenten der Deutschen Bahn verließ am Donnerstag Berlin in Richtung Köln.

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Konkurrenz für die Deutsche Bahn: Flixtrain nimmt Strecke Berlin-Köln in Betrieb

Unterwegs hält er auch in Niedersachsen: Nach Stopps in Wolfsburg und Hannover werden Bielefeld, Dortmund, Essen, Duisburg und Düsseldorf angefahren. So entsteht das erste private Fernzugnetz der Bundesrepublik, teilte das Unternehmen mit. Vom 6. Juni an soll ein zweiter Zug auf der Strecke fahren.

Mehr als eine Million Fahrgäste sind bislang mit dem Flixtrain auf den Strecken Berlin-Stuttgart und Hamburg-Köln gefahren, berichtet Geschäftsführer Fabian Stenger stolz. Doch die gelungene Premierenfahrt Richtung Rheinland kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch private Zugbetreiber an der Komplexität eines Eisenbahnsystems scheitern können. Wer hier mitmischen will, braucht Streckenrechte und Fahrzeuge, Geld und einen langen Atem.

Flixtrain: Bahn-Konkurrent kämpft mit den Tücken der Eisenbahn

Zwei Strecken sind seit gut einem Jahr im Regelbetrieb: Berlin-Stuttgart und Köln-Hamburg. Zudem gibt es einen Nachtzug Hamburg-Lörrach.

Konkurrenten der Deutschen Bahn sind ohnehin der Meinung, dass der viel gelobte Bahn-Navigator und auch die Bahn.de-Seite als die dominierenden Vertriebsplattformen in Deutschland aus dem Staatskonzern ausgegliedert werden müssten. Das ist eigentlich Infrastruktur, stellt Stenger fest. Und die sollte von jedem Verkehrsunternehmen diskriminierungsfrei genutzt werden können.

Zusätzliche Wagen sollen die Kapazität zwischen Berlin und Stuttgart um 30 Prozent erhöhen, kündigte das Unternehmen an. Ab Juli fahre ein zusätzlicher Zug zwischen Köln und Hamburg. Dann seien sieben grüne Fernzüge in Deutschland unterwegs.

Allerdings liegt auch er mit der Deutschen Bahn im Streit darüber, dass Flixtrain-Züge inzwischen zwar im Buchungssystem der Bahn angezeigt, aber nicht gekauft werden können. Flixtrain, so Stenger, habe der Bahn ohnehin im Gegenzug angeboten, DB-Tickets über Flixmobility zu verkaufen. Doch da steht eine Antwort aus Berlin schon lange aus.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixbus gut 750 000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen insgesamt eine Million Fahrgäste gezählt, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

Nach dem Start in Deutschland nimmt der Zuganbieter Flixtrain einen ersten Auslandsmarkt ins Visier. Wir haben Trassen in Schweden beantragt, sagte ein Sprecher. Auch dort setze das Unternehmen darauf, sein Zugangebot mit seinem vorhandenen Flixbus-Netz zu verknüpfen. Die Fernbusse fahren dort seit vier Jahren.

Eine Zerschlagung der Deutschen Bahn in eine Infrastrukturgesellschaft und eine Bahn-Betriebsgesellschaft steht derzeit allerdings nicht auf der politischen Agenda. Dafür aber das Ziel, bis 2030 die Zahl der Eisenbahnkunden auf jährlich 280 Millionen zu verdoppeln. Daran kann Flixtrain jetzt kräftig mitarbeiten.

Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Weitere Pläne für Deutschland sind jedoch nicht bekannt. Konkret wird es zunächst in Schweden. Ein Sprecher wollte aber keine Details zu den Trassen nennen, auf die es Flixtrain in Skandinavien abgesehen hat.

Für zehn Euro von Berlin nach Köln: Der Bahn-Konkurrent Flixtrain hat eine neue Strecke in den Fahrplan aufgenommen. Bald könnten die grünen Züge auch in einem skandinavischen Land verkehren.

Eine weitere Hürde für Newcomer im Bahngeschäft kann Flixtrain dank seines Bekanntheitsgrades leicht überwinden: den Ticketverkauf. Andere private Betreiber in Deutschland wie der HKX (Hamburg-Köln-Express) oder Locomore (Berlin-Stuttgart) seien daran gescheitert, sagt Stenger.

Der junge Fernzuganbieter Flixtrain hat seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen und bereitet den Schritt ins Ausland vor. Ein Zug des kleinen Konkurrenten der Deutschen Bahn verließ am Donnerstag Berlin in Richtung Köln.

Die Strecke hat Zwischenstopps in Wolfsburg, Hannover, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld. “So entsteht das erste private Fernzugnetz der Bundesrepublik”, teilte das Unternehmen mit. Vom 6. Juni an soll ein zweiter Zug auf der Strecke fahren.

In Deutschland ist Flixtrain im Fernverkehr der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn. Zwei Strecken sind seit gut einem Jahr im Regelbetrieb: Berlin-Stuttgart und Köln-Hamburg. Zudem gibt es einen Nachtzug Hamburg-Lörrach.

Zusätzliche Wagen sollen die Kapazität zwischen Berlin und Stuttgart um 30 Prozent erhöhen, kündigte das Unternehmen an. Ab Juli fahre ein zusätzlicher Zug zwischen Köln und Hamburg. Dann seien sieben grüne Fernzüge in Deutschland unterwegs.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixbus gut 750.000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge insgesamt eine Million Fahrgäste gezählt.

Flixtrain, sagt Stenger in aller Deutlichkeit, wolle sich nicht mit einem Prozent Marktanteil begnügen. Wir wollen auf der Schiene wachsen. So baut das Unternehmen die Zugkapazitäten aus und hat auch in Schweden Trassen beantragt.

Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Weitere Pläne für Deutschland sind derzeit nicht bekannt. Allerdings nimmt Flixtrain nun einen ersten Auslandsmarkt ins Visier. “Wir haben Trassen in Schweden beantragt”, sagte ein Sprecher. Auch dort setze das Unternehmen darauf, sein Zugangebot mit seinem vorhandenen Flixbus-Netz zu verknüpfen. Die Fernbusse fahren dort seit vier Jahren.

Kunden können durch die zusätzliche Konkurrenz auf sinkende Preise hoffen. Die Strecke Berlin-Köln kostet bei Flixtrain ab 9,99 Euro, wenn man früh genug bucht. Die Fahrtzeit zwischen den Hauptbahnhöfen beträgt laut Plan 5 Stunden und 37 Minuten. In der anderen Richtung ist der Zug planmäßig 5 Stunden und 20 Minuten unterwegs.