Kunstraub in Berliner Grundschule: Einbrecher stehlen goldenes Vogelnest - t-online.de
Berlin: Unbekannte stehlen 28.000 Euro teures Goldnest aus Grundschule
Polizei mit Blaulicht: In einer Schule in Berlin ist ein wertvolles Kunstwerk gestohlen worden. (Quelle: dpa)

Unbekannte haben aus einer Schule in Berlin ein wertvolles Kunstwerk gestohlen. Das “Goldene Nest” ist eine Vogelnest-Nachbildung aus Feingold. Die Polizei soll mehrere Objekte im “Clan-Milieu” durchsucht haben.

Die Vitrine, in der sich das Nest befand, war schussfest, voll verschweißt und vielfach gesichert. Das Kunstwerk war besser gesichert als die Goldmünze im Bode-Museum, sagte der Steglitzer Künstler Thorsten Goldberg. Es habe elektronische und mechanische Vorkehrungen gegen Diebstahl gegeben – auf Empfehlung der Polizei. Nachdem die Fuchsberg- Grundschule im Ortsteil Biesdorf ihren Neubau bezogen hatte, war das Werk im November 2018 enthüllt worden.

Nach dem Diebstahl einer Vogelnest-Nachbildung aus Feingold aus einer Berliner Grundschule hat die Polizei mehrere Objekte durchsucht. In Britz, Buckow, Neukölln und Friedrichsfelde seien ein Auto und drei Objekte durchsucht worden, teilte die Polizei am Mittwochabend via Twitter mit. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete, es handele sich um Durchsuchungen im “Clan-Milieu”.

Schon wenige Tage nach Übergabe des Nestes hatte es einen ersten Einbruchsversuch gegeben: Unbekannte Täter wollten im November ins Gebäude gelangen, waren aber an der Eingangstür gescheitert. Danach sei die Tür verstärkt worden, berichtete Stadtrat Lemm. Ein weiterer Einbruch sei Ende Februar gescheitert. Jetzt hätten die Einbrecher doch noch einen Schwachpunkt ausgekundschaftet. Über ein Fenster gelangten einst auch die Münzdiebe ins Bode-Museum.

Der Sicherheitsdienst der Grundschule am Fuchsberg in Berlin-Marzahn hatte den Diebstahl des Kunstwerks “Goldenes Nest” in der Nacht zum Mittwoch bemerkt. Das Feingold-Nest war nach Angaben der Polizei in einer Vitrine ausgestellt. Der Wert beträgt nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen 80.000 Euro. Der RBB sprach von einem Materialwert von allein 28.000 Euro.

Das Kunstwerk wurde im Herbst vergangenen Jahres vom Berliner Künstler Thorsten Goldberg fertiggestellt. Es war als “ideeller Grundstock” an die im September 2018 neu eröffnete Grundschule übergeben worden. Das Nest besteht nach Angaben des Künstlers aus 74 massiv gegossenen Ästen aus Feingold. Es wurde demnach in einem gläsernen Safe in der Schule ausgestellt.

Der Verdacht der Ermittler richtete sich schnell auf Familienmitglieder des berüchtigten Clans R. – nach Tagesspiegel-Recherchen gab es sogar eindeutige Hinweise auf mögliche Tatpläne. Wenige Tage vor dem Einbruch sollen Observationsteams der Polizei Clanmitglieder im Umfeld der Schule beobachtet haben. Ermittler vermuten, dass sie das Gebäude ausgekundschaftet haben. Zum Test soll auch die Alarmanlage ausgelöst worden sein.

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Nach dem Diebstahl einer Skulptur aus purem Gold aus der Fuchsberg-Grundschule in Marzahn-Hellersdorf gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem neuen Fall von Clankriminalität aus. Im Visier der Ermittler stehen erneut Mitglieder der deutsch-arabischen Großfamilie R. Die Staatsanwaltschaft erwirkte eilig Durchsuchungsbeschlüsse – auch wegen der Gefahr, dass das Gold schnell eingeschmolzen wird.

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Es wurde in einem Safe in einer Grundschule aufbewahrt, nun ist es verschwunden: In Berlin haben Unbekannte ein wertvolles Goldnest geklaut. Das Kunstwerk war erst im vergangenen Jahr fertiggestellt worden.

Einen Ersatz wird es für das Goldnest wohl nicht geben, sagte Stadtrat Lemm. Noch nicht geklärt ist, ob das Kunstwerk versichert ist – und über wen. Als Eigentümer kämen das Land, der Bezirk, die Schule oder der Künstler infrage. Das Kunstwerk von Thorsten Goldberg sollte die Fantasie der Schüler anregen – und Ziel von Wünschen und Träumen sein.

Unbekannte haben aus einer Berliner Grundschule ein wertvolles Kunstwerk gestohlen. Die Täter seien in der Nacht gewaltsam in die Schule im Stadtteil Biesdorf eingedrungen, teilte die Polizei mit.

Dort hätten sie das Kunstwerk “Goldenes Nest” aus einer Vitrine gestohlen, das laut “Berliner Morgenpost” und “Bild”-Zeitung 28.000 Euro wert sein soll. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma alarmierte die Polizei kurz nach Mitternacht.

Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze Big Maple Leaf war im März 2017 aus dem Bodemuseum gestohlen worden. Von der Münze mit einem damaligen Goldwert in Höhe von rund 3,75 Millionen Euro fehlt seitdem jede Spur. Mitglieder der deutsch-arabischen Großfamilie R. stehen im Verdacht mit dem Erlös aus dieser Tat den Kauf von Immobilien finanziert zu haben.

Polizei Berlin ist, wenn du morgens schon 0:1 zurückliegst und trotzdem vollen Einsatz zeigst.^tsm pic.twitter.com/9EKAJ6lQdu

Laut der Internetseite des Künstlers Thorsten Goldberg war das 814 Gramm schwere Kunstwerk aus 74 gegossenen Feingoldästen erst im Herbst 2018 fertiggestellt worden. Es sollte “als finanzieller und ideeller Grundstock” für die neue Grundschule dienen. Demnach wurde es dort in einem gläsernen Wandsafe an zentraler Stelle sichtbar aufbewahrt.

Das Goldnest ist allerdings nicht gefunden worden, auch keine Spuren, die den Tatverdacht erhärten konnten. Auch die Villa von Clanchefs Issa R. soll von der Razzia betroffen gewesen sein. Das bestätigte Issa R. gegenüber der “Bild”-Zeitung.

So sieht der Schatz von #biesdorf aus: es war mir eine große Freude, mit allen Schülersprechern dieses einmalige Kunstwerk von Thorsten Goldberg einzuweihen. Danke @kunst_schloss Karin Scheel für die Leitung unserer Kommission Kunst am Bau #mahe pic.twitter.com/IYV0MxASqR

Sowohl der Lagedienst der örtlichen Direktion 6 und das Lagezentrum im Polizeipräsidium waren informiert. Probleme soll es vor dem Einbruch am Mittwoch auch mit den Alarmanlagen gegeben haben, sie war zeitweise ausgefallen.

Die “Morgenpost” berichtete, Grund für das Ausstellen eines derart wertvollen Kunstwerks in einer Grundschule sei die gesetzliche Vorgabe für Kunst am Bau. Demnach ist der Staat als Bauträger bei öffentlichen Gebäuden verpflichtet, einen gewissen Teil der Baumittel für Kunstwerke zu verwenden.