Jetzt ist es offiziell! Berliner Eisbärmädchen ist eine Hertha - B.Z. Berlin
Taufe im Berliner Tierpark: Eisbär-Baby heißt Hertha
Berlin – Jetzt ist es offiziell: Rund vier Monate nach der Geburt hat das Eisbärenmädchen im Berliner Tierpark endlich einen Namen erhalten – Hertha! Das verkündete der Zoo am Dienstag bei der Taufe.

Der Name kommt nicht von ungefähr – Berlins Bundesligist Hertha BSC hat die Patenschaft übernommen. Mit einem lustigem Videoclip hatte sich der Fußball-Verein zuvor für die Patenschaft beworben.

Eisbären-Mädchen im Tierpark Berlin: Hier kommt Hertha!

Hertha ist ein schöner Name! Nicht wahr, @zooberlin?! 💙 #TierparkBerlin #hahohe pic.twitter.com/dVxtcsuMs8

In sozialen Medien veröffentlichte der Club im Februar einen Clip, der an den Beginn des Films König der Löwen erinnert: Hertha-Maskottchen Herthinho, ein Braunbär, streckt dabei im Olympiastadion einen Mini-Eisbär aus Plüsch gen Himmel. Hertha ist ein schöner Name! Nicht wahr, Tierpark Berlin?!, hieß es dazu.

► Diese Video-Bewerbung griff der Tierpark prompt auf, postete ein eigenes Video und schrieb dazu auf Twitter: Hertha BSC, wir sind euch noch eine Antwort schuldig: Hertha ist ein schöner Name, das finden wir auch!

@HerthaBSC, wir sind euch noch eine Antwort schuldig: Hertha ist ein schöner Name, das finden wir auch! #Hertha #KleineEisbärin #TierparkBerlin #HerthaBSC pic.twitter.com/jMytvbfYRb

Zwei große Berliner Institutionen arbeiten jetzt zusammen, sagte Hertha-BSC-Geschäftsführer Ingo Schiller. Die Patenschaft ist nach Zoo-Angaben auf zwei Jahre angelegt. Ziel sei es, darüber einen Teil der Versorgungskosten zu finanzieren und die breite Öffentlichkeit auf die gefährdete Lage von Eisbären in der Natur aufmerksam zu machen.

Tierparkdirektor Andreas Knieriem sagte am Dienstag: Wir haben uns überlegt, wir brauchen einen starken Paten. Der Verein begeistere Millionen Menschen und könne viel Publikum anziehen. Zudem sei der kurze, griffige Name Hertha eng mit der Stadt Berlin verbunden.

Hertha war nicht der einzige Bewerber. Mehr als 5300 Namensvorschläge waren nach Angaben des Tierparks in den vergangenen Monaten eingegangen.

► Schon vor der offiziellen Bekanntgabe hatten Plakate an mehreren Bushaltestellen in Berlin-Zehlendorf den Namen verraten.

Am 1. Dezember hat Berlin ein neues Eisbären-Baby gekriegt. Am Freitag wurde die Fellnase auf die Außenanlage des Zoos gelassen.

Bei Eisbär Fritz vor zwei Jahren hatte der Tierpark aktiv um Namensvorschläge geworben. Anders war das beim berühmten Eisbären-Star Knut im zentral gelegenen Zoo: Der Name, der dann um die Welt ging, soll Tierpfleger Thomas Dörflein eher spontan eingefallen sein. Er sah eben aus wie ein Knut, so freundlich und pummelig, sagte Dörflein einmal. Knut war mit vier Jahren 2011 an einer Gehirnentzündung gestorben, Fritz 2017 mit vier Monaten an einer Leberentzündung.

Der Eisbärennachwuchs war am 1. Dezember auf die Welt gekommen. Vor rund zwei Wochen unternahm das Eisbärenmädchen auf tapsigen Pfoten erstmals einen Ausflug und erkundete gemeinsam mit seiner Mutter die Außenanlage im Tierpark Berlin samt Bad im Wasserbecken.

Die Hauptstadt hat einen neuen Star am Ball! Eine BILD-Leserin fotografierte die erste Trainingseinheit des Nachwuchsstürmers.

Am Samstag war das Berliner Eisbären-Mädchen erstmals für Besucher zu sehen. Im Außengehege zog es ALLE Blicke auf sich.

Seitdem ist es auch für Besucher zu sehen. Diese müssen laut Tierpark aber auch darauf gefasst sein, dass sich das Duo ab und an zum Ausruhen in die Wurfhöhle zurückzieht und nicht zu sehen ist.

Eisbärin Tonja hatte bereits 2017 zwei Babys zur Welt gebracht, diese starben aber. Eines verendete nach der Geburt, das andere nach wenigen Wochen. Zu dieser Zeit war es bereits auf den Namen Fritz getauft.

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Vier Monate ist die kleine Eisbärin alt, heute wurde sie getauft. Die Patenschaft für die Kleine hat der Fußballklub Hertha BSC übernommen.

Das Warten hat ein Ende: Rund vier Monate nach der Geburt bekommt in Berlin das Eisbärenmädchen im Tierpark einen Namen. Hertha soll die Kleine heißen. “Wir haben die Patenschaft übernommen”, teilte der Fußballklub Hertha BSC in einem auf Twitter geteilten Video mit. Der Name wurde bei der Eisbärentaufe am Dienstagvormittag bekanntgegeben. Auch erste Reaktionen – positive wie negative – aus der Politik folgten sofort.

Viele Eisbärenfans, Pressejournalisten und Fernsehteams hatten sich am Dienstagvormittag vor dem Eisbärengehege versammelt, um die Namensverkündung mitzuerleben – und die kleine Eisbärin zu sehen, die dafür aus ihrer Höhle kam. Viele Fans haben Eisbären-Kuscheltiere und Kameras mitgebracht, außerdem Blumensträuße für Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem, der sein fünfjähriges Jubiläum feiert.

Nach dem Hertha-Maskottchen Hertinho und einem Menschen im Eisbärenkostüm trat schließlich auch die kleine Hertha vor die Kameras und das Publikum. Doch statt mit einem Hertha-BSC-Ball zu spielen, ging sie erst einmal schwimmen und spielte mit einem Stock im Wasser. Kurz darauf nahm sie sich dann den Ball vor.

Ein Direktorium aus Tierpark-Chef, Mitarbeitern und Fachleuten, darunter dem Eisbären-Kurator und Pflegern, hat über die Patenschaft an Hertha entschieden. Die Höhe der Summe wurde nicht bekannt gegeben. “Hertha gehört zu Berlin wie die Spree, der Zoo und der Tierpark”, sagte Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller. “Deswegen war klar, dass diese zwei Institutionen der Stadt zueinander gehören.” Es gehe auch darum, die Besucher für einander zu begeistern. Also werde Direktor Andreas Knieriem zum nächsten Hertha-Spiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf ins Olympiastadion kommen.

Schiller betonte den Aspekt des Klimaschutzes: Die Bedrohung der Eisbären in der Natur sei dem Klub ein wichtiges Thema. Der Verein sei um Nachhaltigkeit bemüht beim Bau des neues Stadions, geprüft würden auch umweltfreundliche Technologien wie E-Autos, Hybridfahrzeugen und Ausgleichszahlungen für Flüge. Mit Plakaten will Hertha BSC nun in der ganzen Stadt für den kleinen Eisbären werben.

Am Gehege ist auch eine Spendenbox mit der Aufschrift “Spende für den Artenschutz” aufgestellt. Denn der Tierpark arbeitet zusammen mit der Internationalen Schutzorganisation Polar Bears International. Kürzlich gab der UN-Klimarat bekannt, dass die Arktis bereits in zehn Jahren eisfrei sein soll. Das wirft die große Frage auf, wie die Eisbären in der Natur überleben sollen: Die Tiere können nur von Eisschollen aus jagen – schwimmend können sie keine Beute wie etwa Robben erlegen. Die Eisbären brauchen also das Eis, um nicht zu verhungern.

Im Tierpark wird die kleine Hertha jedenfalls nicht verhungern. Doch eventuell wird sie nur noch anderthalb bis zwei Jahre in Friedrichsfelde bleiben. Darüber entscheiden die Wissenschaftler des Europäischen Eisbärenzuchtprogramms EEP. Möglich ist, dass die kleine Eisbärin in einen anderen Zoo wechselt, um Nachwuchs zu zeugen. Da aber das Eisbärengehege im Tierpark ausgebaut wird, besteht die Möglichkeit, dass sie dort bleiben kann.

Über den Namen der kleinen Eisbärin wurden in den letzten Wochen viel diskutiert. Über 5000 Namensvorschläge waren beim Tierpark eingegangen. Auch Checkpoint-Leser haben fleißig mitgegrübelt und Namen wie Greta und Rosa vorgeschlagen. Bei Eisbär Fritz vor zwei Jahren hatte der Tierpark aktiv um Namensvorschläge geworben. Anders war das beim berühmten Eisbär Knut im zentral gelegenen Zoo: Der Name, der dann um die Welt ging, soll Tierpfleger Thomas Dörflein spontan eingefallen sein. Knut starb mit vier Jahren 2011 an einer Gehirnentzündung, Fritz 2017 mit vier Monaten an einer Leberentzündung.