Geschlossener Fußgängertunnel könnte für Obdachlose geöffnet werden
Berlin: Obdachlose dürfen nicht in U-Bahnhöfen übernachten
Aus Sicherheitsgründen öffnet die BVG ihre Bahnsteige nachts nicht mehr für Obdachlose. Mit dem Senat suchte sie nach Ersatzräumen – und hat jetzt eine Lösung.

Der Streit zwischen Sozialverwaltung und BVG über die Öffnung der Berliner U-Bahnhöfe für frierende Obdachlose ist am Wochenende in eine neue Runde gegangen. Die Sprecherinnen beider Seiten warfen sich gegenseitig vor, zu langsam zu sein. Dabei ist nach Informationen des Tagesspiegels eine Lösung gefunden: Ein vor zehn Jahren geschlossener Fußgängertunnel am Alexanderplatz könnte für Obdachlose wieder geöffnet werden. Dieser Tunnel verband den U-Bahnhof unter anderem mit dem Haus des Lehrers.

Nach einem Gespräch mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach sagte das Unternehmen aber zu, bisher ungenutzte Bereiche in mehreren Stationen freizugeben. So sollen die Obdachlosen von den Stromleitungen an den Gleisen ferngehalten werden. Welche Flächen genau in Frage kommen, soll erst noch geprüft werden. Man habe sich gemeinsam Räume angesehen, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Reetz. Als Grund nannte sie unter anderem Sicherheitsbedenken der Feuerwehr. Zuerst hatte der "rbb 24" darüber berichtet.

Viele Jahre lang hatte die BVG bei Temperaturen unter zwei Grad während der nächtlichen Betriebspause drei Stationen geöffnet, nämlich Schillingstraße, Südstern und Hansaplatz. Im vergangenen Winter waren es noch Südstern und Lichtenberg. Doch damit ist Schluss, der BVG ist die Sicherheitslage zu heikel geworden. Statt wie einst ein paar Personen pro Nacht hätten im vergangenen Winter regelmäßig mehrere Dutzend übernachtet. Die Menschen seien teilweise ins Gleisbett gegangen zum Urinieren. Da auch nachts manchmal Bauzüge fahren, sei dies lebensgefährlich, hatte die BVG ihre Entscheidung begründet. Vor drei Jahren waren im Winter zwei Obdachlose von Zügen getötet worden.

In den kommenden Nächten wird es richtig kalt in Berlin – aber in den U-Bahnhöfen der Hauptstadt dürfen Obdachlose nicht übernachten. Die gemeinsame Suche von Senat und Berliner Verkehrsbetrieben BVG nach Ersatzräumen für die bisherigen Kältebahnhöfe ist bisher ohne Erfolg geblieben. "Es ist noch keine Lösung gefunden worden", sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz.

Unter anderem die Caritas hatte die Entscheidung der BVG, die Stationen nicht mehr zu öffnen, als unmenschlich kritisiert. Um nicht allzu kaltherzig dazustehen, hatte BVG-Chefin Sigrid Nikutta Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) dann etwa 30 Ersatzräume angeboten, überwiegend ungenutzte Technikräume. Die BVG hatte zur Bedingung gemacht, dass der Senat Betreuung, Reinigung und Dixi-Klos organisiert.

Viele der von der BVG angebotenen Räume sind wegen fehlender Fluchtwege aber ungeeignet. Dem Vernehmen nach beendeten Brandschutzexperten der Feuerwehr die Besichtigung teilweise mit deutlichen Worten. Die Sprecherin der Sozialverwaltung, Karin Rietz, bestätigte am Sonntag, dass wir etwas in der Ost-City gefunden haben, was aber umgebaut werden muss. Präziser wollte Rietz nicht werden. Das Zögern dürfte einen Grund haben: Billig wird das Ganze nicht. Der Tunnel unter Grunerstraße und Karl-Marx-Allee wurde zwar nicht verfüllt, aber die Zugänge mit Betonplatten abgedeckt.

Für die BVG hätte diese Lösung Charme: Die Anlage gehört dem Land Berlin, die BVG wäre raus aus der Diskussion. Das 1968 gebaute und 2008 stillgelegte Tunnelsystem soll fast 500 Meter lang sein und fünf Ausgänge haben. Ein kleinerer Teil dürfte für Obdachlose genügen. Nach Angaben der Sozialverwaltung bevorzugen viele Obdachlose solche Schlafplätze, weil sie in Obdachlosenheimen ihren Hund nicht mitnehmen dürfen. Ob eine Öffnung in diesem Winter gelingt, ist unklar.

In den vergangenen Jahren hatten die Verkehrsbetriebe bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet. Dieses Jahr sollte es dieses Angebot wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr geben.

Das BVG-Personal hat jetzt Telefonnummern der Kältehilfe dabei, die Obdachlose abholen soll. Falls dies aus irgendwelchen Gründen nicht klappe, werde niemand in die kalte Nacht rausgeschickt, versicherte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

Nach einem Gespräch mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagte das Unternehmen aber zu, bisher ungenutzte Bereiche in mehreren Stationen freizugeben. So sollen die Obdachlosen von den Stromleitungen an den Gleisen ferngehalten werden. Welche Flächen genau in Frage kommen, soll erst noch geprüft werden. Man habe sich gemeinsam Räume angesehen, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Reetz am Samstag. Als Grund nannte sie unter anderem Sicherheitsbedenken der Feuerwehr. Zuerst hatte das Nachrichtenportal «rbb 24» darüber berichtet.

Bisher hatten die Berliner Verkehrsbetriebe bestimmte Bahnhöfe im Winter für Obdachlose geöffnet. Das wird es in diesem Jahr so nicht geben.

In den kommenden Nächten wird es richtig kalt in Berlin, aber in den U-Bahnhöfen der Hauptstadt dürfen Obdachlose nicht übernachten. Die gemeinsame Suche von Senat und Berliner Verkehrsbetrieben BVG nach Ersatzräumen für die bisherigen Kältebahnhöfe ist bisher ohne Erfolg geblieben. “Es ist noch keine Lösung gefunden worden”, sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz.

In den vergangenen Jahren hatten die Verkehrsbetriebe bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet. Dieses Jahr sollte es dieses Angebot wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr geben. In Dortmund verhängt die Stadt aktuell sogar Geldstrafen gegen Obdachlose, die im Freien übernachten.

In den vergangenen Jahren hatten die Verkehrsbetriebe bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet. Dieses Jahr sollte es dieses Angebot wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr geben.

Die gemeinsame Suche von Senat und Berliner Verkehrsbetrieben BVG nach Ersatzräumen für die bisherigen Kältebahnhöfe ist bisher ohne Erfolg geblieben. «Es ist noch keine Lösung gefunden worden», sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz am Samstag.

Nach einem Gespräch mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagte das Unternehmen aber zu, bisher ungenutzte Bereiche in mehreren Stationen freizugeben. So sollen die Obdachlosen von den Stromleitungen an den Gleisen ferngehalten werden.

Berlin – In den kommenden Nächten wird es richtig kalt in Berlin – aber in den U-Bahnhöfen der Hauptstadt dürfen Obdachlose nicht übernachten.

Welche Flächen genau in Frage kommen, soll erst noch geprüft werden. Man habe sich gemeinsam Räume angesehen, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Reetz am Samstag. Als Grund nannte sie unter anderem Sicherheitsbedenken der Feuerwehr. Zuerst hatte der “rbb 24” darüber berichtet.

Die BVG will laut Reetz alles tun, um Bedürftige zu vermitteln. Sie hat in den Bahnhöfen Plakate mit Adressen und Telefonnummern von Unterkünften aufgehängt und ihre Mitarbeiter mit Handzetteln ausgestattet. “Einfach in die Nacht geschickt wird niemand”, sagte Reetz. Sie gab aber zu bedenken, dass die BVG keine Institution der Kältehilfe sei.