Eine Schule im Ausnahmezustand
Berlin-Tempelhof: Eine Schule im Ausnahmezustand
Seit zwei Jahren gibt es offene Konflikte an der einst hoch gelobten Johanna-Eck-Schule. Es geht um viel Geld im Tresor und angeblichen Rassismus.

An der Tempelhofer Johanna-Eck-Sekundarschule wird seit fast zwei Jahren ein Stück aufgeführt: Es lautet: Wie schaffe ich es, einen Konflikt nicht zu lösen, sondern immer weiter zu verschärfen. Der letzte Akt scheint in weiter Ferne.

Die Geschichte, die erzählt werden muss, weil die gegnerischen Protagonisten ihre jeweilige Sicht der Dinge nicht mehr für sich behalten wollen, handelt von einem Haufen Bargeld, einer neuen Schulleiterin und Rassismusvorwürfen. Brisant ist das Ganze zusätzlich, weil es sich an einer der angesehensten Schulen der Stadt abgespielt hat, denn die Johanna-Eck-Schule ist nicht nur viel gelobt und ausgezeichnet, sondern hat auch eine besondere Vorgeschichte: Der harte Kern des Kollegiums stammt noch aus der Werner-Stephan-Hauptschule, die bekannt war für ihre exzellente Arbeit – so exzellent, dass ihr Leiter Siegfried Arnz vor über zehn Jahren in die Senatsverwaltung für Bildung geholt wurde. Unter Arnz und seinen Mitstreitern wurde die Werner-Stephan-Schule zur ersten Schule Berlins, die sich Schule ohne Rassismus nennen durfte.

Zwar wurde die Stephan-Schule im Rahmen der Sekundarschulreform mit einer Realschule fusioniert und heißt seitdem Johanna-Eck-Schule, aber die Prämissen blieben unverändert, was sich vor allem in der erfolgreichen Arbeit mit Migranten und Geflüchteten niederschlug. Auch Arnz Nachfolgerin Hannelore Weimar stammte noch aus dem alten Team. Als Weimar vor zwei Jahren in den Ruhestand ging, folgte ihr Mengü Özhan-Erhardt, die einen sehr guten Draht in die Bildungsverwaltung haben soll. Kurz nach Dienstantritt fand sie im Sekretariat einen Tresor mit einem hohen Bargeldbetrag – die Rede ist von 13 000 Euro. Zwar wurde schnell klar, dass sich hier niemand persönlich bereichern wollte. Vielmehr handelte es sich um Geld, das von Eltern für Bücher eingesammelt worden war. Allerdings ist unbestritten, dass es gegen Vorschriften verstößt, wenn eine Schule derartig hohe Summen gewissermaßen hortet. Weimars Stellvertreterin, die ihren Posten zunächst auch unter Özhan-Erhardt innehatte, wurde inzwischen versetzt. Noch wird in der Sache ermittelt.

“Wir stecken mitten in den Ermittlungen”, sagt Beate Stoffers, Sprecherin der Schulbehörde dem SPIEGEL. Nach bisherigen Erkenntnissen treffe das, was “B.Z.” und “Bild” über die Vorgänge an der Schule am Freitag berichteten, zu. Als die neue Schulleiterin Mengü Özhan-Erhardt vor zwei Jahren an die Schule wechselte, brachte sie demnach bizarre Vorfälle ans Licht – und wurde dafür angefeindet.

Mit dem Auffinden des Geldes und der Versetzung der Stellvertreterin war es allerdings nicht getan, denn der besagte harte Kern des alten Kollegiums fand es absurd, dass in der Folge von schwarzen Kassen die Rede war. Wir hatten den Eindruck, dass die Sache mit dem Geld, von dem wir Anderen nichts wussten, instrumentalisiert wurde, um uns in Misskredit zu bringen, berichtet einer der Lehrer. Aber es gab noch mehr Vorwürfe gegen die ehemalige Schulleitung: So seien mehr Schüler für den Religionsunterricht angemeldet worden, als es überhaupt Schüler an der Schule gab: Die dadurch zusätzlich verfügbaren Lehrerstunden seien in die Schulstation geflossen.

Was aber die Atmosphäre an der Schule mehr belastete als die Vorwürfe, war die Art und Weise, wie die neue Schulleiterin mit den aufgedeckten Missständen umgegangen sei, heißt es. Bereits Anfang 2017 war das Verhältnis so zerrüttet, dass ein erster Schlichtungsversuch ergebnislos verlief, wie die Berliner Zeitung berichtet. Aber das war nicht alles: Die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bildungsverwaltung, Saraya Gomis, erschien im Sommer 2017 in der Schule. Der Grund: Özhan-Erhardt sei wegen ihrer türkischen Wurzeln von Kollegen diskriminiert worden.

Große Summen Bargeld: Per Zufall habe die Sekretärin hinter einem Blumenbild einen Tresor entdeckt, schreibt die “B.Z.”. Darin seien Briefumschläge mit Schülernamen gewesen, in denen jeweils mindestens 60 Euro steckten. Dem Bericht zufolge handelte es sich offensichtlich um Geld für Schulbücher, das dafür jedoch nie verwendet wurde. Insgesamt: 20.000 Euro.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt platzte auch den Kollegen der Kragen, die sich bis dahin eher neutral verhalten hatten: Die im Kollegium vorhandenen Probleme haben nichts mit dem Migrationshintergrund von Frau Özhan-Erhard zu tun, betont Reiner Haag, einer der angesehensten und langjährigsten Lehrer der Schule.

Gomis soll an der Schule dann selbst rassistisch beleidigt worden sein. Eine Lehrerin soll gegen den Besuch der Frau, die afrikanische Wurzeln hat, mit Tiermaske und Affengebrüll protestiert haben. Während Gomis redete, soll mit den Füßen getrampelt worden sein. Dafür gebe es Bestätigungen, sagte Stoffers.

Absurd sei der Diskriminierungsvorwurf, sagen auch andere Mitarbeiter der Schule, die die Vorgänge kennen. Ihr Ärger wurde noch größer, als ihnen Saraya Gomis keine konkreten Beispiele für die angeblich diskrimimierenden Äußerungen gegen Özhan-Erhardt nennen wollte. Eine Lehrerin steigerte sich in das Gefühl, zu Unrecht beschuldigt zu werden, derart hinein, dass sie ein Plakat malte: “Affentheater statt Unterricht” war da zu lesen. Zudem soll sie mit ihren Schüler ein makabres Antidiskriminierungsspiel gespielt haben, bei dem Gomis namentlich auftauchte. Aber das ist noch nicht alles: Die Sprecherin der Bildungsverwaltung, Beate Stoffers, berichtete dem Tagesspiegel am Sonntag, dass Gomis beim Betreten der Schule von oben aus dem Treppenhaus bespuckt worden sein soll. Sie bestätigte auch einen Bericht der BZ, wonach jemand Affengeräusche gemacht und getrampelt habe, als Gomis erschien. Die betreffende Person sei aber weggehuscht und daher nicht zu erkennen gewesen, hieß es weiter. In der Folge tauchte ein neuer Vorwurf auf, nämlich der, dass Gomis selbst, deren Vater aus Afrika stammt, an der Schule rassistisch beleidigt worden sei.

Auch das weisen die Lehrer weit von sich: Meine Kollegen und ich wehren uns entschieden gegen die Rassismusvorwürfe. Niemand von uns hat Affengeräusche gemacht, gespukt oder mit den Füßen getrampelt, beharrt Haag. Niemand im Kollegium sei so primitiv. Er wirft der Bildungsverwaltung vor, zu spät einen Vermittler eingesetzt zu haben. Stattdessen sei das Kollegium in Sippenhaft genommen und die Situation verschärft worden – zum Schaden der Schule und aller Beteiligten. Auch der langjährige Personalrat Norbert Gundacker, der bis zum Sommer an der Schule arbeitete, betont, dass es in all den Jahren keinen Funken Diskriminierung gegeben habe. Daher ist das Geschehen für ihn höchst unerklärlich.

Weiterer Vorwurf: Die Lehrkraft soll ein diskriminierendes Spiel für den Ethikunterricht entworfen haben. Darin komme eine schwarze Frau namens Gomis auf ein Schiff und erteile den Auftrag, eine Lehrerin zu erhängen. Dafür bekämen die Schüler Extrapunkte, heißt es in der “B.Z.”.

Hinter einem Blumenbild gab es einen Geheimtresor und die Anti-Rassismus-Beauftragte wurde mit Affengebrüll verhöhnt – von einer Lehrkraft. Berichte über die einstige Vorzeigeschule Johanna-Eck in Berlin-Marienfelde haben groteskte Abgründe zutage gefördert.

Große Summen Bargeld in einem Geheimtresor, Mord-Spiele im Ethikunterricht, Affengebrüll als die schwarze Anti-Mobbing-Beauftragte erscheint: An der Johanna-Eck-Schule in Berlin-Marienfelde sollen sich ungeheure Ereignisse zugetragen haben – im Lehrerkollegium.

Vor zwei Jahren hat die neue Schulleiterin Mengü Özhan-Erhardt ihre Stelle an der Johanna-Eck-Schule in Berlin-Marienfelde angetreten. Damals hatte die Schule einen hervorragenden Ruf, hatte sogar einen Preis für Soziales Lernen gewonnen. Doch hinter der schönen Fassade stimmte so einiges nicht.

Als die Schulleiterin ihre Stellvertreterin danach fragte, habe die ihr gesagt, dass sie das Geld nicht anrühren solle, das seien Projektgelder. Später sei auch noch ein Konto über 13.000 Euro gefunden worden.

Durch Zufall habe die Sektretärin der neuen Schulleiterin einen Tresor hinter einem Blumenbild entdeckt, berichtet die Berliner Zeitung. Der Inhalt: Briefumschläge, die mit Schülernamen beschriftet waren. Jeweils mindestens 60 Euro steckten in den Umschlägen, insgesamt 20.000 Euro. Dem Bericht zufolge war das Geld von den Schülern für Schulbücher abgegeben worden, wurde dafür jedoch nie verwendet.

Mit Affengebrüll und einer Tiermaske soll eine Lehrkraft der Anti-Diskriminierungs-Beauftragten entgegengetreten sein. Die Berliner Schulbehörde ermittelt – auch zu weiteren bizarren Vorfällen an der Schule.

Die Schulleiterin habe daraufhin ihre Stellvertreterin gefragt, was es mit dem Geld auf sich habe. Das seien Projektgelder, die sie bitte nicht anrühren solle, habe die ihr gesagt. Später habe sie auch noch ein Konto mit 13.000 Euro gefunden. Zudem habe sie festgestellt, dass den Kirchen gemeldet wurde, dass mehr als 450 Schüler am Religionsunterreicht teilnehmen. Dabei besuchen die Schule nur 400 Schüler. Ebenso habe die Schule gemeldet, dass es fünf Willkommensklassen für Flüchtlinge gebe, dabei gab es nur drei. Die Angaben in der Statistik bescherten der Schule einen Personalsegen: Jede Klasse konnte von zwei Lehrern unterrichtet werden.

Eine Lehrerin habe sogar mit einer Affenmaske gegen die Antidiskriminierungsbeauftragte, deren Vater aus dem Senegal kommt, demonstriert. Und damit nicht genug: Im Ethik-Unterreicht habe sie ein Spiel entworfen, in dem eine schwarze Frau namens Gomis auf einem Schiff den Mord an einer Lehrerin beauftragt. Die Lehrkraft sei inzwischen versetzt worden, schreibt die Bild-Zeitung.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, weisen die Lehrer die Vorwürfe gegen sie zurück. Man habe die Schulleiterin nicht diskriminiert. Zudem habe sich der Protest mit der Affenmaske gegen die Direktorin und nicht gegen die Antidiskriminierungsbeauftragte gerichtet.

Einige der Vorfälle liegen schon eine Weile zurück, doch die Aufarbeitung beginnt erst jetzt richtig. All diese Vorgänge werden derzeit umfassend untersucht, sagt Beate Stoffers, Sprecherin der Schulbehörde dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Die Schulleiterin, Mengü Özhan-Erhardt, zeigt sich gegenüber der Bild-Zeitung optimistisch: Die Vergangenheit können wir nicht verändern, aber die Zukunft. Inzwischen fühle ich mich durch viele Kollegen unterstützt. Außerdem ist auch früher gute Arbeit geleistet worden.

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Affengebrüll,aber sich Schule ohne Rassismus und mit Couragenennen. Tausende Euro Bargeld,falsche Zahlen und wer weiß was nicht noch alles. Berlin, Rotrotrün, besser nicht nachahmen.

Derartig Bekloppte werden also auf unsere Kinder losgelassen. Haben Lehrer eigentlich Narrenfreiheit? Hoffentlich kann die Schulleiterin in Mariendorf aufräumen. Schöne Vorbilder sind das.

beste sozialistische Tradition! Wir brauchen mehr Lehrer? Machen wir mehr Eingangs- und Inklusionsklassen, schreiben kann man ja viel, wenn niemand prüft! Und weil alle zufrieden sind, wird sich nie jemand beschweren und damit eine Prüfung auslösen. Sogar eine "schwarze Kasse" für dringende Anschaffungen ist drin – und dann kommt so eine superanständige Rektorin und macht das schöne Spiel auf Kosten der anderen kaputt. Kein Wunder, dass das Kollegium protestiert – müssen sie doch jetzt so schlecht arbeiten wie alle anderen auch!

eben keine fast rein migrantische Schule haben und gleichzeitig glauben, dass das, was da passiert, noch in irgendeiner Weise mit einer früher normalen deutschen Schule vergleichbar ist. Das sind Märchen und den Lehrern scheint es inzwischen zu reichen. Wer sich bei einer Abgesandten der vorgesetzten Behörde so aufführt hat das Gefühl, nichts mehr verlieren zu können.

normalem Menschenverstand ist das Ganze nicht mehr zu verstehen. Ein Gehirn müßte schon total auf Rot-Grün umgekrempelt werden, um hier überhaupt noch irgend etwas Sinnvolles zu erkennen.

Es muss gelogen und betrogen werden, falsche Zahlen gemeldet und dann klappts auch mit den Fördergeldern. 2 Lehrer pro Klasse, nicht schlecht. Und das alles fällt nun weg weil eine Schulleiterin zu tief nachgebohrt hat? Kein Wunder dass die Lehrer sauer sind, bestimmt sind bald wieder einige arbeitslos. So unglaublich es klingt, aber scheinbar ging es der Schule und den Schülern mit dem korrupten und verlogenen System besser als jetzt. da stimmt doch einiges mit den Vorschriften nicht.

welches aber nie verwendet und in einem Geheimtresor getapelt wurde, dazu noch falsche Angaben zu Schülern und Klassen nenne ich das mal Unterschlagung und Betrug. Hier muss der Staatsanwalt ran und keine Integrationsbeauftragte. Dafür muss ein Kopf rollen und Haft anstehen.

Seit wann nicht mehr? Seit die neue Schulleiterin kam und einige Unregelmäsdigkeiten entdeckte und öffentlich machte? Und wozu braucht man eine Anti – Deeskalations Beauftragte ? Geht die Gewalt um an der Schule? Von wem geht die aus?

Die Bildungssenatorin, SPD, behauptet von sich selber: … ich bin eine die Dinge möglich macht…. An dieser Stelle Applaus von mir Frau Senatorin! Weiter so mit RRG in Berlin.

Irgendwann ist kein Geld mehr da und Bayern auch grün und pleite. Was dann? Mit einer jungen Generation, die größtenteils nicht richtig lesen, schreiben oder gar rechnen gelernt hat, dafür aber FDJ-mäßig indoktriniert wurde, allerdings in eine andere, ebenso fatale, Richtung.