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FCA-Trainer schägt Alarm: Schmidt fordert die Schutzhand
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Bei der aktuellen Handspielregelung blickt keiner mehr durch. FCA-Trainer Martin Schmidt (52) kommt nun mit einer neuen Lösung daher. Er fordert: Führt die Schutzhand wieder ein!

FCA-Coach Martin Schmidt fordert Trainersitz in DFB-Schiedsrichterkommission

Hintergrund: Weil Philipp Max (25) im Spiel gegen Berlin bei einer Flanke seine Arme nach hinten verschränkte (um kein Handspiel zu verursachen), bekam er aus kurzer Distanz den Ball direkt an die Schläfe. Die Folge: Blackout, Auswechslung, Gehirnerschütterung! Das Bundesliga-Finale in Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) wird der Linksverteidiger verpassen.Mit einer Schutzhand wäre das nicht passiert!Schmidt emotional: Aus Angst vor einem Handspiel gehen die Spieler anormal und untypisch in die Zweikämpfe. Müssen die Spieler erst Nasen-, Hals- oder Kopfverletzungen haben? Oder spielen wir irgendwann mit Helm? Das ist wie ein Boxer ohne Deckung. Wie weit muss es noch gehen?

“Ich weiß nicht, wie das noch weitergeht, wenn die Spieler diese Schutzhaltung nicht mehr haben. Wie lange gehts, bis wir Nasen-, Hals- und Kopfverletzungen haben? Oder spielen wir irgendwann mit Helm?”, sagte Schmidt, “da müssen wir jetzt den Fuß reinhalten.”

Schmidts Vorschlag: Erlaubt die Schutzhand!Der Schweizer geht sogar noch weiter: Es gehören Trainer, Sportdirektoren und Spieler in die verschiedensten Gremien. Sei es DFL, UEFA oder FIFA. Da braucht es Fußball-Fachkompetenz. Ich sehe es als Pflicht, dass die Bundesliga-Trainer einen Platz in der Schiedsrichterkommission erhalten, damit auch wir mitreden können!

Augsburgs Linksverteidiger musste beim 3:4 gegen Hertha am vergangenen Samstag vorzeitig vom Platz, nachdem er beim Versuch, eine Flanke zu blocken, den Ball aus kurzer Distanz seitlich an den Kopf bekommen hatte. “Er geht in den Zweikampf mit seinen Händen auf dem Rücken, unkontrolliert, unkoordiniert”, so Schmidt. “Aus Angst vor einem Handspiel” würden die Spieler “anormal und untypisch in den Zweikampf” gehen. “Das ist ein Auswuchs der Regelung, dass es die Schutzhand nicht mehr gibt”, kritisiert Schmidt.