Abschluss des 29. Spieltags: Augsburg überrascht Frankfurt - tagesschau.de
LIVE! Eintracht Frankfurt – FC Augsburg, Bundesliga, Saison 2018/19, 29. Spieltag
Drei Punkte zum Einstand: Trainer Martin Schmidt hat beim kriselnden FC Augsburg ein perfektes Debüt und den womöglich vorentscheidenden Sieg im Kampf um den Klassenerhalt gefeiert.

Die Schwaben gewannen zum Abschluss des 29. Spieltags der Fußball-Bundesliga beim Champions-League-Aspiranten Eintracht Frankfurt mit 3:1 (2:1), der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nun sieben Punkte. U21-Nationalspieler Marco Richter (31.) glich für die Augsburger zunächst die Frankfurter Führung durch Goncalo Paciencia (14.) aus und drehte mit einem präzisen Fernschuss (45.+4) die Partie sogar noch vor der Halbzeit. Für die Entscheidung sorgte Michael Gregoritsch (84.).

Eintracht dagegen schwächt sich selbst: Mittelfeldmann Gelson Fernandes (32) fliegt mit Gelb-Rot (47.). Wieder ein Platzverweis: Am Donnerstag hatte Evan Ndicka (19) schon nach 20 Minuten Rot für eine Notbremse kassiert.

"Wir wussten, was auf uns zukommt – das war extrem wichtig", sagte der zweimalige Torschütze Marco Richter am ARD-Mikrofon, "die Gelb-Rote Karte gegen Frankfurt hat uns in die Karten gespielt, das sollte aber unsere Leistung nicht schmälern." Und zu Neu-Trainer Martin Schmidt meinte Richter: "Das war blöd mit dem Wechsel unter der Woche. Aber Martin Schmidt hat uns viel von seiner Philosophie mitgegeben und das haben wir ganz gut umgesetzt."

Frankfurt hadert, Augsburg feiert: Drei Tage nach der 2:4-Pleite bei Benfica Lissabon verliert die Eintracht 1:3 gegen Augsburg. Ein Grund: Augsburgs neuer Trainer, Martin Schmidt, motiviert sein Team auf besondere Weise.

Da spielten die Hessen nach der Gelb-Roten Karte für Gelson Fernandes (47.) schon lange in Unterzahl. Der erste Auswärtssieg des FCA seit dem 27. Oktober war zudem ein Novum: Vor Schmidt hatte nach einem Trainerwechsel in dieser Saison noch kein neuer Coach einen Erfolg im ersten Spiel verbucht. Während Augsburg nach der engagierten Vorstellung den restlichen Wochen optimistisch entgegenblicken darf, erhielten die Königsklassen-Hoffnungen der Eintracht durch die erste Liga-Niederlage in diesem Jahr einen Dämpfer. Zudem misslang die Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League: Am Donnerstag (18.04.2019) muss Frankfurt gegen Benfica Lissabon ein 2:4 aufholen muss. "Heute hat vieles nicht gepasst", sagte Frankfurts Sebastian Rode, "es gab viele Unkonzentriertheiten."

Im Vergleich zum desaströsen 0:4 gegen die TSG Hoffenheim, das Ex-Trainer Manuel Baum letztlich den Job gekostet hatte, nahm Schmidt in seiner Startelf vier Veränderungen vor – unter anderem weil Verteidiger Philipp Max krankheitsbedingt fehlte. Dessen Vertreter Konstantinos Stafylidis hatte nach 118 Sekunden auch die erste, wenngleich harmlose Abschlussmöglichkeit der Partie. Für deutlich mehr Gefahr sorgten in der offen geführten Anfangsphase die Versuche des Frankfurters Luka Jovic (4./5.).

Nach dem sehenswerten Treffer von Paciencia, der den wie in Lissabon verletzt fehlenden Sebastien Haller ersetzte, verlor das auf Augenhöhe geführte Duell allerdings an Attraktivität. Der Ausgleich durch Richter kam ebenso wie die FCA-Führung etwas überraschend. Insgesamt behinderten zahlreiche Fouls und Verletzungspausen den Spielfluss. Offensivaktionen waren vor allem im ersten Durchgang die Seltenheit, Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) hatte mit den häufig diskutierenden Spielern jede Menge Arbeit.

Verteidiger Hinteregger muss im 42. Frankfurter Pflichtspiel mit Muskelverletzung runter. Die Eintracht braucht am Donnerstag ein Euro-Wunder gegen Lissabon – am Besten ohne Platzverweis.

Der Platzverweis des souverän wirkenden Unparteiischen gegen Fernandes war vertretbar – und er erschwerte die Bemühungen der Gastgeber, die vor allem mental nicht den frischesten Eindruck machten. Ein Ausdruck dafür waren zahlreiche Abstimmungsfehler, technische Unzulänglichkeiten und zu einfach vertändelte Bälle. Nach einer knappen Stunde hätte Ja-Cheol Koo (58.) die Schwäche der SGE ausnutzen müssen, er verpasste aus kurzer Distanz allerdings den dritten Treffer. Insgesamt waren die Gäste in dieser Phase einer Vorentscheidung dennoch deutlich näher als die Frankfurter dem Ausgleich.

Die 70 Minuten Unterzahl gegen Benfica sind Frankfurt anzumerken: Luka Jovic (21) – laut spanischer Medien Real Madrids neuer Wunschstürmer – vergibt früh zwei Top-Chancen.

Die Eintracht legt jetzt den Fokus komplett aufs Europa-League-Rückspiel gegen Benfica Lissabon (Live-Ticker bei sportschau.de). Am Wochenende dann beschließen die Hessen den 30. Spieltag, die Frankfurter spielen Montagabend beim VfL Wolfsburg, der FC Augsburg hat zwei Tage zuvor im Schwabenderby den VfB Stuttgart zu Gast.

Bei der Kabinenansprache vor Anpfiff zeigt der Schweizer vollen Körper-Einsatz, tritt mit voller Wucht gegen die Wäsche-Tonne und rüttelt seine Jungs wach.

Große Freude herrscht derweil im Lager der Gäste, denn der FC Augsburg gewinnt direkt das erste Spiel unter Neu-Coach Martin Schmidt – und fährt zugleich die ganz wichtigen Punkte 26, 27, 28 ein. Der Vorsprung auf Relegationsrang 16 (Stuttgart) beträgt somit sieben Punkte.

Neu-Trainer Martin Schmidt, seit vier Tagen im Amt bei Sky: Mir fehlen die Worte für die Leistung des Teams. Wir sind immer draufgegangen.

Eintracht Frankfurt kassiert wie am vergangenen Donnerstag (2:4 bei Benfica Lissabon) einen Platzverweis und eine Niederlage in Unterzahl. Es ist die erste Bundesliga-Pleite in diesem Jahr – was Gladbach (Rang fünf, ein Punkt dahinter) freuen dürfte.

Hinteregger weigerte sich, unter Manuel Baum nochmal aufzulaufen. Jetzt ist der Augsburg-Trainer weg. Was bedeutet das für Hinti?

Auf der anderen Seite entblößt sich die Abwehr der Gäste, sodass Jovic durchstarten kann. Doch auch der Serbe verzieht aus guter Lage.

Wer nicht lernen will, muss zahlen – und ab sofort zu Fuß gehen. Hammer-Strafe für BVB-Profi Marius Wolf (23)!

Große Konterchance nochmals für den FCA, doch nach Schmid-Zuspiel ist Gregoritsch zu überhastet beim Abschluss und verzieht komplett.

Dritter und letzter Wechsel der Fuggerstädter: Janker kommt für Koo ins Spiel. Das soll natürlich nur noch weitere Sekunden von der Uhr nehmen.

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Die Nachspielzeit (vier Minuten) ist bereits angebrochen, außerdem bahnt sich noch ein FCA-Wechsel an.

Gacinovic rauscht mit einer überharten Grätsche in einen Gegenspieler und hat Glück, hier keine Gelbe Karte zu sehen.

Baier & Co. lassen die in Unterzahl agierenden Frankfurter nun laufen, lassen den Ball gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren.

Nach einer Ecke von de Guzman, die an Freund und Feind vorbeirollt, kommt Kostic links im Strafraum an den Ball und zieht direkt ab – vorbei.

Die erste Liganiederlage für Frankfurt in diesem Jahr, sie dürfte somit feststehen. Aufgeben kommt für Gacinovic & Co. aber nicht infrage.

Die Entscheidung steht – und es bleibt beim Tor für den FCA, was zugleich die Vorentscheidung in dieser Partie sein dürfte.

Starker Einstand von Schieber, der direkt mal mit einem Steilpass Richter auf der linken Seite findet. Es folgt ein Tänzchen an Touré vorbei sowie der Rückpass gerade noch vor dem herausstürzenden Trapp zu Baier. Der Kapitän der Augsburger zieht nicht ab, sondern legt rechts raus zu Gregoritsch – und der Österreicher zieht herrlich links oben ins Eck ab. Trapp hat keine Chance, somit steht es 3:1 für den FCA.

Stürmer für Stürmer: Nach langwierigen Knieproblemen kommt Schieber für den enttäuschenden wie wenig auffälligen Finnbogason ins Spiel – und damit zu seinem ersten Einsatz seit dem 16. Spieltag.

Die Eintracht setzt sich in Unterzahl stark in der Augsburger Hälfte fest, gegen das dichte Abwehrgeflecht der Gäste fehlt aber noch das präzise Zuspiel, der gekonnte Abschluss.

Kurz schreien die Hessen auf, nachdem Handspiel von Gregoritsch gefordert wird. Der Referee wartet, als der Ball im Aus ist, auch kurz ab. Doch schnell zeigt er an: Weiterspielen!

Finnbogason steigt Hasebe nun auf den Fuß, der Japaner humpelt im Anschluss etwas, kann aber weitermachen.

Immer wieder hadern die Hessen nun, jetzt regt sich Rebic auf, nachdem er den Arm etwas gegen Gouweleeuw ausgefahren hat. Schiedsrichter Dankert ermahnt den Kroaten mit klaren Worten.

Frust und Ärger im Frankfurter Land, nachdem Jovic für ein vermeintlichen Stürmerfoul (kleiner Stoß gegen Khedira) zurückgepfiffen wird.

Rebic taucht nun links an der Grundlinie auf, behält die Übersicht und legt in den Rückraum für Jovic ab. Der Serbe zieht ab, feuert hart mit links – doch abermals blockt der bestens postierte Khedira.

Finnbogason wird offenbar am Unterleib getroffen, setzt sich in der Folge auf den Hosenboden und erntet dafür Pfiffe.

Die Hessen schieben in diesen Minuten an, werden vom eigenen Publikum angepeitscht – und schnüren Augsburg ein.

Die Rettungstat des Abends! Gacinovic baut einen aussichtsreichen Angriff selbst mit auf, kommt am Ende vor dem Strafraum wieder an den Ball und nickt diesen herrlich in den Lauf von Rebic. Der Kroate taucht vor dem Tor auf, zieht ab – und wird im allerletzten Moment von Khedira geblockt. Was für eine Aktion des Abwehrspielers.

Referee Dankert redet etwas mit Rebic, dieser zeigt sich offenbar nicht einsichtig, dreht sich einfach ab – und sieht Gelb.

Richter kassiert einen Treffer von da Costa, der Frankfurter kommt dabei aber ohne Gelbe Karte davon.

Richter ist bemüht und will offenbar unbedingt den Dreierpack schnüren, nun wirft sich der Angreifer nach einem Zuspiel von der rechten Seite in den Ball – und verzieht rechts am Pfosten vorbei.

Rebic will da Costa auf dem rechten Flügel schicken, spielt dabei allerdings einen blinden wie viel zu steilen Pass.

Gregoritsch legt rechts raus zu Schmid, dessen plumper Flachpass ins Zentrum kommt aber nicht beim anvisierten Finnbogason an.

Über die verspielten Möglichkeiten ärgert sich auch Trainer Schmidt, der mit einem 3:1 auf dem Zettel sicherlich mehr Ruhe im Gemüt hätte.

Der FC Augsburg kommt zwischen der 63. und 64. Minute gleich zu einer großen Anzahl von Möglichkeiten, scheitert häufig aber am letzten Pass oder am zu schwachen Abschluss. Allein Hahn verzieht zweimal.

Die Frankfurter müssen in den nächsten Minuten natürlich immer mehr risikieren, das könnte noch mehr die Räume für den FCA öffnen.

Gegenüberliegend lässt Richter die nächste Möglichkeit liegen, zieht aus vielleicht 15 Metern zu hastig ab – drüber.

Es geht hin und her, nun ist wieder die SGE an der Reihe. Nach einer Flanke von der linken Seite schraubt sich Jovic nach oben, setzt seinen Kopfball aber direkt in die Arme von FCA-Schlussmann Luthe.

Die Fuggerstädter nähern sich dem 3:1 an – und müssen das Tor eigentlich auch machen! Nach einem Seitenwechsel kommt Hahn links im Strafraum an den Ball, sieht Trapp auf sich zukommen und steckt perfekt ins Zentrum zum freistehenden Koo. Der Südkoreaner zieht direkt ab, doch auf der Linie klärt Hasebe mit dem Kopf in höchster Not.

Zeit für einen Blick auf die LIVE!-Daten: 9:6 heißt es bei den Torschüssen für Eintracht Frankfurt, die Hessen gewinnen auch 53 Prozent der Zweikämpfe.

Hier wäre deutlich mehr drin gewesen: Kostic eilt zunächst einmal über die linke Seite nach vorn, hebt den Kopf und findet Jovic im Zentrum mit einer halbhohen Chip-Flanke. Der Serbe geht volles Risiko, verfehlt den Ball mit seinem Volley aber beinahe komplett.

Die Augsburger machen es seit dem Platzverweis im Übrigen nicht schlecht, sie stehen defensiv sicher und setzen immer wieder Nadelstiche in Richtung eines möglichen 3:1.

Stürmer und Torschütze Paciencia geht raus, Ideengeber Gacinovic kommt rein. Das bedeutet auch: Ganz vorn agieren nun Jovic und Rebic Seite an Seite.

Gute Idee: Nach einer flach nach innen getretenen Ecke lassen gleich zwei Mitspieler absichtlich passieren, ehe Schmid abzieht – und an einem Block scheitert.

Nach einem langen Ball in die Spitze leitet Rebic die Kugel elegant mit der Hacke weiter. Doch auch hier ertönt ein Pfiff – Abseits.

Rode bekommt tief in der eigenen Hälfte den Ball, blickt auf und spielt steil nach vorn zu Paciencia. Der Stürmer steht aber im Abseits.

Im Klartext heißt das jetzt: Der FC Augsburg spielt in Überzahl und führt mit 2:1 – und das mit dem neuen Trainer Martin Schmidt an Bord. Frankfurt indes möchte in Unterzahl die zweite Pleite in Folge nach dem 2:4 in Lissabon vermeiden.

Fernandes will die Hinausstellung nicht wahrhaben, beschwert sich noch viele Sekunden lang – und gibt letztlich doch die Kapitänsbinde ab.

Fernandes geht direkt viel zu hart ins Duell mit Schmid, trifft Ball und Gegner – und sieht nach einigen Protesten Gelb-Rot von Schiedsrichter Bastian Dankert.

Mit einem langen Einwurf soll Rebic gefunden werden, der Kroate kommt jedoch nicht vor den Augsburger Abwehrspielern heran.

Luthe hat sich derweil noch etwas warmgemacht, der Torhüter und Vertreter von Kobel hat noch ein paar Einheiten gebraucht.

Der zweite Abschnitt geht gleich los – und dabei tut sich die Frage auf: Wie sieht es mit dem Energiehaushalt der Frankfurter aus nach so vielen englischen Wochen in dieser Saison?

Eintracht Frankfurt und Augsburg messen sich an diesem Bundesliga-Sonntagabend in einem äußerst unterhaltsamen Spiel, das schier alles zu bieten hat. Die wichtigsten Fakten bis dato: Die SGE erwischt den besseren Start, geht mit 1:0 in Führung. Dann kriegt der FCA einen klaren Elfmeter nicht – und in der Folge schnürt Richter einen Doppelpack, womit seine Farben aus einem 0:1 ein 2:1 machen.

Richter schnürt wenige Sekunden vor der Pause den Doppelpack – und zwar mit einem saftigen Strahl! Erst einmal bedient der anschiebende Koo den 21-jährigen Offensivmann auf der linken Seite, der aufblickt, sich ein Herz fasst und vor dem zu passiven Touré perfekt rechts unten einschießt aus etwa 15 Metern Entfernung. Trapp macht sich vergebens lang.

Rebic täuscht rechts im gegnerischen Strafraum einen Schuss an, um im Anschluss einen Heber zu setzen. Der Ball geht weit drüber, außerdem wäre der großgewachsene Keeper Luthe zur Stelle gewesen.

Gregoritsch fasst sich aus der Distanz ein Herz, findet mit seinem guten Abschluss aber nur die sicheren Hände von Torwart Trapp.

Immer wieder verliert auch Rode am heutigen Abend Bälle im Aufbauspiel, das kann Augsburg in diesen Sekunden aber nicht nutzen. Die Gäste vertändelt die Kugel selbst schnell wieder.

Hahn will auf der rechten Bahn an Ndicka vorbei, hat gegen den starken Körpereinsatz aber nichts auszurichten. Der Ball geht verloren.

Hahn steht nach einem weiten Zuspiel im Abseits, wirkt im Anschluss gefrustet und schießt den Ball absichtlich weit weg. Da hat der Angreifer Glück, dass es nicht Gelb für ihn setzt.

Kostic und Jovic bauen einen erneuten Angriff auf, am Ende verzetteln sich die beiden Serben aber etwas und verlieren die Kugel.

Bei jeder Schiedsrichterentscheidung wird in diesem ersten Abschnitt stets wild protestiert. Das zeigt, dass es für beide Teams um viel geht.

Die Fuggerstädter greifen nach Balleroberung ganz schnell an – und am Strafraum taucht Gregoritsch auf. Der Österreicher sinkt nach einem Kontakt von Ndicka zu Boden und will Elfmeter. Der Videobeweis wird hier trotz Proteste nicht bemüht – und das ist allein deswegen richtig, weil sich das Tackling außerhalb des Sechzehners ereignet hat.

Fernandes geht offensiv auf den klärenden Gregoritsch drauf, hält den linken Fuß rein – und handelt sich dadurch die erste Gelbe Karte der Partie ein.

40 Minuten sind gespielt – und dieses Spiel hat bislang alles. Es gibt härtere Szenen, Tore und diskutable Entscheidungen.

Hahn steht schnell wieder, kann also weitermachen – und erntet dafür Pfiffe von den Rängen. Dafür sitzt nun Kobel wieder auf dem Hosenboden, der Torwart hat sich eventuell eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Kostic baut einen neuen Angriff auf, macht Tempo und schießt den Ball plötzlich absichtlich ins Toraus in Richtung FCA-Ersatzspieler Luthe. Warum? Weil das Spiel unterbrochen ist, weil Hahn im Strafraum am Boden liegt.

Nach einer Ecke von der rechten Seite kommt Jovic zum Kopfball, Keeper Kobel kann die Kugel aber halten und letztlich sichern.

Da Costa wird auf der rechten Bahn bedient, kommt in den Strafraum und duelliert sich dort mit Stafylidis. Der Grieche geht dabei als Sieger hervor.

Bei einer Szene vorhin, bei der sich Kostic den Ball zu weit vorgelegt und im Anschluss beim Nachsetzen Torwart Kobel getroffen hat, hat sich offenbar eine kleine Blessur ergeben. Denn der Schlussmann der Augsburger muss behandelt werden, kann aber für den Moment weitermachen. Ersatzmann Luthe macht sich trotzdem warm.

Im Falle von Hinteregger, der bereits verletzt ausgewechselt worden ist, handelt es sich offenbar um eine Verhärtung im Oberschenkel.

Dieses Spiel hat in diesen Minuten richtig viel zu bieten, es geht hin und her. Nun landet der Ball im Tor der Frankfurter: Baier setzt sich erst gegen Rode durch, dann steckt Gregoritsch herrlich für Richter durch. Der 21-Jährige lässt zwei Gegenspieler stehen und schiebt halb im Fallen aus etwa zehn Metern Entfernung zum 1:1 ein. Trapp hat keine Chance.

Auf der anderen Seite hat Paciencia das 2:0 auf dem Fuß, doch das Kopfballungeheuer agiert nach Rebic-Querpass freistehend vor dem gegnerischen Gehäuse zu hastig und verzieht aus bester Lage.

Gute Chance nun für Augsburg: Nach Flanke von der linken Seite kommt zwar Koo nicht ran, dafür prallt der Ball von Rode zurück Richtung eigenes Tor. Dort passt Trapp aber gut auf.

Bastian Dankert kommt schnell zu seiner Entscheidung und bleibt dabei, dass es hier keinen Elfmeter geben kann.

Khedira regt sich fürchterlich mit seinen Kollegen auf, weil Referee Bastian Dankert tatsächlich den Videobeweis bemüht und sich die Bilder selbst anschaut.

Was ist denn jetzt los? Da Costa eilt über die rechte Bahn nach vorn und flankt scharf nach innen. Dort kommt Khedira mit dem rechten Fuß an den Ball – und letztlich prallt dieser an die Hand. Eigentlich eine klare Sache und kein Elfmeter, dennoch fasst sich der Schiedsrichter ans Ohr.

Hinteregger wird gefeiert von den eigenen Fans, bekommt zudem aufmunternde Worte von Abraham und Trainer Hütter. Sicher aber ist: Er kann nicht mehr weitermachen.

Hinteregger scheint sich verletzt zu haben, der Österreicher (39 Länderspiele) sitzt auf dem Hosenboden und muss wohl runter. Ndicka macht sich schon einmal bereit.

Richter eilt nun mal über die rechte Seite nach vorn, sinkt nach einem leichten Kontakt von Hasebe zu Boden – und kriegt keinen Freistoß.

Mit einem langen wie weiten Schlag wollen die Augsburger einen Angriff initiieren, da macht der vom FCA ausgeliehene Hinteregger aber nicht mit. Er passt auf und bereinigt vor dem lauernden Finnbogason.

Die FCA-Profis sind derzeit um Kontrolle bemüht, sie schieben sich den Ball aktuell ruhig zu, um so an Sicherheit zu gewinnen.

Rebic leitet den Ball in der Mitte schnell weiter nach vorn zu Paciencia, der Torschütze kann die Kugel aber nicht kontrollieren.

Wieder zeigt sich die Defensive der Fuggerstädter anfällig – und schon ergibt sich beinahe die nächste Offensivaktion der Gastgeber. Dieses Mal wird allerdings früh unterbrochen, Abseits liegt vor.

Über den nicht gewährten Strafstoß und auch über den nicht einmal eingesetzten Videobeweis regen sich die Augsburger natürlich kurz auf.

Elfmeter? Eigentlich eine klare Sache, Schiedsrichter Bastian Dankert bemüht aber nicht einmal den Videobeweis – und zeigt schon gar nicht auf den Punkt. Was ist überhaupt passiert? Richter eilt über die linke Seite nach vorn, wird am Ende links im Strafraum von Touré weggestoßen und zugleich unten am Fuß getroffen.

Das ist das fünfte Pflichtspieltor und zugleich der fünfte Kopfballtreffer für Paciencia in dieser Saison – und das in gerade einmal zwölf Spielen. Der 24-Jährige erweist sich immer mehr als echte Alternative im SGE-Angriff.

Die Frankfurter Eintracht belohnt sich mit dem 1:0 – und das geht letztlich viel zu einfach, weil die Augsburger nur Geleitschutz gewähren. Erst einmal darf Kostic von der linken Seite komplett ohne Gegenwehr flanken, im Zentrum darf Paciencia relativ unbedrängt hochsteigen und kraftvoll zur Führung einnicken.

Zeit für einen ersten, schnellen Blick auf die LIVE!-Daten: 2:0 steht es bei den Torschüssen für die SGE, die beinahe 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entscheidet.

Richter über die linke Seite und Hahn über die rechte, mit diesen beiden Akteuren will der FCA auch nach vorn einiges unternehmen.

Wie an der Schnur gezogen kombinieren sich nun die Augsburger erstmals richtig gut nach vorn und stecken am Ende herrlich für den durchstartenden Finnbogason durch. Der Isländer braucht aber für einen Abschluss zu lang und vertändelt den Ball letzten Endes.

Nach einem weiten Pass der Hausherren kommt Kobel frühzeitig raus und bereinigt humorlos mit einem Schuss ins Seitenaus.

Nach einem weiten Einwurf leitet Gregoritsch den Ball etwas zu lässig mit der Hacke weiter und letztlich direkt in die Füße von Hinteregger.

Munterer Beginn in dieser Partie, beide Teams wagen etwas. Den besseren Eindruck in diesen ersten Minuten machen allerdings die etwas zielstrebigeren Frankfurter.

Gleich der nächste Hochkaräter für die Hessen. Dieses Mal rauscht Kostic über die linke Seite nach vorn, blickt auf und findet über Umwege Jovic am Strafraumrand. Der Top-Stürmer fackelt nicht lange, zieht aber auch zu zentral ab. Torwart Kobel hat die Kugel letztlich sicher.

Die erste Chance für die Eintracht – und was für eine! Da Costa rast über die rechte Bahn nach vorn und findet mit seiner präzisen Flanke den hochsteigenden Jovic. Der Serbe nickt den Ball aber aus bester Lage drüber und setzt die Kugel aufs Tordach.

Richter baut im Zentrum auf, hebt den Kopf und steckt beinahe herrlich für den durchstartenden Hahn durch. Im letzten Moment funkt aber noch Hinteregger mit einer tollen Grätsche dazwischen.

Kostic wird von Hinteregger mit einem weiten Schlag geschickt, kann das zu schlecht getretene Zuspiel aber nicht vor der Seitenauslinie erreichen.

Gar nicht schlecht: Stafylidis wird auf der linken Seite freigespielt, macht Tempo und flankt scharf. Der Ball entpuppt sich am Ende als unfreiwilliger Torschuss, was SGE-Torwart Trapp erst spät merkt – und zieht durchaus knapp über das Gehäuse hinweg.

Im Mittelfeld wird sich ebenfalls nichts geschenkt, hier attackiert nun Rebic den ballführenden Baier ohne Rücksicht.

Hat Hinteregger (Vertrag bis 2021) nach Baums Aus nun doch wieder eine Zukunft beim FCA? Eher unwahrscheinlich. “Fakt ist, dass das Verhalten von Hinteregger nicht zu tolerieren war. Deshalb kam es zur vorübergehenden Trennung. Fakt ist auch, dass er noch Vertrag hat. Das Thema werden wir nach dem letzten Spiel besprechen”, so FCA-Manager Stefan Reuter

Ende Januar hatte Hinteregger die negative sportliche Entwicklung beim FC Augsburg unter Baum kritisiert und vor allem den Trainer persönlich attackiert: “Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nicht Negatives sagen.” Hinteregger wurde daraufhin erst suspendiert und dann nach Frankfurt verliehen, wo er seitdem sportlich aufblüht. Fünf Tage vor dem Duell der beiden Klubs verlor nun Baum seinen Job – weil die Entwicklung auch ohne Hinteregger weiter nach unten ging.

Ein besonderes Spiel ist dies natürlich auch für Eintracht-Verteidiger Hinteregger, wenngleich das brisante Wiedersehen zwischen ihm und dem freigestellten Manuel Baum ausfällt.

Es geht direkt gut zur Sache. Erst bekommt Khedira einen Stoß von Jovic, kriegt dafür aber keinen Freistoß. Dann rauscht Jovic nochmals vorne in einen Gegenspieler hinein – und wird zurückgepfiffen.

Der Ball rollt in der Frankfurter Commerzbank-Arena, Schiedsrichter Bastian Dankert hat das Spiel freigegeben.

Die Profis haben sich auf dem Rasen eingefunden, schwören sich nun nochmals ein. Gleich kann es losgehen.

Der Anstoß rückt näher, die Spieler haben sich warmgemacht, stehen im Tunnel parat und werden gleich raus auf den Rasen schreiten…

Kurz erklärt nochmals die Tabellensituation der Fuggerstädter: Der FC Augsburg steht mit 25 Punkten auf dem 15. Rang und damit einen Platz über dem Strich. Weil zudem das vier Zähler schwächere Stuttgart (0:1 gegen Leverkusen), das sieben Zähler schwächere Nürnberg (1:1 gegen Schalke) und das ohnehin abgeschlagene Schlusslicht Hannover (0:1 gegen Wolfsburg) nicht gewonnen haben, wäre mit einem Dreier ein ganz wichtiger Schritt möglich.

Hütter weiter: “Und natürlich wird es auch Veränderungen geben – Martin Schmidt hat in der Vergangenheit zum Beispiel immer gerne auf eine Viererkette zurückgegriffen. Aber insgesamt konzentriere ich mich auf mein Team und wie wir agieren müssen, um wieder ein gutes Ergebnis zu erzielen. Dafür müssen wir nun gut regenerieren, Energie tanken und die Kräfte bündeln.”

Über den neuen Augsburger Coach verlor indes auch Eintracht-Coach Hütter noch ein paar Worte: “Der Trainerwechsel verändert die Situation natürlich. Ein neuer Coach gibt immer neue Impulse, jeder hat eine andere Ansprache. Die Spieler können damit noch einmal anders gekitzelt werden, jeder möchte sich wieder neu beweisen und zeigen, dass er in die Startelf gehört.”

Schon bei seiner Vorstellung hat Schmidt derweil angekündigt, dass er vor allem an zwei Punkten ansetzen möchte: Zum einen will er Impulse geben, um in der Mannschaft Feuer und Begeisterung zu entfachen. Zum anderen will er das Team mit einem klaren, einfachen Plan aufs Feld schicken. Schmidt positioniert sich damit als Gegenpol zu Baum, dessen taktische Umstellungen in der Mannschaft zuletzt auf Kritik stießen.

Vor dem ersten Spiel mit dem FCA sei das Lampenfieber ein bisschen größer als gewöhnlich. “Es ist ein Kribbeln drin”, gibt Schmidt zu. Gutes Omen: Sein Bundesliga-Debüt vor gut vier Jahren passierte ebenfalls gegen die Eintracht, am 21. Februar 2015 gelingt ihm mit Mainz ein 3:1-Heimsieg.

Nach 14 Monaten ohne Job ist der frühere Mainzer und Wolfsburger Coach also zurück in der Bundesliga. “Das scheint eine glückliche und gute Woche zu sein, wir wollen sie am Sonntagabend freudig und feiernd abschließen”, so das Geburtstagskind Schmidt (52) an Freitag.

Bei den Gästen vertraut Neu-Coach Martin Schmidt ebenfalls auf bewährtes Material, nimmt nach dem 0:4 gegen Hoffenheim und dem damit verbundenen Aus von Trainer Manuel Baum aber trotzdem ganze vier Veränderungen vor. Khedira, Stafylidis, Hahn und Finnbogason dürfen für Oxford, Danso (jeweils Bank), Max und Ji (jeweils angeschlagen nicht im Kader) von Beginn an auflaufen.

Deswegen direkt ein Blick auf die Startaufstellung der SGE im Vergleich zum 2:4 in Lissabon: Trainer Adi Hütter nimmt lediglich zwei Wechsel vor, bringt Almamy Touré und Pacienca für Ndicka und Abraham (jeweils Bank). Der in dieser Saison so starke Stürmer Haller (14 Tore und zehn Assists in 27 Ligaspielen, fünf Treffer und drei Vorlagen in neun Europa-League-Partien) fällt indes weiterhin wegen einer hartnäckigen Bauchmuskelverletzung aus.

Angekündigt hat Hütter indes auch eine kleine Rotation nach dem 2:4 in Lissabon: “Wir werden sicherlich den ein oder anderen Spieler schonen und anderen dafür die Chance geben.”

Hütter weiter: “Zudem bestreiten wir gegen den FC Augsburg das drittletzte Bundesliga-Heimspiel in dieser Saison. Wir haben also nicht mehr viele Gelegenheiten, uns unseren eigenen Fans zu präsentieren. Deshalb möchten wir die drei Punkte unbedingt hier in Frankfurt behalten. Aber es wird gegen Augsburg sicher wieder ein Kraftakt werden.”

Eintracht-Coach Adi Hütter ist sich jedenfalls sicher, dass sein Team das Duell mit dem FCA ernst nehmen wird – und es keinen Spannungsabfall vor dem Rückspiel gegen Benfica am Donnerstag (21 Uhr) geben wird: “Einen solchen Spannungsabfall wird es nicht geben, weil wir in der Bundesliga einen großen Traum haben. Wir möchten die Chance, die sich uns derzeit bietet, nutzen und unter den ersten Vier bleiben.”

Keine Frage: Das Spiel ist für die SGE immens wichtig im Kampf um den Einzug in die Champions League. Denn mit den aktuellen 52 Punkten (Rang 4) liegen die Hessen Stand jetzt nur einen Zähler vor der Borussia aus Mönchengladbach, die am Samstag mit 1:0 in Hannover beim Schlusslicht gewonnen hat.

Wenige Tage nach dem bitteren 2:4 bei Benfica Lissabon im Zuge des Hinspiels im Europa-League-Viertelfinale (frühe Rote Karte Ndicka, Dreierpack Joao Felix) steht wieder Ligaalltag für die Frankfurter Eintracht an. Zum Abschluss des 29. Bundesliga-Spieltags steht am Abend (18 Uhr) das Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten FC Augsburg und damit auch gegen den frisch installierten Trainer Martin Schmidt (Nachfolger von Manuel Baum) an.

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