Bombendrohung gegen Augsburger Rathaus - rechtsextremer Hintergrund? - Augsburg - City - StadtZeitung
In sechs Bundesländern: Rathäuser wegen Bombendrohungen evakuiert
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Nach per E-Mail verschickten Bombendrohungen sind am Dienstagmorgen in sechs deutschen Städten Rathäuser geräumt worden. Die Rathäuser wurden zur Sicherheit in Augsburg (Bayern), Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Göttingen (Niedersachsen), Neunkirchen (Saarland) und Rendsburg (Schleswig-Holstein) evakuiert. In Neunkirchen wurde auch ein Kindergarten geräumt.

Drohungen unter anderem in Augsburg und Chemnitz: Rathäuser geräumt

Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Der Absender sei nicht nachvollziehbar. Die Mails hätten keine Unterschrift gehabt, sagte Kriminalhauptkommissar Gerd Molter.

▶︎ In der Nacht ging auch im Rathaus von Rendsburg (Schleswig-Holstein) eine Drohung ein: Ein unbekannter Absender teilte mit, dass sich Sprengstoff im Rathaus befinde. Nachdem die Nachricht am Morgen von Mitarbeitern gelesen worden war, wurde die Polizei informiert. Das Gebäude wurde daraufhin evakuiert und weiträumig abgesperrt. Vorsorglich wurden auch Sprengstoff-Spürhunde im Rathaus eingesetzt.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob in WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

Wir wissen, dass es am Jahresanfang ja mit ähnlichen Drohungen Gerichtsgebäude getroffen hat, sagt Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft WELT. Bei den jetzigen Fällen könnten es Nachahmungstäter sein, müssen aber nicht, so Wendt. Man muss es ja ernst nehmen. Bei der derzeitigen erhöhten Terrorgefahr, entscheidet man auch anders als früher.

▶︎ In Göttingen erklärte eine Polizeisprecherin am Morgen: Alles ist abgesperrt. Der Plan ist, das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden zu durchsuchen. Es sei eine anonyme Bombendrohung eingegangen. Die Straßen um das Rathaus wurden gesperrt, der öffentliche Personennahverkehr wurde umgeleitet.

Dass die Anzahl der Vorfälle massiv zunehme, glaubt er nicht. Die Fälle werden nicht in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dafür ist es dann doch zu wenig. Es ist kein Massenphänomen, so Wendt. Mal werde ein Bahnhof geräumt, mal ein Fußballstadion. Allerdings mit erheblichen Folgen für die Bürger. Er fordert von der Justiz an die Täter, falls sie gefasst werden, das richtige Signal zu senden. Es ist kein Kavaliersdelikt, 100 Polizeikräfte zu binden. Die Polizei sollte die Kosten der Einsätze konsequent eintreiben. Als Warnung auch an die Trittbrettfahrer: Da kommen schnell 100000 Euro zusammen, so Wendt.

Betroffen waren nach ersten Erkenntnissen Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Heilbronn, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg. Die Drohungen gingen offenbar direkt an die E-Mailadressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um 9 Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach 10 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte ein unbekannter Absender am Morgen in einer Mail gedroht, eine Explosion in dem 16-geschossigen Büroturm herbeizuführen.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

#Rathaus #Kaiserslautern ENTWARNUNG! Die Rathaus-Gebäude wurden abgesucht. Es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden. Die Gebäude sind jetzt wieder freigegeben. Die Polizei rückt ab. ….Die Ermittlungen dauern natürlich an.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Flensburger Rathaus und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, ist allerdings offen.

▶︎ Auch im Rathaus Heilbronn ist eine Bombendrohung eingegangen. Die Polizei gab nach einer Prüfung rasch Entwarnung. Man gehe von einem blöden Scherz aus, sagte ein Sprecher.

In mehreren Städten gab es Bombendrohungen. Rathäuser wurden evakuiert. Die Polizei ist mit Sprengstoffspürhunden im Einsatz. Wer steckt hinter der offenbar konzertierten Aktion? Polizeisprecher Michael Jakob mit ersten Erkenntnissen.

Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage.

0 Anzeige Nach per E-Mail verschickten Bombendrohungen sind am Dienstagmorgen in sechs deutschen Städten Rathäuser geräumt worden. Die Rathäuser wurden zur Sicherheit in Augsburg (Bayern), Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Göttingen (Niedersachsen), Neunkirchen (Saarland) und Rendsburg (Schleswig-Holstein) evakuiert. In Neunkirchen wurde auch ein Kindergarten geräumt.

Inzwischen sind die Gebäude abgesucht – ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden. Die Gebäude seien jetzt wieder freigegeben, teilten die Beamten via Twitter mit.

Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Der Absender sei nicht nachvollziehbar. Die Mails hätten keine Unterschrift gehabt, sagte Kriminalhauptkommissar Gerd Molter.

Es gebe Entwarnung, alle Sperrungen seien aufgehoben, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Die 200 betroffenen Mitarbeiter könnten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob in WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

▶︎ Die Polizei hat nach der Durchsuchung des Chemnitzer Rathauses mit mehr als 50 Beamten und Sprengstoffhunden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Wir wissen, dass es am Jahresanfang ja mit ähnlichen Drohungen Gerichtsgebäude getroffen hat, sagt Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft WELT. Bei den jetzigen Fällen könnten es Nachahmungstäter sein, müssen aber nicht, so Wendt. Man muss es ja ernst nehmen. Bei der derzeitigen erhöhten Terrorgefahr, entscheidet man auch anders als früher.

Nach rund zwei Stunden gab die Polizei Entwarnung für das Rathaus und zwei benachbarte Gebäude. Es sei kein gefährlicher Gegenstand gefunden worden.

Dass die Anzahl der Vorfälle massiv zunehme, glaubt er nicht. Die Fälle werden nicht in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dafür ist es dann doch zu wenig. Es ist kein Massenphänomen, so Wendt. Mal werde ein Bahnhof geräumt, mal ein Fußballstadion. Allerdings mit erheblichen Folgen für die Bürger. Er fordert von der Justiz an die Täter, falls sie gefasst werden, das richtige Signal zu senden. Es ist kein Kavaliersdelikt, 100 Polizeikräfte zu binden. Die Polizei sollte die Kosten der Einsätze konsequent eintreiben. Als Warnung auch an die Trittbrettfahrer: Da kommen schnell 100000 Euro zusammen, so Wendt.

Um kurz nach 10 Uhr gab es Entwarnung: Es sei nichts Gefährliches gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Die Absuche verlief negativ. Um 11.30 Uhr wurde das Rathaus wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um 9 Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach 10 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte ein unbekannter Absender am Morgen in einer Mail gedroht, eine Explosion in dem 16-geschossigen Büroturm herbeizuführen.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Flensburger Rathaus und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, ist allerdings offen.