Augsburger Panther souverän zum Auftakt der Playoffs - Sport in Augsburg
Düsseldorfer EG: Massenschlägerei bei 1:7-Niederlage bei Augsburger Panthern
angemeldet bleiben Einloggen Benutzername oder Passwort falsch Passwort vergessen? Noch nicht registriert?

Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Immerhin besser als der FC Schalke 04! Wenn man den natürlich völlig unzulässigen Quervergleich zum Fußball ziehen will, dann haben die Eishockey-Profis der Düsseldorfer EG am Dienstag zumindest nicht die derbste Packung im deutschen Profisport kassiert. Auch im Eishockey ist eine 1:7-Niederlage jedoch eine Abfuhr erster Klasse. Zum Auftakt der Play-offs präsentierten sich die Düsseldorfer also in der Form der letzten Wochen und nicht in der Verfassung der über weite Strecken begeisternden Hauptrunde.

Die DEG, die für ihren Schnitt von 9,35 Strafminuten pro Spiel gerade erst die “Robert Müller Fairplay Trophy” und einen Scheck über 10.000 Euro für die Nachwuchsarbeit erhalten hatte, kommentierte das Treiben auf und neben dem Eis ziemlich trocken. “Die nächste Großprügelei”, schrieb der Klub bei Twitter: “Diesmal die Bilanz: Keine Luft mehr auf der Strafbank. Sechs Düsseldorfer und vier Augsburger sitzen/stehen/hocken dort.”

In mehr als einer Hinsicht spielt das Team von Trainer Harold Kreis mit seinem guten Ruf. Eben erst wurden die Rot-Gelben zum fairsten Team der Hauptrunde gewählt, beim Play-off-Auftakt in Augsburg hätte man darauf nicht unbedingt kommen können. Nach einem harten Check von Patrick Buzas, gebürtiger Augsburger in Diensten der DEG, fielen auf beiden Seiten die Hemmungen. Das Spiel war beim Stand von 6:1 längst entschieden, doch Spieler beider Teams prügelten plötzlich wild aufeinander ein. Was die kuriose Situation zur Folge hatte, dass anschließend nicht mehr alle Spieler Platz auf den Strafbänken fanden. Sechs Düsseldorfer und vier Augsburger waren gleichzeitig draußen und mussten zum Teil stehen oder knien.

Matt White (11., 45.), McNeill (26.), Daniel Schmölz (33.), Simon Sezemsky (50., 56.) und Scott Valentine (53.) trafen vor 6139 Besuchern für den Tabellendritten, der in der Hauptrunde noch alle vier Spiele gegen Düsseldorf verloren hatte. Dass der rheinische Rivale Kölner Haie beim 2:6 gegen den ERC Ingolstadt ebenfalls böse unter die Räder kam, tröstete die Düsseldorfer kaum.

“Das ist dann halt auch Play-off-Hockey”, sagte Augsburgs Christoph Ullmann, getreu dem Motto: ganz normale Härte. “Düsseldorf möchte natürlich nicht einfach seine Sachen packen und nach Hause fahren. Die wollen nochmal eine Duftmarke hinterlassen”, erklärte der Stürmer: “Da wollten wir uns natürlich widersetzen. Das ist nix, worüber man großartig sprechen muss.” Wie Ullmann wollte auch dessen Teamkollege Steffen Tölzer keine große Sache aus der Boxeinlage machen. “Passiert halt”, sagte der Kapitän.

Die nächste Großprügelei. Diesmal die Bilanz: Keine Luft mehr auf der Strafbank. Sechs Düsseldorfer und vier Augsburger sitzen/stehen/hocken dort.