Fragen und Antworten zur Videoüberwachung am Kö
Königsplatz soll künftig mit Kameras überwacht werden
Fertiggestellt wird das Projekt voraussichtlich erst Ende 2018, die Kosten seien noch lange nicht fix , sollen sich aber in der Größenordnung einer Viertelmillionen Euro befinden. Das sei auch der Betrag, der ihnen vom Innenministerium zugesichert worden sei, erklärt der Polizeipräsident. Über die genaue Anzahl der Kameras können zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Das hänge stark von dem Überwachungssystem ab, das letztlich den Zuschlag erhalte und das über eine europaweite Ausschreibung gefunden werden soll.

Deshalb sollen in knapp einem Jahr rund um die Uhr Kameras laufen. Die Polizei prüft derzeit, wo die besten Plätze für die Kameras sind; die Ausschreibungen für die Technik läuft europaweit. Die Freiluftcafés auf dem Kö bleiben außen vor.Kommentar * Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar vor der Veröffentlichung erst noch redaktionell geprüft wird. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Richtlinien. Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein: Drei minus eins ergibt?

Auch an anderen Orten?Auch an anderen Orten, wie beispielsweise dem Helmut-Haller-Platz, stand eine Videoüberwachung zur Debatte. Allerdings hätte man sich gegen das Konzept entschieden, da die Rate an Rohheitsdelikten dort eher niedrig sei. Anders verhielte es sich mit dem Missbrauch von Alkohol und Rauschgiften, die Täter seien der Polizei am Vorplatz des Oberhauser Bahnhofs ohnehin meist schon namentlich bekannt.

Radiosender sind vertreten. Auch das spiegelt das öffentliche Interesse an diesem Vorhaben wider. "Warum hat sich die Polizei entschieden, am Königsplatz zu videografieren?": Mit dieser Frage eröffnet Polizeipräsident Michael Schwald. Einer Frage, die seit Montag in Augsburg diskutiert wird. Da hatte die Polizei ihre Entscheidung pro Kameras publik gemacht.

München bereits praktiziert wird: "Es wird keinen Beamten geben, der 24 Stunden vor dem Bildschirm sitzt und sich den Königsplatz anguckt", betont Schwald. Das Material werde in mehreren Einsatzzentralen laufen und regelmäßig kontrolliert.

Für die Bürger hat die Polizei Schwaben auf ihrer Internetseite alle Details zu dem Vorhaben veröffentlicht, zudem wurde eigens ein E-Mail-Postfach eingerichtet. Im Sommer sei eine Infoveranstaltung mit den Anwohnern geplant.Die Polizei habe darauf reagiert und sei mit verstärkten Streifen und Schwerpunktkontrollen vor Ort, so der Polizeipräsident. Von der zusätzlichen Kameraüberwachung verspricht sich die Polizei einen deutlichen Rückgang an Straftaten wie auch ein verbessertes subjektives Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste von Bus und Tram.